Die Weine vom Witwenball

In den 20er Jahren unterhielt eine gewisse Elfriede in den Räumen in der Weidenallee in Eimsbüttel ein schräges Tanzlokal namens Elfriedes Witwenball, das es bis in die 80e Jahre gegeben hat. Den zweiten Teil des Namens dieser Institution haben die neuen Betreiber Julia und Axel Bode beibehalten und haben nun in diesen ehrwürdigen Räumen ihren Traum verwirklicht. Sie betreiben dort eine Weinbar mit Restaurant. Das Ganze wurde mit architektonischem Know-How von dem Restaurantplaner  Giorgio Gullotta im Art Deco Look eingerichtet

Weinliebhaber können sich über eine Auswahl von tatsächlich 150 ausgesuchten Weinen freuen, von denen mehr als 30 offen ausgeschenkt werden. Axel Bode ist geprüfter Sommelier und legt seinen Schwerpunkt auf junge, exzellente deutsche Winzer. Dazu gibt es ein kleines, sehr feines Angebot an Speisen.

Außerdem werden im Witwenball auch regelmäßig Weinproben und Vorträge gehalten und man kann die Weine dann auch gleich im Restaurant kaufen. Da das Leben ja bekanntlich zu kurz ist, um schlechten Wein zu trinken: Also, auf in den Witwenball!

Witwenball, Weidenallee 20, 20357 Hamburg

 

Hanse Primeur oder Stintfang Cuvée

Weinberg1Auf einem kleinen Hügel hinter den Landungsbrücken, direkt vor dem Stintfang, mitten in St. Pauli, liegt ein kleines Hamburger Weinanbaugebiet. Es ist zwar nur 500 qm groß, aber hier wachsen die Rebsorten Phönix und Regent, weiße und roten Trauben, aus denen ein seltener  Roséwein hergestellt wird.
Kaufen kann man ihn leider nicht, sondern die circa 50 Flaschen jährlich werden von den Hamburger Senatoren an Personen verschenkt, die sich um die Stadt verdient gemacht haben. Gestiftet wurden die Rebstöcke vom Stuttgarter Weindorf, die auch regelmäßig einen Winzer nach Hamburg schicken, der sie in Ordnung hält. Sommeliers bezeichnen den begehrten lachsfarbenen Wein als „durchaus gut trinkbar“. Dieses jahr soll es, Dank der vielen Sonne, einen guten Jahrgang geben. Na dann, Prost.

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