Ein besonderer Jazzabend: Dini Virsaladze in Hamburg

 

Dini ist eine bekannte Jazz Pianistin aus Tbilisi (Tiflis, Georgien). Sie musizierte schon oft mit weltbekannten Musikern wie: Amit Chatterjee (Vokalist & Guitarist in Joe Zawinul’s „Syndicate“), Manolo Badrena (Percussionist in Joe Zawunul’s „Weather Report und später „Syndicate“; Mitchell Long, Harry Smith, Rain Sultanov, Walter Sitz (Schlagzeuger), Christian Wendt (Bassist), Alex Han (Saxophonist, Marcus Miller’s Band), Roberto Puggioni…

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Am 29. Januar ab 21:00 Uhr, wird Dinni eine Jamsession im Galerie und Jazzclub Nancy Tilitz spielen. Dieser Club ist für viele Hamburger noch ein Geheimtipp, erfahren sie hier mehr über den Jazzclub.

Dies wird ein erlebnisvoller Abend, nicht nur für Jazzliebhaber.

Die Nancy Tilitz Galerie befindet sich am Dammtorbahnhof, Hintereingang, außen neben der Effenberger Backerei.

Kein Eintritt / mit Spendenbasis.

Für Rückfragen stehe ich ihnen jederzeit zur Verfügung: Tel 040 2299010 Mobil 0179 5133146 www.nancy-tilitz.de www.fancynancy.de oder 0171 851 3635.

 

 

Jazz im Oberhafen

von 2. September 2015 0 , , Permalink 7

Das Tolle am Jazz ist ja, dass er so stark mit der Improvisation lebt. Es ist gar nicht so einfach zu sagen, was Jazz auszeichnet. Das Tonsystem? Die Noten sind dieselben, die auch in der klassischen europäischen Musik gespielt werden. Das lässt sich auch für Melodik und Harmonien sagen. Die Rhythmen sind oft anders, es wird geswingt und gegroovt. Das stimmt schon.* Vor allem aber lebt der Jazz in all seinen Spielarten davon, dass sich die Musik im Moment des Zusammenspiels entwickelt. Jazzer halten sich nicht sklavisch an Noten. Nee, sie improvisieren, jammen, spielen nach dem Gefühl des Augenblicks und den Vorlagen der Mitspieler. Wie gut, dass der Saxophonspieler Benjamin Koppel, Kirk Knuffke am Kornett, Toby Andersson am Bass und Ferenc Nemeth am Schlagzeug alles gestandene Jazzspieler sind. Denn am vergangenen Samstag standen sie zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne. Nach nur anderthalb Tagen Probe.

Tina Heine begrüßt die Gäste

Die Elbjazz-Macher rund um Tina Heine hatten zu einem neuen Tracks 424-Konzert in die gleichnamige Halle am Oberhafen eingeladen. Allein die Halle 424 ist einen Besuch wert. Jedes Mal bisher war sie anders und jedes Mal ganz poetisch dekoriert. Hier lächelt ein weißer Engel still auf das Publikum, dort bilden knorrige Äste ein Hirschgeweih. Das Ende eines lauen Sommerabends bahnte sich an, als das erwartungsfrohe Publikum langsam in die Halle kam. Tina Heine zündet eben noch ein paar Kerzen an, es wurde Wein ausgeschenkt und Quiche gereicht. Alles so, wie ich es mir bei einer netten Einladung unter Freunden wünscht.

Und dann betreten die vier Musiker die Bühne, hinter ihnen schickt die Sonne das letzte warme Abendlicht in den Raum. Und alles klingt richtig. Warm und leise tropfen die warmen Töne des Kornetts in den Raum, immer wieder angetrieben von Benjamin Koppels Saxophon. Gelegentlich setzt Ferenc Nemeth auf seinen Schlagzeugen den Rhythmus, unterstützt vom sonoren Bass Toby Anderssons, der irgendwann die rhythmische Führung übernimmt, bis das Saxophon sich in den Vordergrund spielt. Improvisiert wirken höchstens die lustigen Ansagen von Benjamin Koppel: „Hi … oh dieses Mirko riecht nach kaltem Kaffee, ähm, unser nächster Song heißt „Go“ aber es wäre nett, wenn Sie dablieben.“ Schließlich wollen die vier Jungs unbedingt weiter spielen, das spüren wir im Publikum in jeder Minute.

Am Ende des zweiteiligen Konzerts kündigt Benjamin Koppel das letzte Stück an: „Wir spielen jetzt noch einen Song und dann werden wir von der Bühne gehen. Aber es wäre sehr nett, wenn Sie sich an die Konvention halten könnten, um eine Zugabe zu klatschen. In Wahrheit haben wir nämlich noch einen Song im Gepäck, den wir sehr gerne für Sie spielen möchten.“ Wir haben uns nicht an die Gepflogenheiten gehalten. Und auch nach dem nun aber wirklich als letztem Stück geplanten Song so lange geklatscht, bis die Musiker wieder auf die Bühne kamen.

  • *Aber im Zweifel kommen auch Triolen und Rhythmus – Verschiebungen schon mal in der Klassik vor.
    ** Natürlich hat er es eigentlich auf englisch gesagt. Also etwa so: „Hi … oh this Microphon smells of old coffee, ähm, our next song is called „Go“ but it would be nice if you stayed.“

MOJO ESSENTIALS MIT DEN ORIGINAL JAZZROCKERS

Bei den Mojo Dancefloor Jazz Nächten ist der Star des Abends und Taktgeber unter der glitzernden Discokugel die Musik. Am kommenden Samstag legen die ORIGINAL JAZZROCKERS auf und Genreüberschreitungen stehen bei ihnen auf der Playlist: egal ob Sweet Soul, Deep Funk oder Funky Latin und Bossa, es finden sich bassfrequenter Elektrofunk neben HipHop und Breakbeat auf den rotierenden Plattentellern wieder: Brandneue Remixe und vergessene Lieblinge der Nacht pushen das Publikum. Kennzeichen ist der Groove. Die Plattenkoffer der ORIGINAL JAZZROCKERS sind bis zum Rand gefüllt mit dem Schwarzem Gold, das den Stoff für die MOJO DANCEFLOOR JAZZ NÄCHTE liefert. Keep jazzin’ and keep dancin’…

13.06.2015 ab 23.00 h MOJO ESSENTIALS: THE ORIGINAL JAZZROCKERS

Giora Feidmann

Am Anfang freut er sich ein Loch in den Bauch. Giora Feidmann betritt die Bühne in der Alten Maschinenhalle, umarmt sich selbst und freut sich mit seinem ganzen Körper über den begeisterten Applaus. Er hat noch keinen Ton gespielt, aber das Publikum ist schon jetzt aus dem Häuschen.

Dann wird es still. Seine Klarinette jubelt

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Die schwarze Schule

Das Elbjazz Festival rückt näher. Bis zum Beginn des Festivals am 29. Mai, also heute!, haben wir hier und im Mathilde Mag seit dem 1. Mai jeden Tag einen oder zwei Künstler vorgestellt. Heute Den Sorte Kole.

Die beiden dänischen „Plattendreher“ Simon Dokkedal und Martin Højland sind gelegentlich schon mal als Sample Druiden bezeichnet worden. Wer sich die Musik der beiden Djs aus der Schwarzen Schule, nicht anderes heißt Den Sorte Skolen auf dänisch, anhört, kann sich der Meinung womöglich anschließen. Ihre Platten nennen sie Mixtapes und zählen sie als Lektionen durch. Angekommen sind sie gerade bei Lektion III . Diese Album brachte ihnen ihnen nicht nur Anerkennung sondern auch spannende Zusammenarbeiten wie mit Trentemøller und den Job als „composers in residence“ beim Danish National Chamber Orchestra ein.
Zu Jacky Terrasson & Stéphane Belmondo bitte hier entlang.

Bleibende Vergänglichkeit

Das Elbjazz Festival rückt näher. Bis zum Beginn des Festivals am 29. Mai werden wir hier und im Mathilde Mag jeden Tag einen oder zwei Künstler vorstellen. Heute Gianni Mimmo und Alison Blunt.

Anhaltende Vergänglichkeit – so kann man die Welt auch beschreiben. Der Sopransaxofonist Gianni Mimmo und die Geigerin Alison Blunt sehen die Welt wohl so. Jedenfalls haben sie ihr Album Lasting Ephemerals genannt, das sie in einer Kirche in London aufgenommen haben. Freie Improvisationen, die Moment, Raum und Stimmung als Inspiration nutzen, sind bei den Aufhahmen entstanden
Zur Old Merry Tale Jazzband bitte hier entlang.

Geräuschkulisse

Das Elbjazz Festival rückt näher. Bis zum Beginn des Festivals am 29. Mai werden wir hier und im Mathilde Mag jeden Tag einen oder zwei Künstler vorstellen. Heute Heenan Melbye Windfeld.

Wenn man’s genau nimmt, ist alles, was uns umgibt Klang. Insektensummen, Uhrticken, Blätterrascheln oder das Rauschen von Wasser – alles klingt. Und wenn man noch genauer hinhört, dann hören sich solche Geräusch total abstrakt an. Das ist die Welt, wie Chris Heenan, Christian Melbye und Adam Pultz Windfeld sie hören. Das Trio taucht tief ein in die Töne und improvisiert mit ihnen summende, tickende, raschelnden, rauschende Klang-Kompositionen.
Zu Eva Kruse bitte hier entlang.

Vierte Welt

Das Elbjazz Festival rückt näher. Bis zum Beginn des Festivals am 29. Mai werden wir hier und im Mathilde Mag jeden Tag einen oder zwei Künstler vorstellen. Heute Jon Hassel.

Er nennt seine Musik vierte Welt und wie aus einer anderen Welt klingen seine minimalistische Arrangements gelegentlich. Jon Hassels Musik ist eine Kreuzung aus althergebrachter Klassik und digitalem Neuen, Orient und Okzident, sorgfältig komponiert und spontan improvisiert. Er selbst nennt seine Musik „coffee-colored classical“. Darunter können Sie sich nichts Rechtes vorstellen? Dann kommen Sie Samstag Abend um 11 ins Hafenmuseum und hören Sie selbst.
Zu Manu Delago bitte hier entlang.

Tonmalerei

Das Elbjazz Festival rückt näher. Bis zum Beginn des Festivals am 29. Mai werden wir hier und im Mathilde Mag jeden Tag einen oder zwei Künstler vorstellen. Heute das Pablo Held Trio.

Wenn Architektur in Stein gegossene Musik ist wie manche sagen (schauen Sie mal auf die Elbphilharmonie, wenn sie beim Elbjazz sind, dann sehen Sie, was ich meine), dann ist Musik, Jazz allemal, in Töne getropfte Malerei. Natürlich nicht bei jedem Musiker tropfen Töne, bei manchem Rocker knallen sie rockend ins Tal, im Swing drehen sie sich fröhlich um sich selbst. Beim Jazz Pianisten Pablo Held aber, da kann das passen. Das Konzert am Samstag wird ein klangliches Erlebnis, da bin ich ganz zuversichtlich
Zum Pascal Schumacher Quartett bitte hier entlang.