Van Morrison

Möglicherweise ist es heute etwas leichter, als „Legende“ zu gelten. Mag sein – doch für manchen Künstler gibt es einfach kein passenderes Attribut. Einer dieses elitären Zirkels ist: Van Morrison. Im Juli 2015 kommt der irische Weltstar – lang ersehnt – endlich wieder nach Hamburg.

1945 wurde er als Sohn eines Schiffswerft-Elektrikers und einer Stepptänzerin in Belfast geboren. Schon als kleines Kind sog er die Musik auf: den Soul von Ray Charles , den Folk von Woody Guthrie, den Blues von Muddy Waters, Country von Hank Williams und Jazz von Charlie Parker. Er liebte die Musik in all ihren Facetten – und wollte seinen Teil dazu beitragen. Mit elf begann er das Gitarrenspiel, später nahm er Saxophon-Unterricht und schon mit 17 Jahren ging er mit einer irischen Showband auf Europatour.

Als 19-Jähriger und mit Gründung der R&B-Band Them begann seine Erfolgsstory. Die Weichen zur Legendenbildung wurden unmittelbar nach Auflösung von Them gestellt, denn dirket im Anschluss steuerte Van Morrison eine Solokarriere an. Und während jeder Karrierephase blieb der knorrige Mann mit der für Soul, Pop, Jazz und Country gleichermaßen begnadeten Stimme stets präsent, von einer stetig wachsenden Anhängerschaft glühend verehrt.

Auch wenn Van Morrison zur Musikgeschichte gehört, wie die Gitarre zum Rock oder das Saxophon zum Jazz – als Live-Künstler macht sich „Van the Man“ seit Jahren rar. Umso größer ist in der globalen Van-Morrison-Gemeinde der Jubel bei jeder Tourankündigung. Die Karten für die Shows des zweifachen Grammy-Award- und vierfachen Grammy Hall Of Fame AwardGewinners sind entsprechend heiß begehrt. Kein Wunder: Es erwartet Ticketkäufer ein buchstäblich legendäres Konzertereignis.

Van Morrison Konzert, Mi, 22.07.15, 19:00, Stadtpark Hamburg

 

 

Look Up

Planetarium Hamburg, Stadtpark Photo: Tim Florian Horn

Author: Ryan Gresham. When you’re busy searching the supermarket baskets for a ripe avocado – or pecking out another e-mail at work, or ogling a chat show from the couch – it’s easy to forget you are living on a spinning ball of iron ore blasting through an exploding universe. And that’s just where a place like the Planetarium Hamburg comes in handy: an offbeat reminder to drop our humdrum routines now and then and just look up.

But craning your neck skyward, of course, might not only cause a few physical aches, but possibly some metaphysical ones in the bargain. Where did it all come from up there? If you turn to today’s experts for help, you might be left still baffled. Rock star physicist Stephen Hawking, for example, says the universe could have created itself from nothing. But that does, well, nothing to unburden us from the old ex nihilo nihil fit conundrum: how can something come from nothing? (It also brings to mind Martin Rees, Britain’s Astronomer Royal, who noted awhile back that while Hawking is a fine physicist, his philosophical and theological skills really aren’t all that.)

But another celebrity physicist, Lawrence Krauss, thinks he has Hawking’s back. Krauss will tell you that things do, indeed, pop out of “nothing” in our universe. Just take a vacuum state in space, he says, throw in the laws of quantum mechanics – and poof: all sorts of things can pop into existence – and routinely do. But the semantic sleight of hand here is obvious: quantum vacuums – not to mention the universe itself and the physical laws operating in this cosmic recipe – are certainly not nothing; they are, in fact, a whole lot of something. Krauss’s linguistic misdirection involves using the word “nothing” the way one might in describing a quiet stretch of road in the Bavarian countryside by saying, “There is absolutely nothing here.” So much for certain experts. And so our star-gazing and head-scratching continues.

Designed by Hans Loop in the 1920s, the Planetarium Hamburg was built, presumably, to help foster public interest in just such cosmological quandaries. Engineers fabricated the planetarium out of a derelict water tower – which gives it the perfectly zany look of a comic book rocket ship ready to blast off – and added a reflecting pool that does a dandy job of doubling its otherworldly spookiness. Inside, you’ll find lots to help you on your scientific quest, including brainy laser shows about the cosmos to watch in the comfy theater – which uses a new-fangled Zeiss projector to unleash the celestial archipelago across its roomy dome. (If you don’t speak German, though, be sure to check the planetarium’s schedule to see if an accompanying narration is available in English; bring a Freund along if not.)

Planetaria like the one in Hamburg are great at getting us to redirect our gazes from the smartphones in our palms to something much smarter above our heads – at least for a moment. And for those less ontologically-inclined day-trippers, a visit to the beast in Hamburg’s beautiful Stadtpark can at least demonstrate just how much can be done with an old water tower.

 Planetarium Hamburg, Otto-Wels-Straße 1

Ein Freibad im Central Park

Mein Lieblingsplatz ist nicht neu, schon ganz lange kein Geheimtipp mehr, aber jedes Mal eine kleine Sensation. Vorausgesetzt, das Wetter passt. An einem heißen Sommerabend gibt es kaum etwas Schöneres, als abends nach der Arbeit in das Naturbad im Stadtparksee zu springen. Beim ersten Eintauchen spürt man sofort: Das Wasser fühlt sich ganz weich an. Das liegt an dem günstigen PH-Wert, wie mir der Bademeister erklärt. „Das Wasser hat allerhöchste Qualität“, sagt Ben, der eigentlich aus Mönchengladbach kommt, aber hier nicht mehr weg will: „Das ist viel besser als in jedem anderen Freibad“. Denn der Stadtparksee ist ein Natursee. Kurz: Das Wasser ist einfach herrlich. Und dazu noch die gigantische Aussicht. Beim Schwimmen blickt man direkt auf die Wiese des Stadtparks mit seinen Grillfeuern und dem Planetarium – und vor allem auf einen unglaublich schönen Sonnenuntergang. Könnte fast der Scenic Pool eines New Yorker Luxus-Penthouses mit Central-Park-View sein. Einfach klasse, dass wir Hamburger so etwas mitten in der Stadt haben. Klar, man kann sich auch die 3 Euro Eintritt (Kinder zahlen die Hälfte) sparen und abends einfach in den „wilden“ Teil des Stadtparksees hüpfen. Das ist zwar billiger, hat aber auch seinen Preis – nämlich den, dass man mit Entenfedern, und manchmal auch schlimmer, um die Wette schwimmen darf. Dann doch lieber ein Bad mit anschließender Dusche (kalt), Gruppen-Umkleideräumen und unter den strengen Blicken des Bademeisters. Der sendet einen schrillen Signalton über das Wasser und fuchtelt mit den Armen: 20 Uhr – Badesaison für heute beendet. Manchmal geht es auch bis 21 Uhr, aber nur, wenn genügend Gäste im Wasser sind. „Sonst lohnt sich das nicht“, erklärt Ben. Ein Bad im Stadtparksee lohnt sich dagegen immer. Man fühlt hinterher einfach gut. Und wir schwören, uns ab sofort an jedem warmen Abend dazu aufzuraffen.

Und hinterher in Schumachers Biergarten. Fotos: Rainer

Und nach dem Baden hat man natürlich Hunger: Schumachers Biergarten. Fotos: Rainer

Schwimmen macht hungrig. In den Biergarten Schumachers sind es nur ein paar Schritte. Hier gibt es eine Wurst vom Grill mit wirklich gutem hausgemachten Kartoffelsalat, die fast schon legendären Kartoffelspalten, Weißbier – und einen sensationellen Blick auf die im Stadtpark versinkende Sonne. Summer in the City.

Naturbad Stadtparksee, Südring 5b, 22303 Hamburg