Lange Nacht der Museen

Elbjazz Liveact in der Sammlung Falckenberg

Hamburger Nächte sind sind toll. Besonders wenn es die lange Nacht der Museen gibt. Gut, es kann schon mal passieren, dass Wind aufkommt oder sonstige Kälte-Einbrüche. Aber da kennen die Hamburger ja nix, so ein bisschen Sturm und/ oder Regen hält hier niemanden zu Hause. Ob sanfte vorsommerliche Abendstimmung oder eher raue Hamburger Hafennacht – jede Lange Nacht der Museen war bisher toll. Wir haben neue Bands gehört, sind versehentlich viel länger geblieben, als geplant, weil im Innenhof des Hamburger Rathauses diese tolle Jazzkombo spielte. Darüber haben wir sogar die Führung zu den Räumen in den oberen Etagen verpasst. (Tss, habe ich halt noch nie das Bürgermeisteramtszimmer von innen gesehen). Auf einer Langen Nacht der Museen war es auch, dass ich das Hafenmuseum entdeckt habe. In einem alten Hafen-Speicher auf dem Kleinen Grasbrook wird die Geschichte des Hafens in Objekten und Fotos nacherzählt.

Dieses Jahr haben wir das Internationale Maritime Museum zum ersten Mal besucht. Von außen hatte ich das Gebäude in der Hafencity schon öfter besichtigt. Innen verteilen sich auf neun (neun!) Ausstellungsdecks beeindruckend viele (Öl-) Schinken und noch mehr Schiffe.

Mathilde mag die Dechiffriermaschine

Dechiffriermaschine im Maritimen Museum

Kleine aus Elfenbein geschnitzte Miniaturen, größere Modelle aus Holz und Metall. Wir haben immer neue Details entdeckt. Zwischendurch lief uns eine Rotkreuzschwester aus dem vorletzten Jahrhundert über den Weg, auch Hellmuth von Mücke, Offizier der Kaiserlichen Marine, kam des Weges und lud uns sehr herzlich zur Lesung seiner Erinnerungen ein. Aber wir wollten weiter. Auch wenn gerade die Kilkenny Band aufspielte. So viel anderes wartete auf uns. In schwachen Momenten macht mich das Überangebot schier fertig, man könnte was verpassen. (Sie machen sich kein Bild davon, wieviele schlaflose Nächte mir das Elbjazz jetzt schon bereitet, dieses Angebot … und dann auch noch alles gleichzeitig.)

Der Weg ist das Ziel, schon klar. Deshalb haben wir

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Eine Praline vom Elbsalon – Das Schokoladenmuseum in Hamburg

Neun von zehn Leuten mögen Schokolade. Der Zehnte lügt.“ – sagt John Tullius, ein amerikanischer Künstler. Und es stimmt! Bisher habe ich das schon immer gedacht.

Ich lebe seit vielen Jahren in Hamburg und fahre fast täglich am berühmten Bau des Chilehauses in Hamburg vorbei. Erst jetzt habe ich entdeckt, dass dort ein Schokoladen- Museum, das „Chocoversum“ untergebracht ist. Dort wird täglich eine ca. 90 Minuten lange Führung angeboten. Man erfährt, wie Schokolade hergestellt wird, von der Plantage bis zur fertigen verpackten kleinen Tafel. Sie können selbst eine Schokolade aus Edelvollmilch kreieren und mit Ihrem Name versehen und in einem Kühlschrank lagern. Unterwegs probieren Sie die Schokolade in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen von der rohen Bohne, über die grobe erste Mischung, bis zum Resultat nach einem 72-stündigen Wälzen.

Der traditionsreiche Schokoladenhersteller Hachez aus Bremen hat in Hamburg seine historischen Maschinen zur Verfügung gestellt und hiermit zu den Hamburger Sehenswürdigkeiten und zur Museumslandschaft wesentlich beigetragen. Hier können große und kleine Schokoladengenießer mit Spass und Freude einen „Schokorundgang“ machen. Man kann zwar nicht alle 400 Aromen, die in der Schokolade angeblich enthalten sind, mit nach Hause mitnehmen, aber man bekommt zumindest eine Ahnung davon. Am Ende der Führung kann man dann seine eigene Tafel selbst verpacken.

Besonders schön ist der Museumsshop. Er ist, glaube ich, der Beste von allen, die ich je gesehen habe. Am liebsten möchte man alles mitnehmen. Auf jeden Fall weiß ich, wo ich ab jetzt, ein besonderes Geschenk kaufen kann. Die Auswahl reicht vom Schokoladen-Pesto über -Bier bis hin zum -Schnaps und zu feinsten Kosmetikprodukten. Ich war mit meinem Sohn und Neffen zusammen da und raten Sie mal auf dem Foto, welches meine Schokolade ist? Eine Packung mit Schokonudeln ist auch in meiner Tüte und ein Rezept dazu schon im Kopf. Und dann können Sie mich besuchen kommen. Ich bin dann bestimmt eine noch bessere Gastgeberin als bis jetzt.

Weitere Infos: http://www.chocoversum.de/

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Art’s Unstoppable Zombie

Johannes Brahms Museum in Hamburg-Neustadt

Autor: Ryan Gresham. You have to wonder why so many people insist that classical music is dead, when there it always, unmistakably, is – still waltzing, still bassooning – in the soundtracks of scores of modern films. There it is, still alive, slinking in during that sad scene, and stomping around during that breathless one – unspooling slowly in the final credits. Today it’s just John Williams and Howard Shore instead of Handel and Liszt; Maurice Jarre and Hans Zimmer, not Mahler and Mendelssohn. Classical music isn’t dead: it’s just dragging itself through darkened movie theaters like a zombie from a horror flick whom the townsfolk thought was good and buried.

If you’re keen to see where many of today’s film composers of the classical bent got their chops, just look at the past masters. And if you’re in Hamburg, you can get an up-close glimpse of one of those early auteurs by stopping by the charming Johannes Brahms Museum on the Peterstraße.

Brahms, by any account, certainly gives the Hansestadt on the Elbe a serious dose of cultural cred: the native Hamburger, along with Bach and Beethoven, is one of Hans von Bülow’s “Three Bs” – that fabled troika of musical mavericks that has come to signify orchestral music at its most soaring. And the Brahms Museum, to its credit, has done a good job of chronicling the composer’s lofty spot in the pantheon; you’ll find biographical tidbits galore on display, including one of Brahms’s early keyboards: a gorgeous Baumgardten & Heins Tafelklavier that looks heavier than an Airbus 380.

If you catch a horror film this Halloween, be on the lookout for ghosts of another kind while watching: the spirits of Johannes Brahms and his cohorts haunting the soundtrack maybe. You might also be reminded that movie zombies aren’t the only things in the art world that refuse to die.

Johannes Brahms Museum, Peterstraße 39, Hamburg