The Polaroid Project

von 15. März 2018 0 No tags Permalink 2
Guy Bourdin, Charles Jourdan 1978

Polaroid! Die neue Ausstellung im MKG positioniert das Phänomen Polaroid an der Schnittstelle von Kunst und Technologie. Herausragende Künstler – von Ansel Adams bis Andy Warhol – haben mit der Sofortbildfotografie neue Wege beschritten und die Ästhetik einer Ära geprägt. Mit rund Werken von 120 Künstlern beleuchtet die Schau das ästhetische Spektrum der Sofortbildfotografie und stellt jene innovative Technik vor, die diese visuelle Revolution überhaupt erst ermöglichte.

Charles (1907–1978) and Ray Eames (1912–1988)

Der  1947 in New York erstmals vorgestellte Sofortbildfilm verkürzte den zeitlichen Ablauf von Herstellung, Entwicklung und dem gemeinsamen Betrachten einer Fotografie auf wenige Minuten.

Das Polaroid mit weißem Rand besitzt einen Objektcharakter, der es zum idealen Material für Collagen, Übermalungen und Experimente mit dem Papier und den eingebetteten Chemikalien macht, aus denen gänzlich ungegenständliche Bildfindungen hervorgehen. Die sofortige Verfügbarkeit der Ergebnisse übt eine gewaltige Faszination auf Kunstschaffende aus, bietet sie doch ein Höchstmaß an Kontrolle über den Arbeitsprozess, der direkt in den eigenen Händen liegt.

Mit der Aufnahme eines einmaligen Moments oder eines sozialen Ereignisses hält man ein analoges Unikat in der Hand und wartet mit Spannung und Vorfreude darauf, dass das Bild wie von Zauberhand langsam erscheint. Schön, dass es sie immer noch und wieder gibt.

André Kertész, August 13, 1979

The Polaroid Project | 16. März bis 17. Juni 2018 Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

2

Bisher keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.