Café Johanna

Versteckt und fernab des Trubels liegt am Venusberg, angrenzend an das stets überfüllte Portugiesenviertel, das kleine Café Johanna. Es wird von den Freundinnen Sarah und Elli betrieben, die es vor über fünf Jahren eröffnet haben. Früher hatte hier die Vorgängerin und Namensgeberin Johanna Knuth einen Kiosk und Krämerladen.

Das originelle, unprätentiöse Café in dem eher schmucklosen 60er Jahre Bau hat einen ganz eigenen, spröden Charme. Die Wände sind aus geweißtem Waschbeton, die Möbel kommen zum Teil aus einer alten Schule und auf den Tischen liegen karierte Geschirrtücher, aber überall gibt es liebevolle Details.

Morgens gibt es hier eine wunderbares Frühstück, mittags steht auf einer Tafel die wechselnde, kleine Karte mit leckeren Salaten und Broten angeschrieben. Im Sommer kann man vor den großen Schaufensterscheiben auf schlichten Bierbänken die Südsonne genießen.

Nachmittags wird hausgemachter Kuchen und Joghurt mit frischen Früchten im Glas angeboten und auch der Kaffee und der Cappucino schmecken. Es ist meistens rappelvoll und trotzdem ist die Bedienung immer freundlich und man wird mit einem strahlenden Lächeln begrüßt.

Café Johanna, Venusberg 26, 20459 Hamburg

Eine Perle im Portugiesen-Viertel

In Hamburgs Portugiesen-Viertel reiht sich ein Restaurant ans andere und die meisten haben sich auf den großen Strom von Touristen eingestellt, die dort schnell und günstig essen wollen. Darunter leidet manchmal die Qualität.

Eine Ausnahme macht da das NAU. Ein kleines, unauffälliges Restaurant, das zu den besten Adressen in dem belebten Viertel gehört. Portugiesisches Essen gibt es auch hier, allerdings ist das Ambiente eher schlichter und eleganter, statt bunt-rustikal wie bei vielen Nachbarrestaurants. An den Wänden hängen hier Werke von befreundeten Künstlern, statt kitschige Fischer-Folklore. Die traditionelle Küche wird hier raffiniert abgewandelt, dazu gibt es ausgesuchte portugiesische Weine. Saúde!

 NAU, Ditmar-Koel-Str. 13, Hamburg

Pastalozzi

 

Weil ich in direkter Nähe mein Büro habe, gehe ich mittags oft ins Pastalozzi. Der kleine Italiener im Portugiesenviertel hat eine kleine, aber feine Mittagskarte zu fairen Preisen, besser als die Spanier und Portugiesen nebenan: Hausgemachte Pasta und frischer Fisch mit köstlichen Saucen, dazu guter Wein. Die Einrichtung ist schon leicht schrabbelig, aber gemütlich. Der Service ist meist schnell und nonchalant, wenn es voll ist auch manchmal leicht forsch. Wenn der Besitzer Antonello gut aufgelegt ist, wird auf italienisch gescherzt und gelacht. Mittags trifft man hier viele Medien- und Agenturleute und irgendwie erinnert mich das Restaurant an die kleinen italienischen Restaurants in Downtown New York. Einen „Paten“  hab ich hier noch nicht gesehen, aber das liegt wohl daran, dass das Restaurant im harmloseren Portugiesenviertel liegt.

Pastalozzi, Reimarusstr. 10, 20459 Hamburg