Eine Reise nach Georgien. Über Swanetien und Lile Pilpani.

 

Seit etwa 30 Jahren war ich nicht mehr in Swanetien. Ich hatte Angst die Veränderungen dort zu sehen und deshalb entschied mich lange nicht zurückzukehren. In den letzten sieben bis acht Jahren boomt  der Tourismus in Swanetien.

11Aus aller Herren Länder kommen immer mehr Touristen dort hin. Die Veränderungen, die ich gesehen habe, hat Swanetien bisher gut bewältigt.

Panorama von Tetnuldi aus

Panorama von Tetnuldi aus

Für den Wintertourismus sind die Skipisten und Lifts ausgebaut worden. Im Sommer kann man mit dem Lift auf den Hazwali oder den Tetnuldi hochfahren und das großartige Bergpanorama bewundern. Auch die Straßen in Swanetien wurden inzwischen gut ausgebaut. Es ist jetzt nicht mehr schwierig dort zu fahren. Beim guten Wetter fliegen drei Mal am Tag kleine Flugzeuge von der Hauptstadt Tbilisi (Natakhtari) aus bis Mestia.

 Natürliche Bedingungen und historische Faktoren haben Georgien in mehrere Provinzen unterteilt. Eine davon ist Swanetien, nord-westlich gelegen, mit wunderschönen Bergen, wie dem 4.700m hohen Ushba, dem  4.850m hohen Tetnuldi und den 5.000m hohen Dshangitau und Schkhara. An das Swanetien-Gebirge grenzt der 4.010 m hohe Berg Laila, das Egrisi-Gebirge und das Letschchumi-Gebirge.

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Dank meiner Familie und Freunden in Georgien hatte ich das Glück schon früher Zeit in Swanetien verbracht zu haben und das hat tiefe Eindrücke hinterlassen und mich geprägt. Damals bin ich mit meinem Vater zusammen mit einen kleinen Flugzeug oder Hubschrauber durch die Berge zu Dreharbeiten geflogen. Manchmal bin ich mit ihm durch die abenteuerlichen Straßen zu den Expeditionen für die Restaurierungsarbeiten in Swanetische Kirchen gefahren. Ich habe dort Ausgrabungen mitgemacht und wunderschöne antike Goldketten in der Hand gehalten.

Die Kirchen sind wirklich einzigartig!  Kleine, oft winzige Basilika frühchristlicher Zeit verbergen bis heute Schätze, die man in den großen Museen der Weltmetropolen ausstellen würde. Die Swanen waren immer ein freies, herrenloses Volk in Georgien, das durch die geographische, schwer zugängliche Lage ein eigenes Lebenssystem entwickelt hat.

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Lile Pilpani in der Kirche

Lile Pilpani in der Kirche

Georgische Könige haben oft die Heiligtümer vor den dauernden Überfällen in Swanetien versteckt. Bis heute bewahren die Familien ihre Schätze in den unscheinbaren kleinen Kirchen auf. Hier ist die ganze christliche Kultur Vorderasiens präsent. Importierte Kunst und Kulturgegenstände, aber auch eigenes, eine besondere Art von swanetischer christlicher Kultur. Man stelle sich vor: Swanen eingeschlossen von Schnee, in ihren Türmen und Kirchen sitzend und malend mit ihren Pigmenten, Silber und Gold, aus den eigenen Flüssen und Edelsteinen aus aller Welt. Sie malen Fresken und Ikonen, illustrieren Bücher und schnitzten Gebrauchsgegenstände mit sakralen Symbolen.

Als ich früher in Swanetien war -und das ist manchmal heute noch so- wollten die Swanen ihre Kirchen für die Besucher nicht immer aufschließen. Man brauchte mehrere Empfehlungen und dann auch noch die Einwilligung vom Kirchenwart. Ich kann meinen ersten Besuch in einer Kirche kaum mit Worten beschreiben, als mir damals endlich nach mehreren Anfragen aufgemacht wurde.

Fresken aus Lendjeri, Swanetien

Fresken aus Lendjeri, Swanetien

Atemberaubend! Die Bedeutung dieses Wortes habe ich damals kennengelernt und seit dem möchte ich dieses Wort nur noch sehr selten benutzen. Wenn man diesen Raum betritt, schauen dich die originalgroßen, gemalten, biblischen Figuren auf Augenhöhe  an. Man hat das Gefühl sogar ihren Atem zu hören. Man nimmt die Stille  wahr oder den Klang der Ewigkeit und man versteht auf einmal, dass die Seele unendlich ist. Die Engel sind genau so groß wie man selbst, jeder Schritt fühlt sich an wie in Schwerelosigkeit.

img_8372Es entsteht ein Gespräch, ohne Wörter,  ohne Zeit und Entfernung. Man spürt den Kontrast von kühlen statischen Wänden und der Luft drinnen und draußen und ein Sonnenstrahl erscheint wie  eine Schwelle vom Jenseits ins Hier.

Vom Goldreichtum Swanetiens wusste schon der griechische Geschichtsschreiber Strabon zu berichten: Die Sturzbäche des Winters spülten das Gold ins Tal, und die Swanen sammelten es in durchlöcherten Trögen und haarigen Fellen, worauf auch der Mythos vom goldenen Vlies zurückzuführen ist.

Lile trifft Nachbarn in Lendjeri

Lile trifft Nachbarn in Lendjeri

Swanen gehen heute noch auf Goldsuche. Eine Verwandte meiner Freundin Lile Pilpani hat gerade 21 Karat herausgeholt.

Lile ist eine Schauspielerin im Staatlichen, traditionsreichen Mardjanischwili Theater in Tbilisi. Ihr Nachname Pilpani ist ein für Georgier schön klingender Swanetischer Nachnahme. Mit ihren roten Haaren, ihrer Fröhlichkeit, ihrem Optimismus und ihrer Anständigkeit  wirkt sie wie eine Freiheitskämpferin. Zudem hat sie vielfältige Talente im Kunsthandwerk, Design und der Goldschmiede.

Lile besitzt ein kleines Haus in Lendjeri bei Mestia in Swanetien, das sie gerne als ein Hostel betreiben möchten. Sie ist gerade fertig mit dem Umbau und das Schild „Hostel JOGO“ ist gerade aufgehängt worden. Liles kleines Hostel ist auf malerische Weise umschlossen von schneebedeckten Bergen. Alle Dörfer in Swanetien sind eigenartig und jedes für sich besonders. Lendjeri hat eine ganz weiche und pastorale Ruhe.

Liles Heufelder

Liles Felder in Heschkili

Es ist ideal für Reisende, die Landschaft und Kultur zusammen erleben möchten. Hier kann man am Ufer des Enguri spazieren gehen und in einer kristallklaren Lagune baden. Lile möchte ab nächsten Sommer  den Betrieb ihres Hotels aufnehmen.

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Koruldi

 

Wie die berühmte georgische Polyphonie alle Stufen der Musikentwicklung aufweist, so spiegelt sich in der Landschaft Georgiens die christlich europäische Kulturgeschichte wider und spannt einen Bogen vom Archaischen, wie man es  in Swanetien noch findet, bis zum modernen Stadtleben wie in Tiflis.

Ich sehe diesen höchsten besiedelten Ort Europas als ein Symbol für unsere gemeinsame Europäische Kultur und dieses Land zu beschützen sollte immer eine Aufgabe sein.

Unser Verein organisiert Reisen in ganz Georgien.

Wenn Sie Lust haben dorthin zu reisen, kontaktieren Sie uns:

Laguna in Lendjeri

Laguna in Lendjeri

 

Email: info@lile.de,

Tel: +40 40 389 2222

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Koruldi

Fotos: Robin Burk, Gia Chanaduri

Ein besonderer Jazzabend: Dini Virsaladze in Hamburg

 

Dini ist eine bekannte Jazz Pianistin aus Tbilisi (Tiflis, Georgien). Sie musizierte schon oft mit weltbekannten Musikern wie: Amit Chatterjee (Vokalist & Guitarist in Joe Zawinul’s „Syndicate“), Manolo Badrena (Percussionist in Joe Zawunul’s „Weather Report und später „Syndicate“; Mitchell Long, Harry Smith, Rain Sultanov, Walter Sitz (Schlagzeuger), Christian Wendt (Bassist), Alex Han (Saxophonist, Marcus Miller’s Band), Roberto Puggioni…

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Am 29. Januar ab 21:00 Uhr, wird Dinni eine Jamsession im Galerie und Jazzclub Nancy Tilitz spielen. Dieser Club ist für viele Hamburger noch ein Geheimtipp, erfahren sie hier mehr über den Jazzclub.

Dies wird ein erlebnisvoller Abend, nicht nur für Jazzliebhaber.

Die Nancy Tilitz Galerie befindet sich am Dammtorbahnhof, Hintereingang, außen neben der Effenberger Backerei.

Kein Eintritt / mit Spendenbasis.

Für Rückfragen stehe ich ihnen jederzeit zur Verfügung: Tel 040 2299010 Mobil 0179 5133146 www.nancy-tilitz.de www.fancynancy.de oder 0171 851 3635.

 

 

Die Maisinsel

Wir sind erst vor einigen Tagen von unserer Georgienexpedition zurückgekommen und konnten es uns daher nicht nehmen lassen, gleich den neuen Film „Die Maisinsel“ des georgischen Filmregisseurs George Ovashvili zu sehen.

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In meisterhaft arrangierten Bilderströmen von berückender Schönheit und sinnlicher Wildheit führt Die Maisinsel die Zuschauer auf eine hypnotisierende Reise durch eine Welt voller Vergangenheiten und Zukünfte, durch Geheimnisse und Wandlungen, die man nirgendwo besser als in der Natur erfühlen kann.

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“Der gesamte Film spielt sich in der Mitte eines Flusses ab, auf einer kleinen Insel, die durch die Überschwemmungen des Frühlings geschaffen wurde. Die Insel selbst ist eine der Hauptfiguren im Film, zusammen mit einem alten Mann und seiner sechzehnjährigen Enkelin. Während des gesamten Frühjahrs haben die beiden sehr hart für eine gute Maisernte auf dem kleinen, aber fruchtbaren Stück Land gearbeitet. Beide Uferseiten wurden von rivalisierenden Gruppen eingenommen, aber das Land, das vom Fluss erschaffen wurde, gehört allein diesem Fluss, und was er im Frühling hervorgebracht hat, zerstört und spült er wieder im Herbst davon. Der erfahrene, alte Mann weiß nur zu gut um diese Gesetzmäßigkeit und versucht alles, um die Natur zu überlisten und seine Ernte zu retten.

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Ich verstehe die Geschichte als eine Art Modell für das Leben. Von der Schöpfung über das Leben bis hin zum Tod,”sagt der Regisseur George Ovashvili zu seinem Werk.

Das preisgekrönte Drama mit majestätischen Bildern zeigt allegorisch ein Niemandsland zwischen den nahen Fronten eines Krieges.

DIE MAISINSEL, diese Woche 20.15 Uhr im Blankeneser Kino, Blankeneser Bahnhofstr. 4, Hamburg

Auf nach Georgien!

Unsere ELBSALON-Bloggerin Marika, eine georgische Pianistin, Sabine, vier weitere Freunde und ich werden am kommenden Wochenende nach Georgien reisen. Unter der Führung von Marika und ihrem Bruder Gia Lapauri, einem georgischen Filmemacher, werden wir zwei Wochen lang dieses kleine Gebirgsland erkunden.

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Marika Lapauri-Burk

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Gia Lapauri in Kappadokien/Türkei

Die Republik Georgien liegt jenseits der ausgetretenen Pfade zwischen dem Schwarzen Meer im Westen und dem majestätischen Kaukasus im Osten. Im Süden grenzt das Land an die Türkei, Armenien und Aserbaidschan und im Norden an Russland.

Georgien verfügt über eine reiche Kultur der Volksmusik und des Tanzes und hat eine köstliche, herzhafte Küche und  die älteste Weinbautradition der Welt. Das Wort Wein stammt sogar von dem georgischen Wort „vinho“ ab. Die hügelige und bergige Landschaft ist berauschend schön.

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Gia beim Fotografieren im Kaukasusgebirge

Wir beginnen unsere Reise in der Hauptstadt Tiflis und brechen von dort auf Land und Leute kennenzulernen. Wir werden auf Landgasthöfen bei Bauern wohnen und unsere Reise endet auf dem Weingut Schuchmanns, das ein deutscher Auswandere zu einem komfortablen Hotel mit Restaurant ausgebaut hat.

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Schuchmann Weingut und Hotel in Georgien

Vielleicht schaffen wir es von dort einen Post zu schreiben, ansonsten berichten wir, wenn wir zurück sind. Wer sich auch für eine Reise nach Georgien unter der Reiseleitung von Gia oder Marika interessiert, kann eine Email an info(at)lile.de senden.

 

Diese ehrgeizigen Projekte von engagierten Hamburgern verdienen Unterstützung

Weihnachtszeit ist Spendenzeit und auch Zeit sich zu engagieren. Wir stellen Ihnen hier drei bemerkenswerte, nachhaltige Projekte von aktiven Hamburgern vor, die es verdienen unterstützt zu werden. Seien Sie großzügig und helfen Sie.

Deutsche Meeressstiftung

Die Deutsche Meeresstiftung aus Hamburg ist gerade in der Gründungsphase. Das Team rund um Frank Schweikert und Frank Otto hat sich das Ziel gesetzt, zu helfen die Meere zu retten. Laut der Global Ocean Commission bleibt dafür ein Zeitfenster von nur vier bis fünf Jahren. Es ist also höchste Zeit etwas zu tun gegen die Erwärmung der Ozeane, die Korallenriffe zerstört, gegen den Plastikmüll, gegen die Versauerung, die dazu führt, dass Schalentiere keine Schalen mehr bilden können und gegen die massive Überfischung.

Wer gleich von Anfang an mitmachen möchte oder als Stifter zum Kreis dazu stoßen möchte, ist herzlich willkommen und wird dringend gebraucht. Noch hat das sechsköpfige Team keine Website. Aber Facebook und Twitter sind schon aktiv. Unterstützten Sie diese wichtige Initiative für Hamburg. Denn ohne eine starke und nachhaltige maritime Wirtschaft geht auch Hamburg ein wichtiges Stück Identität verloren. Werden Sie Freund auf Facebook oder folgen Sie dem Team auf Twitter . Wer spenden oder sich engagieren will, ruft einfach Kai Pohlmann an: 01724191010.

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DAS GUTE HAUS IN GEORGIEN

DAS GUTE HAUS/THE GOOD HOUSE wurde von unserer Hamburger Bloggerin Marika in Kisiskhevi, in einem Dorf in Georgien in diesem Jahr eröffnet. Ihr Verein Lile e. V. hat dafür eine Ruine,  das ehemalige Dorfkaufhaus, erworben und aufgebaut. Es heißt jetzt das „GUTE HAUS“ und ist ein öffentliches Gebäude für gemeinnützige Zwecke und Bildungsaufgaben. Nun möchte Marika die bisherige Arbeit daran weiterentwickeln und ein Dorfarchiv anlegen. Das ganze Tal mit circa 70 Denkmälern wurde erstmalig dokumentiert und beschrieben. Eine erste soziale Forschung ist durchgeführt worden, um einen genaueren Überblick  der gesellschaftlichen Probleme zu bekommen.  In mehreren Zyklen sind verschiedene Workshops und Vorträge  gelaufen.  Es wurden alle relevanten Texte und Publikationen gesammelt und der Verein versucht versuchen eine Grundlage für die Existenz der Bevölkerung zu schaffen. Sie sollen motiviert werden Produkte zu entwickeln. Eine kleine Nähwerkstatt wurde  bereits gegründet und sie soll weiter ausgebaut werden. Das GUTE HAUS arbeitet mit akademischen Institutionen und NGOs zusammen und hat schon einige gute Partnerschaften aufgebaut. Der Fokus liegt auf einer Wiederbelebung der Dorfmitte, bzw. dem Aufbau einer Zusammenarbeit mit der Schule, des Kulturhauses und dem neu gegründetem Verein.

Das Projekt wurde unterstützt von CIM/GIZ aus Deutschland und durch private Spenden und ist mit seiner Komplexität der Themen einmalig in Georgien. Es hat allein durch Mundpropaganda Begeisterung in Georgien ausgelöst. Kisiskhevi ist ein circa 3.500 Einwohner großes historisches Dorf in einem wichtigen Weinanbaugebiet Georgiens inmitten einer beliebten touristischen Gegend, in der die Arbeitslosigkeit allerdings nahezu 100 Prozent beträgt. Die noch Anfang der 1990er Jahre funktionierende Infrastruktur ist allerdings komplett zusammen gebrochen. Das Projekt wird von Lile e.V. mit der Projektleiterin Marika Lapauri-Burk  geleitet und durchgeführt. Der Verein war bis heute in diesem Dorf bereits mit verschiedenen Initiativen tätig.

Alle die das „Gute Haus“ mit Geld,  Sachspenden oder mit Ihrem Können und Wissen unterstützen möchten, sind herzlich nach Kisiskhewi eingeladen!

Die Bankverbindung  von Lile e.V. lautet:  BIC: HASPDEHHXXX IBAN: DE91200505501268125372

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Olga mit Schützlingen vor dem CASA MANTAY in Peru

Der Verein Mantay Peru e.V wurde von der Hamburgerin Olga Khuen in Cusco in Peru mit initiiert. Im Casa Mantay finden junge, minderjährige Mütter und ihre Kinder eine sichere Unterkunft, Hilfe und Unterstützung und die Möglichkeit einen Schulabschluss und eine Berufsausbildung zu machen, so dass, wenn sie mit 18 Jahren das Haus verlassen müssen, für sich und ihre Kinder sorgen können.

Die freiwilligen Helfer  können schon  eine Menge ausrichten. Trotzdem ist der Verein auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen damit gezielt Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden kann.

Der Verein Mantay Peru e.V., hat mit freiwilliger Hilfe und Spenden bereits viel erreicht:

  • die seit längerem defekte Warmwasser Vorrichtung instand setzen lassen und somit den Müttern und Kindern wieder zu heißem Wasser für Dusche und Kinderbadewanne verholfen.
  • Im November wurde der bis dahin brachliegende Garten zur Neubepflanzung vorbereitet. In der Regenzeit soll dann ein Nutzgarten angelegt werden. Die jungen Mütter, Kinder und Jugendlichen lernen dann, einen ökologischen Garten anzulegen, zu pflegen und mit Kräutern und Pflanzen aus dem eigenen Garten zu kochen. Die ersten Pflanzenspenden sind bereits eingetroffen.
  • Ebenfalls im November wurde unter dem Dach der Casa Mantay das soziale Unternehmen „ Arte Floral Mantay“ gegründet, das pro Jahr zwei Mütter zur Floristin ausbildet und langfristig Arbeitsplätze schafft.  Die ersten beiden Auszubildenden, Idaliz und Alicia, haben ihre Ausbildung bereits begonnen. Der Verein hat die Erstausstattung finanziert und übernimmt bis auf weiteres die laufenden Kosten für die Ausbildung der beiden jungen Mütter.
  • Der Bau von mehreren EcoSilos ist vorbereitet und wird im Januar 2015 stattfinden. Die EcoSilos sind spezielle, geschlossene, kostengünstig gebaute Silos zur Kompostierung von Küchenabfällen. Der dort erzeugte Kompost wird im hauseigenen Garten

Dieser kurze Film  bietet einen kleinen Einblick in den Alltag in Casa Mantay.

Der Verein dankt im Voraus für eine Spende, ob einmalig oder als dauerhafte Patenschaft, ob großer oder kleiner Betrag. Jeder Euro hilft! Das Spendenkonto ist: Mantay Peru e.V. IBAN: DE67 1203 0000 1020 2018 59 Bank: DKB

 

 

 

Die langen hellen Tage

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…“In den 60-er Jahren des vorigen Jahrhunderts – wenn ich das schreibe, kommt es mir wie eine Ewigkeit vor – kreiste ein Gerücht von Cineast zu Cineast: In Georgien entstehen Filme, deren Poesie und Bildersprache man gesehen haben musste, wenn man weiter mitreden wollte….“ – schreibt Prof. Dr. Hark Bohm 2002 als wir ihn um Mitarbeit für das Projekt „Cinema Georgien“ gebeten haben.

Am 21. August startet in den deutschen Kinos ein besonderer Film: „Die langen hellen Tage“ (IN BLOOM/ Grzeli Nateli Dgeebi) von Nana Ekvtimishvili und Simon Groß. Der auf internationalen Festivals außerordentlich erfolgreiche Film wurde auch als georgischer Beitrag für die Oscars 2014 ausgewählt und gewann auf der Berlinale 2013 den CICAE Preis. Der Film wurde bei Festivals weltweit mit 28 Preisen ausgezeichnet. Das Drehbuch basiert auf Erinnerungen aus der eigenen Jugend der Regisseurin in Tiflis. Die Geschichte ist von Nanas persönlichen Erinnerungen an ihre Jugend in den unruhigen frühen 90er Jahren in Georgien inspiriert. Wir dachten über den Bezug zwischen jungen Menschen nach und den kulturellen Kontext, in dem sie leben. Für uns war der Film eine Reise in die Vergangenheit und ein Blick in die Zukunft. Was kann als Teil einer Kultur akzeptiert werden und wo ist die Grenze, an der Kultur ein bestimmtes Verhalten nicht mehr rechtfertigen kann?

Premiere am Donnerstag, 14. August um 20 Uhr – in der georgischen Sprachfassung mit deutschen Untertitelnmit dem georgisch-deutschen Regie-Paar Nana Ekvtimishvili und Simon Groß und anschließender Weinverkostung georgischer Weine durch Go East Reisen

Feste Termine: Abaton-Kino Sonntag, 24.und 31.8. um 13 Uhr (dt.F.)

Quelle: Die langen hellen Tage