IMPERFECT CHAOS // OPENING NIGHT


Die Hafen City lockt mit einer neuen Topadresse. Und heute ist die perfekte Gelegenheit, I raum I, das kreativ schaffende Kollektiv, in all seinen Facetten kennen zu lernen. Denn I raum I öffnet heute Abend ab 18 Uhr die Türen für ROCKET_0027 und seine Raketenwerke. In Schwarz und Weiß, in allen Formaten, bis zu drei Meter Höhe, beeindrucken die Grafiken mit Details und Raffinesse. Mal mehr, mal weniger abstrakt drehen sich alle Werke um – wie könnte es anders sein – Raketen und die Fahrt ins All. Dazu gibt es Musik von Clashes, die Zwillinge von Art & Brothers, Hamburgs unaufhörlich brodelndem Veranstalter-Kollektiv.

Wir dürfen uns also auf eine Abend nicht von dieser Erde freuen.

I raum I bittet um Anmeldung unter rsvp@raum-hamburg.com.

 

Shanghaiallee 18
20457 Hamburg

Debütantensalon

Ursula Ackrill liest im Rahmen des Harbourfront Literatur Festivals Bild: U. Mathilde Ammermann

Ursula Ackrill liest im Rahmen des Harbourfront Literatur Festivals
Bild: U. Mathilde Ammermann

Es ist nicht unbedingt so, dass man ungeheuer jung sein muss für die Teilnahme am Debütantensalon. Einzige Bedingung: Einen tollen ersten Roman sollte man geschrieben haben. Das Harbourfront Literaturfestival lädt an vier Abenden jeweils zwei Autoren ein ihrer Erstlinge vorzustellen. Ausgewählt wurden diese Debütromane aus mehr als 40 Einsendungen. Und einer dieser acht Romane von Julia Jessen, Krisitne Bilkua, Mirna Funk, Ursula Ackrill, Stefan F. Etgeton, Juan S. Guse, Karin Kalisa und Massum Faryar wird den mit 10.000 Euro dotierten Klaus-Michael Kühne Preis erhalten. Der Preis wird am kommenden Sonntag im Rahmen einer Matinee mit der Schriftstellerin und Lyrikern Nora Bossong in der Kühne Logistics University – KLU übergeben. Ganz sicher wird es bis dahin der Jury aus Journalisten des Hamburger Abendblatts, von NDR Kultur, Spiegel Online, dem Stern und Zeit Campus außerordentlich schwer fallen einen Roman auszuwählen. Sind sie doch jeder auf seine ganz spezifische Art literarische Spiegel ganz bestimmter Lebensumstände.

Im 1. Debütantensalon stellte Julia Jessen ihren Roman „Alles wird hell“ vor. „Ein eigenwilliger Roman über eine eigenwillige Frau mit eigenwilligen weiblichen Vorfahren. (…)“ wie NDR Kultur es sieht. Kristine Bilkau erzählt in ihrem Roman „Die Glücklichen“ vom Leben in einer Kleinfamilie.

Ursula Ackrill 2

Am zweiten Abend des Debütantensalons stellte Ursula Ackrill ihren Roman „Zeiden, im Januar“, vor. Sie erzählt von wenigen Tagen des Jahres 1941 in einer siebenbürgischen Kleinstadt. In ihrer eigentümlichen, altmodisch wirkenden Sprache lässt Ackrill eine untergegangene Welt auferstehen, analysiert ihren Untergang kühl und doch verständnisvoll.

Mirna Funks Debütroman spielt im Hier und Jetzt. „Winternähe“ erzählt vom Jüdisch-Sein in Deutschland, vom Krieg in Israel und wie beides miteinander zusammenhängt.

Heute Abend werden Stefan Ferdinand Etgeton und Juan S. Guse im Rahmen des 3. Salons ihre Geschichten vorstellen. Etgeton folgt den „Rucksackkometen“ Fiete und seinem Freund auf Europatour. Juan S. Guse beschreibt in „Lärm und Wälder“ eine Gesellschaft in Alarmbereitschaft und erzählt von Orten der Leere und Hysterie, an denen die Lebensentwürfe seiner Figuren zu scheitern drohen.

Der vierte Debütantensalon am kommenden Donnerstag könnte genau wie der zweite mit „Die Heimat in der Fremde“ überschrieben werden. Karin Kalisa erzählt in „Sungs Laden“ eine Geschichte um eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Berliner Grundschule Schüler und Lehrer verzaubert. Massum Faryar hat mit „Buskaschi oder der Teppich meiner Mutter“ ein orientalisches Epos vorgelegt.

Es geht uns gold!

 

Oder wie Meike Winnemuth es ausdrückt, wir haben „das unverschämte Glück auf der Welt zu sein“. In ihrem neuesten Buch Um es kurz zu machen hat die Autorin ihre Kolumnen aus der Myself, dem Stern und dem SZ Magazin zusammen getragen. Die ehemalige Ein-Kleid-Besitzerin, ehemalige Weltreisende, ehemalige Bloggerin erzählt vom Glück am Leben zu sein… äh und manchmal von den kleinen und großen Aufregern damit.

Gestern Abend kam Frau Winnemuth in die St. Katharinen Kirche zum Harbourfront Literaturfestival um einige ihrer Texte vorzulesen. Wir alle hatten einen vergnüglichen Abend und ich ein paar Erkenntnisse.

Erstens: Das Hirn eines Kolumnenschreibers funktioniert wie der Münzföhn im Städtischen Schwimmbad. Es läuft eine Weile heiß … und dann geht er aus. Sagt zumindest Axel Hacke, erzählt Meike Winnemuth.

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Harbourfront

Es ist das verflixte 7. Jahr. Vom 9. September bis zum 10. Oktober kommen deutsche und internationale Autoren zu über 70 Veranstaltungen in den Hamburger Hafen um mit uns gemeinsam die Literatur zu feiern. Die wichtigsten Neuerscheinungen des Buchherbstes werden uns vorgelesen. Bekannte Autorinnen wie Nora Gomringer, die kürzlich den Ingeborg Bachmann-Preis erhalten hat, Meike Winnemuth, deren Kolumnen im Stern und anderswo veröffentlicht werden, kommen nach Hamburg. Neben namensbekannten deutschen Schriftstellern wie Klaus Modick, Ilija Trojanow oder Rafik Shami kommen internationale Größen – unter anderem Alex Capus, Åke Edwardson, Kazuo Ishiguro und Philip Kerr. Im Debütantensalon werden auch dieses Jahr wieder acht Anfängerautoren und Nachwuchsschriftstellerinnen ihre Arbeiten vorstellen. Eine dieser literarischen Arbeiten wird mit dem Klaus- Michael Kühne-Preis und 10.000 € anerkannt werden. Das Kinder- und Jugendprogramm des Festivals lädt zwölf internationale Autoren ein. Auch beim siebten Mal, es wird toll! Da bin ich zuversichtlich. Besorgen Sie sich eine Karte und haben sie Spaß.

 

 

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Autoren sind auch nur Menschen

Hamburger Theaternacht

Ohje, ich fange jetzt schon an, Freizeitstress zu entwickeln. Samstag Nacht laden die Hamburger Bühnen zur Theaternacht ein. Und es gibt wie immer so viel zu entdecken. Das alte Festival Problem: Viele tolle Events gleichzeitig! + Das Grundgesetz der Physik, wonach ein Körper zu einer Zeit nur an einem Ort sein kann. = Freizeitstress.
Ganz sicher möchte ich im Hoftheater Ottensen vorbei schauen, denn das macht dieses Jahr zum ersten Mal mit. Genauso wie das Kindertheater Wackelzahn (ich werde voraussichtlich ohne Leihkinder unterwegs sein, also muss das für mich persönlich nicht stattfinden) und die Elbarkarden Lounge in der Hafencity. Der Lounge werde ich bestimmt einen kurzen Besuch abstatten.
Unter den altbekannten Mitspielern (← Achtung Wortwitz) gibt es ja so viele tolle Miniaufführungen zu entdecken – Schauspielhaus, Thalia, Hamburgische Staatsoper zeigen Ausschnitte aus kommenden Produktionen. Man darf Probenräume, Werkstätten und Ecken erkunden, die man sonst als Zuschauer eher nicht zu sehen bekommt.
Ach, es wird toll. Da bin ich mir sicher.

Feierabendkonzerte im Oberhafen

In der Dämmerstunde zwischen Feierabend und Heimweg kann man hier sympathischen Leuten begegnen, Hafenatmosphäre einsaugen und für ein knappes Stündchen von erstklassigen Musikern die Ohren vom Lärm des Alltags befreien lassen.

Am kommenden Mittwoch wartet der britische Pianist Nicholas Ashton mit einem spannenden Programm auf.

Der Hamburger Kammerkunstverein und Halle 424 machen gemeinsame Sache und nutzen den urbanen Charme des Oberhafens, um Konzertgängern eine Kunstkammer abseits der ausgetretenen Pfade zu bieten.

Im alten Lagerschuppen im Oberhafen gibt es nicht nur anspruchsvolle Musik, sondern auch gute Gespräche bei Bier oder einem Glas Wein. Begegnung statt statt Überwältigung, Liebe statt Bewunderung, quer statt glatt, langsam statt laut heißt das Motto.

Der Oberhafen liegt direkt hinter den Deichtorhallen und ist von der U-Bahnstation Meßberg aus in fünf Minuten erreicht. Auf dem Gelände angekommen, findet sich links die Oberhafenkantine. Dann geht es, entlang der linken Laderampe, 250 m geradeaus bis zum blauen Tor 24 der Güterhalle 4.

Mi, 19. August 2015, 18 – 19 h, Halle 424, Stockmeyerstraße 43, Tor 24, 20457 Hamburg

Joseph Haydn, Sonate Hob. XVI:41 B-Dur
Arnold Schoenberg, 6 kleine Klavierstücke op. 19
Robert Schumann, Papillons op. 2

Heimathafen Hamburg

Für viele ist Hamburg der Heimathafen, für waschechte Hamburger genauso wie für zugezogene Quiddjes. Mir geht es da wie vielen Wahl-Hamburgern, ich hänge an meiner alten Heimat, aber eben auch an meiner (gar nicht mehr so) neuen Heimat Hamburg. Dieses Heimatgefühl kann man sehr schön schmücken. Etwa mit den Segeltaschen, die Susanne Heußler in ihrem Laden Heimathafen Hamburg näht und anbietet. Die schmucken weiß-roten oder weiß-blauen Taschen gibt es von Kulturbeutel-klein bis Messenger-groß. Aber natürlich kann man aus alten Segeln auch noch ganz andere Sachen nähen.

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Per App besondere Läden in Hamburg entdecken

Auch im Zeitalter großer Handelsketten und Online-Shops hat das Stöbern in kleinen alternativen Läden seinen Reiz nicht verloren. Oftmals wissen wir jedoch nicht genau, wie viel unser Viertel wirklich zu bieten hat und welche Seitenstraße sich vielleicht besonders lohnt erkundet zu werden. Aber, es gibt sie noch – die kleinen Läden mit Charme.

Zwei junge Hamburger haben dafür eine App namens FINDELING entwickelt, die als Wegweiser zu Hamburger Geheimtipps abseits des Mainstream dienen soll. So soll ausgefallenen kleinen Geschäften zu mehr Aufmerksamkeit im Internet verholfen und der „buy local“-Gedanke gefördert werden.

Die App für iPhone und iPad funktioniert zunächst wie eine Suchmaschine: Über eine Produkt- oder Markensuche kann gezielt nach passenden  Geschäften um Umkreis gesucht werden. Wurde ein neuer Lieblingsladen entdeckt, kann man diesem folgen, um alle Neuigkeiten und Angebote dieses Geschäfts in der App zu erhalten. FINDELING will so als Inspirationsquelle vor dem Einkaufsbummel dienen und zum Ladenbesuch in der Nachbarschaft einladen.

Bei FINDELING lassen sich aktuell etwa 150 Geschäfte im Hamburger Südwesten, vor allem in den Stadtteilen Sternschanze, St. Pauli, Altona und Eimsbüttel finden. Die App steht  kostenlos für iOS-Geräte oder unter www.findeling.de zur Verfügung.

Neuigkeiten

RHIANNON GIDDENS

von 19. Juni 2015 0 , , Permalink 5

Rhiannon Giddens Herz schlägt für Folk, Blues und die Wurzeln der US-amerikanischen Musik. Schon seit Beginn standen Neuinterpretationen und Umgestaltung traditioneller Stücke im Fokus ihres künstlerischen Werkes. Heute verkörpert GIDDENS ein echtes amerikanisches Original – eine Künstlerin mit einer beeindruckenden Stimme, die Amerikas musikalische Vergangenheit in die Zukunft transportiert. Im Juli ist RHIANNON GIDDENS für einen exklusiven Konzertabend in Hamburg im Mojo Club zu Gast und wird die Stücke ihres Solo-Albums live präsentieren.

08.07.2015 RHIANNON GIDDENS im Mojo-Club, Reeperbahn 1, Hamburg; Einlass ab 19.00 h

Hinter den Kulissen

Die meisten von uns stellen sich wunders was vor, was Backstage passiert. Anders lässt sich die seit Teenagertagen ungebrochene Faszination vieler Fans nicht erklären. Regelmäßig verlosen Radiostationen „Meet and Greet“-Treffen mit den Künstlern hinter der Bühne. Wer es genauer wissen möchte, komme morgen Abend in die Galerie mon | arc

Die Fotografin Ulla C. Binder fotografiert seit 2011 hinter den Kulissen des Elbjazz Festivals. Ihre Bilder erzählen vom Leben vor und nach dem Auftritt. Hier werden schnell noch mal die Schuhe poliert, ein kleines Tänzchen zwischen Verstärkern und Instumenten, jemand turnt sich ein bisschen warm, Wasserflasche, Chips, alles liegt irgendwie rum. Francesco Tristiano schaut versonnen von den Tasten auf, Viktoria Tolstoy albert am Dixiklo.
Hört sich alles irgendwie unglamourös an? Möglich, aber sind es nicht genau diese intimen Momente, die aus Bühnen-Stars wieder normale Menschen und Musiker werden lassen? Zum Ende der Ausstellung in der Galerie mon | arc legt DJ LeMiamMiam morgen Abend noch mal in der Galerie auf. Wenn Sie die Bilder noch einmal in der gebührenden Größe bewundern wollen, dann nichts wie hin in die Poolstraße 11 in Hamburg.