… und das Croissant!

Das ist nämlich manifique hier im „Eclair au Café“, wo es sich so fabelhaft zeitungslesend und das Croissant in den Café au Lait dippend in den Tag hineinfranzöseln lässt. Oh das klingt ja ganz furchtbar hipster-esk. Vielleicht bin ich auch versehentlich einer, je ne sais pas. Jedenfalls liebe ich dieses kleine französische Café im Eppendorfer Weg 1, zwischen Schanze und Eimsbüttel, fernab vom allsonntaglichen Schulterblatt-Brunch-Flashmob. Man kann im gemütlich-kitschig eingerichteten Inneren sitzen, oder draußen an einem nur bedingt pittoresken aber dafür oft sonnigen Stück Eimsbütteler Chaussee. Die Bedienung besteht aus welchselnden hübschen Franzosen (oder Bielefeldern, die für das authentische Flair einen französischen Akzent auflegen, qui sait?) und alles, was ich bisher probiert habe, war wirklich vorzüglich.

Meine Favoriten nebst Kaffee und Croissant sind die Tarte au Citron (fabuleuse!), die Baguettes zum Mittag (mmmm!) und die kleinen Kartoffelbrötchen, deren Name ich vergessen habe. Ich kann ja auch gar kein französisch, und über Frankreich weiß ich auch eigentlich nichts. Das liegt daran, dass ich bei jedem Frankreichbesuch nach zwei Minuten in einer Pâtisserie verschollen gehe, und mich so lange glückselig mit dem Gesicht in Erdbeertörtchen vergraben in der Auslage wälze, bis ich von meiner Reisebegleitung am Ende des Urlaubs wieder eingesammelt werde. Daher halte ich mich für qualifiziert genug zu behaupten: in diesem Café schmeckt es wirklich sehr französisch! Aber jetzt nicht alle kommen und mir die Croissants wegessen, s’il vous plaît.