Ghostpoet

Die meisten von uns sind, auch wenn es oberflächlich betrachtet auf den ersten Blick anders wirkt, letztlich ziemlich gleich. Dabei liegt die Ähnlichkeit im Detail…oder, wenn man sich die Sache von ganz Nahem anschaut, in der Sache der Natur und unserer Einzelteile. Nämlich unserer Knochen, dem Blut, der Haut und unserer Seelen – und auf dieser Ebene gleichen wir uns alle. Und jeder von uns durchläuft von Zeit zu Zeit Höhen und Tiefen. Doch auch daran gleich wir uns alle: Wir entscheiden, was wir aus dem morgigen Tag machen, sind so gesehen also Schmied unseres eigenen Glücks.

„Shedding Skin“ ist das dritte Studio-Album und ein mutiger Neustart für den Londoner Obaro Ejimiwe. Nachdem sich der Künstler Album „Some Say I So I Say Light“ mit den Tiefen einer Beziehungstrennung beschäftigte und sich persönlich und seine Gefühle in den Mittelpunkt des Geschehens stellte, nimmt er auf „Shedding Skin“ Abstand, um sich auf das zu fokussieren, was er liebt: sitzen, beobachten, überdenken, erschaffen.

Die zehn Songs ergeben ein perfektes Ganzes und jedes der Lieder hat seinen eigenen, nicht austauschbaren Platz. Die Höhen und Tiefen darin handeln von häuslicher Gewalt, dem aufrüttelnden Aufeinandertreffen mit der Ex-Partnerin und ihrem neuen Liebhaber, die Verlegenheit am Morgen nach einem One-Night-Stand bis hin zur Wahrnehmung von Obdachlosen. Schwerwiegende Emotionen, doch mit genug Abstand betrachtet und artikuliert, um mehr aufzurütteln als zu ersticken.

Millionen Menschen, die sich durch ihr Leben kämpfen und trotz ihrer Schwächen, Makel und ihrer teilweise unerreichbaren Ambitionen auf ihre Weise doch perfekt sind. „Shedding Skin“ zelebriert diese unterschiedlichen Identitäten, feiert das Kleingliedrige im großen Ganzen. So zeigt das Cover des Albums auch einen kleinen Teil Obarao Ejimiwes, alias Ghostpoet – nämlich eine Zelle des Künstlers, wie sie auch in jedem anderen Menschen vorkommt.

Während Ghostpoet lernt und wächst, wie wir alle, ist „Shedding Skin“ eine ziemlich gute Momentaufnahme des Schaffen eines Künstlers, der eine neue Tür öffnet und das Beste aus dem Hier und Jetzt macht.

Ghostpoet in eine Kategorie einzuordnen ist schlicht unmöglich, aber vielleicht ist das auch gar nicht nötig. Er nimmt uns mit auf eine Reise in eine wohlig-melancholische Gedankenwelt, die wir so schnell nicht mehr verlassen wollen.

 Mi, 06.05.15, 21:00 Hamburg, Mojo Clu

 

 

Curtis Harding im Mojo

Curtis Harding heißt der Mann und Soul ist sein Sound.  Seine Vorliebe: alle möglichen Stile und Soundideen zu mischen, und mit seinem Hauptgenre, dem Soul, zu verbinden. Heraus komt verschwitzer Soul, durchtränkt mit Gospel-Blues-Rhythmen und einer ordentlichen Rrise Rock. Dieses Mal spielt Curtis Harding, der aus Michigan kommt, im Mojo Club auf und stellt sein Debütalbum „Soul Power“ vor.

3. März 2015, 20.00 Uhr, Mojo Club, Reeperbahn, Hamburg

Welcome 2015!

Silvester im Mojo mit drei Dance Floors und sechs DJs

Im Saal unter der Reeperbahn empfangen die Mojo Resident-DJs MASTER QUEST und RENEGADES OF JAZZ an Silvester Besuch aus England: Der Beatschmied aus Bristol Scott „BOCA45“ Hendy steht seit über zehn Jahren an erster Stelle, wenn es um obskure Breaks und leicht abseitigen Hip Hop geht. Ein Künstler mit Fantasie, Attitüde und einem herrlich ungewohnten Blick auf das Spiel.

Direkt nebenan gibt es Urban Musik und Soulful R’n’B und es wird zwischen Hip Hop und R’n’B der 90er und 2000er geschwelgt. Man hört Altbekanntes, längst Vergessenes und neu Entdecktes.

Das Jazz Café wird in der Silvesternacht zur Bühne für den gebürtigen Kanadier Jim Sharp, der mit dem Remixen großer Soul und Funk-Hymnen eine eigene Marke kreierte. Zusammen mit seinem Hamburger Kollegen Naughty NMX begibt er sich am 31.12. auf eine ausgedehnte Reise durch Rap, Funk, Soul, Reworks, Favorites und mehr..

Happy New Year!

Nio Osteria auf dem Kiez

Wer vorhat eine Veranstaltung auf dem Reeperbahn-Kiez zu besuchen, kann sich vorher im der Osteria NIO in den Tanzenden Türmen für die Nacht stärken. Die Atmosphäre ist rustikal und traditionell. Wenn eine ganze Gruppe Pasta bestellt, bekommt sie diese im gusseisernen Topf auf den Tisch gestellt und es wird geteilt. Pizza Taglia zum Mitnehmen wird wie  in Italien mit einer großen Schere geschnitten und nach Gewicht bezahlt. Es gibt deutsches Craft Beer vom Fass und natürlich italienische Weine.

Zu dem weitläufigen Lokal mit über hundert Plätzen gehört auch ein Lebensmittelladen mit italienischen Spezialitäten. In großen Vitrinen liegen  köstliche Käselaibe und Daniele-Schinken, die in hauchdünne, auf der Zunge zergehende Scheibchen geschnitten werden. Schmeckt auch beim Katerfrühstück am nächsten Morgen.

NIO, Reeperbahn 1, 20359 Hamburg

 

LA ROUX – ELLY JACKSON

LA ROUX heißt das Electro-Pop-Projekt der britischen Singer-Songwriterin und Multiinstrumentalistin ELLY JACKSON, die 2009 einen Grammy erhielt. Ihr aufpolierter Synthpop mit unüberhörbaren 80s-Anleihen wurde immer wieder geremixt und fehlte auf keinem Dancefloor. Am 9. Dezember gibt Elly Jackson mit Live Band im Mojo Club eines von vier Live Konzerten in Deutschland.

141209_La_Roux

LA ROUX – Dienstag 9. Dezember 2.00 h Mojo Club, Reeperbahn 1, Hamburg

SOUL ALLNIGHTER

Wer an Weihnachten dem Festtagswahn entkommen will, kann sich am 25. Dezember in den Trubel des traditionellen SOUL ALLNiGHTERS im Mojo Club stürzen. Bereits 1983 haben die Herren Nüske & Ott, bekannt als FAB BOY TWO den SOUL ALLNIGHTER ins Leben gerufen. Alles begann standesgemäß im KIR. Später zog man ins WAAGENBAU um und dann in den mittlerweile legendären Mojo Club. Die FAB BOY TWO bitten jedes Jahr Freunde und DJ Koryphäen hinzu, in diesem Jahr legen auch HENRY STORCH und Resident LARS BULNHEIM auf. In dem unterirdischen Club, der mit seinem hohen Raum die Bezeichnung Tanztempel verdient, kreisen ab 23.00 h die Vinylscheiben mit 60’s und 70’s Soul Klassikern, Retro-Soul, Soul Obskuritäten, sowie R&B- und Soul-Jazz-Perlen.

Soul_Allnighter_Pressefoto_300dpi

SOUL ALLNIGHTER 25.Dezember 2014 ab 23.00 h, Mojo Club, Reeperbahn 1, Hamburg

A Tribute to James Brown

James Brown wird in den USA als „Godfather of Soul“ und auch als „Founding Father of Funk“ gefeiert. Der amerikanische Regisseur Tate Taylor hat sein Leben mit Chadwick Boseman als James Brown In GET ON UP verfilmt. In dieser Woche kommt der Film ins Kino und die MOJO Residents MASTER QUEST & RENEGADES OF JAZZ widmen aus diesem Anlass den nächsten ESSENTIALS Abend am Samstag, dem 11. Oktober, der Soullegende.

Der Film GET ON UP zeichnet das bewegte Leben von James Brown, der aus ärmliche Verhältnisse stammte und zu einer der bedeutendsten und prägendsten Musiker des 20. Jahrhunderts wurde.

A Tribute to James Brown, MOJO CLUB, 11.10.2014 ab 23.00 h, Reeperbahn , Hamburg

GET ON UP, Universal Picture, ab 9. Oktober im Passage Kino, Hamburg

Get_On-Up_634x500

Saxy: Curtis Stigers live

Der amerikanische Sänger, Songwriter und Saxophonist Curtis Stigers gastiert in Hamburg und wer seine leicht rauhe, soulige Stimme und sein sonoriges Tenorsaxophon mag, sollte sich den Abend nicht entgehen lassen. Stigers ist ein Entertainer Alter Schule oder wie die Amerikaner sagen, ein Crooner, der durch seine Hits „I wonder why“ und „You’re all that matters to me“ berühmt wurde. Auf seiner Deutschlandtournee singt er chillige Songs aus seinem letzten Album. Saxy.

24. September 2014 20.00 h, Mojo Club, Reeperbahn 1, 20359 Hamburg

Curtis Stigers_ Foto: Maria Chavez