Max Pechstein

von 27. Juli 2017 0 No tags Permalink 8

In der wunderbaren Ausstellung Max Pechstein zeigt das Bucerius Kunst Forum bis zum 3. September Werke des deutschen Expressionisten in einer Einzelschau.

Die Schau präsentiert in fünf Kapiteln, wie sich Pechsteins Stil mit jedem Aufenthaltsort veränderte und weiterentwickelte, darunter Paris, Berlin und Dresden, Monterosso in Italien und Palau in der Südsee.

Max Pechstein rezipierte als einer der ersten deutschen Künstler die Ausdrucksmittel des französischen Fauvismus und wandelte sie in einen eigenständigen expressionistischen Stil um. Nach einem künstlerisch prägenden Parisaufenthalt war er in Dresden und Berlin maßgeblich an der Bildung des „Brücke“-Stils beteiligt. Später fanden auch Elemente des Kubismus Eingang in sein Werk. Neben dem Großstadtleben war es insbesondere die unberührte, einsame Natur, die Pechstein immer wieder inspirierte: zunächst in Nidden, später in seinen „pommerschen Paradiesen“ in Leba und Rowe.

 

Auf der Südseeinsel Palau fand er für kurze Zeit den vollkommenen Einklang mit der Natur. Geprägt von seinen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg malte er zu Beginn der 1920er Jahre vermehrt Landschaften, Stillleben und Portraits. Seine farbintensiven expressionistischen Bilder gehen auf seinen Aufenthalt im italienischen Monterosso zurück.

Die Erfahrungen, unter dem NS-Regime als „entarteter“ Künstler diffamiert zu werden, prägten sein Spätwerk, das häufig menschenleere, dramatische Landschaften zeigt.

Bucerius Kunstforum, Rathausplatz, Hamburg
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