Feierabendkonzerte im Oberhafen

In der Dämmerstunde zwischen Feierabend und Heimweg kann man hier sympathischen Leuten begegnen, Hafenatmosphäre einsaugen und für ein knappes Stündchen von erstklassigen Musikern die Ohren vom Lärm des Alltags befreien lassen.

Am kommenden Mittwoch wartet der britische Pianist Nicholas Ashton mit einem spannenden Programm auf.

Der Hamburger Kammerkunstverein und Halle 424 machen gemeinsame Sache und nutzen den urbanen Charme des Oberhafens, um Konzertgängern eine Kunstkammer abseits der ausgetretenen Pfade zu bieten.

Im alten Lagerschuppen im Oberhafen gibt es nicht nur anspruchsvolle Musik, sondern auch gute Gespräche bei Bier oder einem Glas Wein. Begegnung statt statt Überwältigung, Liebe statt Bewunderung, quer statt glatt, langsam statt laut heißt das Motto.

Der Oberhafen liegt direkt hinter den Deichtorhallen und ist von der U-Bahnstation Meßberg aus in fünf Minuten erreicht. Auf dem Gelände angekommen, findet sich links die Oberhafenkantine. Dann geht es, entlang der linken Laderampe, 250 m geradeaus bis zum blauen Tor 24 der Güterhalle 4.

Mi, 19. August 2015, 18 – 19 h, Halle 424, Stockmeyerstraße 43, Tor 24, 20457 Hamburg

Joseph Haydn, Sonate Hob. XVI:41 B-Dur
Arnold Schoenberg, 6 kleine Klavierstücke op. 19
Robert Schumann, Papillons op. 2

Hélène Grimaud

Hélène Grimaud, Foto: Mat Hennek

Die französische Star-Pianisten ist leidenschaftlich und hingebungsvoll und spielt Klavier mit einem starken, fast poetischen Ausdruck und technischer Perfektion. Aber mehr als das: Sie ist ein Multitalent und eine starke, sehr engagierte und eine sehr schöne Frau. Als Natur- und Tierschützerin setzt sie sich für Wölfe ein und gründete das Wolf Conservation Center in New York State. Sie setzt sich aber auch für sozialen Wandel ein und ist Mitglied der Organisation »Musicians for Human Rights«, einem weltumspannenden Netzwerk von Musikern, das sich für Menschenrechte stark macht. Obendrein schreibt sie auch noch Bücher.

Hélène Grimaud gibt Klavierkonzerte auf der ganzen Welt, oft mit berühmten Dirigenten. In Hamburg präsentiert sie  ein facettenreiches Solo-Programm rund um das Element »Wasser« – mit Werken von Debussy, Ravel und Liszt. Vor zwei Jahren habe ich Hélène Grimaud zum ersten Mal in Berlin live spielen gehört und war regelrecht gefangen von ihr. Meine Empfehlung: Schnell noch eine der restlichen Karten sichern.

Hélène Grimaud, Die Meisterpianisten,  8. Juni 2015 um 19.30 h / Elbphilharmonie Konzerte, Laeiszhalle Hamburg