Die MILCH macht’s

 

Wer öfter durch die Ditmar-Koel-Straße im Portugiesenviertel flaniert, an dem ist nicht vorüber gegangen, dass sich in Nummer 22 ein Wechsel vollzogen hat. Bis vor kurzem verkauften dort die Meyers noch belegte Brötchen und Kaugummis in ihrem kioskähnlichen Laden, über dem die Schilder „Milch Feinkost“ aus den Fünfzigern prangten. Die Schilder sind geblieben – neu herausgeputzt – doch die Meyers haben sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Übernommen hat Nico Ueckermann, der den neuen Tresen selbst gebaut hat und mit Liebe die hellblauen, entzückenden Fliesen ausgesucht hat, die den Laden jetzt zieren. Getreu den Schildern heißt er jetzt MILCH und ist ein Café.

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Dort bietet der Inhaber ausgewählte Kaffeesorten und kleine Köstlichkeiten an. Als wir vorbeikommen, backt er gerade die Möhrentorte. Das MILCH ist ein stylisches Café, das mit seinem Flair an hippe Metropolen Skandinaviens erinnert. Passend dazu sitzt oft ein Gast mit Macbook unter den schönsten Lampen der Stadt und entwickelt – vermutlich – die nächste coole Kreativkampagne. Im MILLCH gelingt der Balanceakt zwischen schlichter Designmöblierung und gemütlicher Atmosphäre. Auch Vierbeiner sind hier willkommen: regelmäßig tauchen die Hunde der Gäste auf dem Instagramfeed des Cafés auf.

Bobby, einer der Hunde-Gäste

Bobby, einer der Hunde-Gäste

Einen richtig guten Chai Latte trinken, dabei die Menschen draußen vor dem großen Fenster beobachten und sich ein bisschen wie in den Fifties fühlen – das geht im MILCH.

MILCH, täglich 9 bis 18 Uhr, Ditmar-Koel-Straße 22, unweit des Hafens im Portugiesenviertel

 

Die Krabbenbrötchen auf der BRÜCKE 10

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Brücke 10. Foto: Cem (@cbasman auf Instagram)

Stimmt, man fühlt sich immer ein bisschen komisch, wenn man sich als Hamburger wie ein Eingeweihter zielstrebig, ohne einen Blick nach links und rechts zu werfen, durch die vielen Touristen wühlt und dann ohne einen Blick auf die Tafel kurz ein Krabbenbrötchen bestellt, natürlich nicht, wie die Touristen es machen mit Sekt dazu. Ja, die Landungsbrücken  sind total überfüllt, nervig und es stinkt hier gewaltig nach Schiffsdiesel. Touristen werden hier abgezockt und abgefüllt und 7,50 für ein Krabbenbrötchen erscheint einem natürlich viel zu teuer. Anderseits, wie kann den ersten Biss in dieses unglaublich üppige, mit frischen, knackigen Krabben belegte, warme Brötchen beschreiben? Unschlagbar. Eine kleine Offenbarung. Dazu ein eiskaltes Bier und die Welt ist irgendwie wieder in Ordnung. Und dann genießt man ganz kurz auch den Blick auf die vorbeifahrenden großen Pötte. Immer elbabwärts auf den Landungsbrücken. Die letzte Bude. Es lohnt sich! Brücke 10. Eingeborene treffen sich nur dort. Ja, es gibt auch anständigen Riesling und Chardonnay, meine Damen. Pro-Tipp: In der Woche hingehen. Am Wochenende ist es ziemlich voll! Und die Krabbenbrötchen sind super-frisch! Die Bratfischbrötchen sind auch absolut klasse. Krabbenbroetchen_Brücke_10

Krabbenbrötchen auf Brücke 10. Foto: Cem (@cbasman auf Instagram).