Kunst und Sünde – Eine Nacht der Sinne

Enjoy_Sherin_Fetish_140901Enjoy, von Sherin.

Die Fassade des Catoniums ist unscheinbar, wie viele andere in diesem Viertel aus Wohnblöcken und Bürogebäuden. Als wir uns dem Gebäude nähern bemerkt der Taxifahrer, dass die meisten Frauen, die sich auf dem Parkplatz tummeln, High Heels tragen. Die gesamte Gesellschaft ist vorrangig in Schwarz gekleidet. Ich erzähle ihm von der Kunst und Sünde, der Party, die heute in diesem Teil Hamburgs stattfindet. „Ich habe mir schon gedacht, dass hier ein besonderer Event stattfindet“ sagt der Taxifahrer schmunzelt und verabschiedet sich. „Die Partymacher wollen keine Grenzen, sie wollen Orgien.“, so die beschreibenden Wort zur Veranstaltung. Dies kann ein reizvoller Aspekt sein, der dazu animiert, auf der nächsten „Kunst und Sünde“ dabei zu sein. Es muss aber auch nicht abschrecken. Alles ist optional. Alles kann, nichts muss. Die Toleranz, die eine solche Party trägt, ist spürbar. Ein Vermächtnis unter Gleichgesinnten. Die unterschiedlichen Räume und Ebenen lassen jeden seinen Platz für seine Stimmungen und Vorlieben finden. Ein breites Spektrum an Musik, das Techno und Gothic bewusst ausklammert, lässt die Tanzfläche bis in den Morgen hinein nicht leer werden. An eine große Wand gebeamte Bilder zum Thema „Erotik“ bieten dem Kunstliebhaber visuelle Genüsse. Ab September werde ich mit meinen Arbeiten in Sherins Wunderland der Erotik entführen. Seit Shade of Grey die Bestsellerlisten erobert hat, sind Fetisch, Bondage und SM aus ihrem Nischendasein in den Fokus des allgemeinen Interesses gerutscht. Zumindest lässt die Fülle an Buchbesprechungen und Kommentaren in allen deutschen Magazinen und Zeitungen sowie der Anzahl der verkauften Bücher darauf schließen. Auf der „Kunst und Sünde“ kann man mal ausprobieren, wie es um die eigenen Neigungen und Vorlieben steht.

Kunst und Sünde. Catonium, 22. September 2014, 22.00 Uhr.