„Wie infiziert vom Fußball-Gen“ – Trainer gesucht!

Fußball Flüchtlinge

Screenshot aus dem NDR Hamburg-Journal – für’s Video auf’s Bild klicken!

„Ich liebe Fußball“, sagt Sita aus Syrien, die seit ein paar Monaten zusammen mit anderen Flüchtlingen in der Mädchenfußballmannschaft des SV Grün-Weiß Eimsbüttel spielt. Angefangen bei haben sie alle bei Null. Inzwischen nehmen einige bereits an Punktspielen teil, weiß ich von einer Mitarbeitern der Wohnunterkunft Lokstedt, deren Mädels auch begeistert mitkicken. Der Clue ist: diese Mädchen haben hier mit dem Fußball eine ganz neue Leidenschaft für sich entdecken können, denn in ihren Heimatländern spielen Frauen nicht Fußball.

Die Mädchen im SV GW-Eimsbüttel sind seit fast einem Jahr hier, sprechen schon beeindruckend gut deutsch, viele blühen beim Training wohl regelrecht auf. Kommuniziert wird hier immernoch viel Händen und Füßen – klappt doch! Integration at its best. Fußball verbindet eben.

Viele Fußballvereine deutschlandweit haben übrigens auch die Türen aktiv für Flüchtlinge geöffnet. .

Ach ja: in Hamburg werden dringend weitere Trainer gesucht! Ich vermute nicht, dass man dafür David Beckhams Füße haben muss, aber am besten bei Interesse einfach mal den SV um die Ecke fragen. Beim SV Grün-Weiß Eimsbüttel sind gerade Trainer für die Männerjugend, 2004er und 2005er Jahrgang heiß begehrt.

 

Nach dem Blog ist vor dem Buch

Deutschland und Fußball, das ist eine Beziehung, die geprägt ist von Liebe und Hass, von Begeisterung und Verzweiflung und für viele Fans begleitet wird vom Gefühl, dass das Leben nicht gerecht ist.

Brasilien und Fußball, das ist etwas anderes. Brasilianische Fans haben immer selbst Fußball gespielt, von klein auf. Wenn der Fan merkt, dass er Fan wird, ist er eigentlich schon längst Teil einer Fan­-Gemeinde. Er hat kaum eine Chance, sich nicht zu einer Mann­schaft zu bekennen, weil sein gesamtes Umfeld in der einen oder der anderen Farbe rumläuft. Das ist wie ein Glaubensbekenntnis – aber die Farben gehen gemischt quer durch die Familien. Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land, die Emotionen zu Hause zu erleben mit allen Höhen 
und Tiefen – wir Deutschen haben das 2006 mit dem „Sommermärchen“ erlebt. Und Teresa Nunes, Deutsch-Brasilianerin, selbst einmal Fußballerin, hat damals in Hamburg alle Tränen mitgeweint: 
Die Freudentränen und die Tränen der Trauer, die deutschen und die brasilianischen.

Für das Jahr 2014 stand von vornherein fest: Teresa würde diese Wochen der WM in Brasilien verbringen! Nicht nur als Fan, sie ging als Bloggerin nach São Paulo, um vor Ort authentisch zu erleben, mit welcher Stimmung ihre Stadt die „Copa“ feiern würde. Fast jeder Tag wurde in zwei Sprachen für die Fans ihres Blogs dokumentiert. Es fing an mit 30, 40 Followern, am Ende der „schönsten WM aller Zeiten“ wurden ihre Beiträge täglich von bis zu 2000 Lesern verfolgt. Und als das Endspiel abgepfiffen wurde, war ein Porträt einer Stadt entstanden, das es so noch nicht gab. Spaziergänge und Restaurantbesuche in Stadt­teilen, die in keinem Guide zu finden sind, liegen jetzt als Buch vor. Spannend zu lesen sind die Beiträge allemal, und wer den Geschmack dieser von mir so geliebten Stadt erleben will, der lasse sich von diesem kleinen Führer leiten. Großstadt-Abenteuer garantiert!

Das Buch im Format 210 x 148 mm hat 172 Seiten und ist für eine Schutzgebühr von 12,95 Euro inkl. MwSt. (zuzüglich 2,00 Euro Versandkosten) zu bestellen bei text@redaktion-4.de