Gute Aussichten

Stefanie Schröder: Ein Bild abgeben, 2014. © Stefanie Schröder

Nur weil‘s jeder macht, heißt das nicht, dass es jeder auch gut kann: Die ausgestellten Arbeiten bei „Gute Aussichten“ demonstrieren die Kraft, die nach wie vor in der Fotografie steckt, wenn sie mit Haltung und Neugier, Detailversessenheit und Geschichtsbewusstsein betrieben wird. Der Alltag ist in den Bildern mal zum Greifen nah, dann sehr weit weg, die abgelichteten Szenen erzählen dem Betrachter große und kleine Geschichten. Die Jury wählte im elften Jahr des renommierten Wettbewerbs acht Preisträger aus, eingereicht wurden 115 Arbeiten aus ganz Deutschland. Unter den Gewinnern ist Jannis Schulzes fotografischer Reisebericht „Quisqueya“ von einer geteilten Insel, die halb zu Haiti, halb zur Dominikanischen Republik gehört. In ihrer Serie „Ein Bild abgeben“ dokumentiert Stefanie Schroeder die Jobs, die sie neben ihrem Kunststudium ausgeübt hat, beklemmend und komisch (Die diesjährige Ausstellung der Preisträger umfasst über 300 Motive, zwei Videoprojektionen und drei Künstlerbücher. Wer wissen will, wo die junge Fotografie in Deutschland derzeit steht, der wird in den Deichtorhallen auf den aktuellen Stand gebracht.

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Jannis Schulze, Quisqueya, 2013/14. © Jannis Schulze
GUTE AUSSICHTEN − JUNGE DEUTSCHE FOTOGRAFIE
noch bis zum 8. MÄRZ 2015 IM HAUS DER PHOTOGRAPHIE