Rhodos – eine Reise ins Blau

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Es ist das unglaubliche schillernde Blau, dass einen auf Rhodos in den Bann zieht. Hier ist  „unverstellter blauer Himmel“ wenn „der Schleier gefallen ist“. Es weckt unsere Sinne und bringt uns  „irgendwohin, hinter dieser Welt“  zum Träumen. Auf Rhodos werden verschiedene Kulturschichten sichtbar. Die Insel soll nach geologischen Forschungen durch Seebeben aus dem Mittelmeer gehoben worden sein. Diese wissenschaftliche Information wirkt auf mich nach wie ein Film, als ob das gerade vor kurzen für mich passiert wäre. Ahnungsvoll – ahnungslos zu werden und die Geschenke der Natur, einfache Dinge, einen Baum, einen Stein, die Erde, die Blumen, wie ein erstes Mal wahr zunehmen. Dieses  Gefühl wird vielleicht verstärkt durch, beinahe symbolische Bilder, die in ihrer Kargheit sowohl Vielfalt auch Komplexität vermitteln. Die Zusammenhänge sind reduziert und im einzelnen konkretisiert, in einzelnen Bäumen, die in einem besonderen goldenen Licht auf einem Felsen stehen, rostfarbige, karge kleine Gewächse, mit plötzlich auftauchenden prächtigen Farben. Ich fühlte eine Geborgenheit im ständigen Inselwind, in den wunderschönen Buchten oder auf dem höchsten Berg Ataviros (1.215 m), bei den Wasserquellen wie „epta Pigis“ oder im Tal der Schmetterlinge auf dieser Insel. Diese unerwartet auftauchenden wunderschönen Süßwasserquellen, angeblich die Lieblingsplätze der Nymphen, wirken wie ein Urbild der Sinne, die anscheinend durch den Kontrast des Strandes zu einem besonderen Erlebnis werden. „Und nun heißt es in den alten Mären, vor Zeiten, als Zeus und die Unsterblichen in die Erde geteilt, habe keiner in der wogenden See Rhodos gesehen, …“ . Die Symmetrien der antiken Städtebauten (Ausgrabungen von: Kammirou, Lindus, Rhodos) zwingen uns an unser Handeln und unsere Verantwortung zu überdenken.

Meine Empfehlung: Mieten Sie ein Auto – es lohnt sich! Im Inland der Insel gibt es ein paar kleine Dörfer, wie z. B. Aj. Issidoros zu besuchen, man kann die fast die leeren Wege der Insel befahren und genießen. Die Insel ist ja nur 38 km breit und 78 km lang. Nach guten Restaurants vorher bei Einheimischen fragen, denn das einfache Essen ist leider oft nicht sehr gut.

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