Home of Burlesque – die Show geht weiter

von 19. Februar 2018 0 , , Permalink 6

In der vergangenen Wochen berichtete die Lokalpresse über die Schließung des „Home of Burlesque“. Der Club, der Neo-Burlesque als erster Veranstaltungsort in Deutschland einen festen Platz im Kulturprogramm gegeben hatte, fiel Mietwucher und Kioskschwämme auf dem Kiez zum Opfer.

Auf kurzem nachbarschaftlichen Weg nahmen Sven Petersen, Gründer des Home of Burlesque und Jürgen Henke, Vorstand des Sankt Pauli Museum Verbindung auf und beschlossen, die Show zu retten. Schon am nächsten Freitag und Samstag fliegen drei wunderbare Performerinnen aus England ein und zeigen ihr Können in drei verschiedenen Auftritten. Moderiert werden sie von Nathalie Tineo, bekannt u.a als Mietglied der Sinderellas.

Banbury Cross (UK)

Pinky DeVille (UK)

Felicity Felicis (UK)

St. Pauli Museum
Davidstraße 17
Freitag, 23.02.2018
Samstag 24.02.2018
Einlass ist ab 22 Uhr, die Shows beginnen um 23 Uhr.
Eintritt 15 €.

Clubsterben in St. Pauli
Das Home of Burlesque ist eines von St.Paulis Kultstädten, die den Entwickungen von Mietwucher und Kioskschwämme nicht Stand halten konnten. Andere werden folgen. Eine Online-Petition des Hamburger Clubkombinats an Hamburgs ersten Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) sammelt bis Juni Unterschriften, um einen besseren Schutz kultureller Freiräume zu erwirken.

Die Weine vom Witwenball

In den 20er Jahren unterhielt eine gewisse Elfriede in den Räumen in der Weidenallee in Eimsbüttel ein schräges Tanzlokal namens Elfriedes Witwenball, das es bis in die 80e Jahre gegeben hat. Den zweiten Teil des Namens dieser Institution haben die neuen Betreiber Julia und Axel Bode beibehalten und haben nun in diesen ehrwürdigen Räumen ihren Traum verwirklicht. Sie betreiben dort eine Weinbar mit Restaurant. Das Ganze wurde mit architektonischem Know-How von dem Restaurantplaner  Giorgio Gullotta im Art Deco Look eingerichtet

Weinliebhaber können sich über eine Auswahl von tatsächlich 150 ausgesuchten Weinen freuen, von denen mehr als 30 offen ausgeschenkt werden. Axel Bode ist geprüfter Sommelier und legt seinen Schwerpunkt auf junge, exzellente deutsche Winzer. Dazu gibt es ein kleines, sehr feines Angebot an Speisen.

Außerdem werden im Witwenball auch regelmäßig Weinproben und Vorträge gehalten und man kann die Weine dann auch gleich im Restaurant kaufen. Da das Leben ja bekanntlich zu kurz ist, um schlechten Wein zu trinken: Also, auf in den Witwenball!

Witwenball, Weidenallee 20, 20357 Hamburg