Fahrradtour mit der Critcal Mass

Letzten Freitag habe ich mich zum Radfahren verabredet. Klingt ein bisschen unspektakulär finden Sie? Naja, aber es waren doch ziemlich viele feierfröhliche Menschen. Angeblich waren wir in den Spitzenzeiten über 6000. Ich bin also um viertel vor sieben zum Planetarium gefahren. Da standen schon etliche Grüppchen herum. Einige hatten es auf dem Rasen bequem gemacht, Flaschen mit Bier und Schorle kreisten. Auffällig waren vielleicht die vielen aufgehübschten Räder. Gitarrenmusik erklang, aus einer anderen Ecke war ein Ghettoblaster zu hören. Ach und es gab selbstgebastelte Seifenblasenmaschinen, die unablässig Poesie in die laue Sommerluft pusteten.

Stärkung vor der Ausfahrt - Mathilde MAG

So gegen halb acht wurden die ersten Radler ungeduldig und hoben ihre Räder in die Luft. Irgendwann fuhr irgendjemand los, nach und nach folgten die anderen. Bis sich ein langgezogener Tross durch den Stadtpark schob. Vom Park ging es über Wandsbek, Uhlenhorst an der Außenalster längs, über das Grindelviertel und die Schanze nach Eimsbüttel. Von da aus ging die Tour weiter quer durch Hamburg nach Stellingen, Lokstedt, noch mal Winterhude, Uhlenhorst, Hohenfelde bis zur Reeperbahn.

Türkis-pinkes Rad vor dem Start - Mathilde MAG

Klar, es gibt gelegentlich Autofahrer, die sich aufregen. Aber eigentlich ist das selten. Die meiste Zeit ist es eine fröhliche, friedliche Fahrradtour durch die Stadt, die zeigt, dass wir viele Radfahrer sind. Mehr nicht. Aber auch nicht wenige.

Hübsch gemacht für die Critical Mass

Hübsch gemacht für die Critical Mass

An jedem letzten Freitag treffen sich in Hamburg (und anderen Städten) Menschen zum gemeinsamen Radfahren. Als Critical Mass radeln sie kreuz und quer durch die Innenstadt und nutzen so eine Möglichkeit der Straßenverkehrsordnung. Als geschlossener Verband gelten mindestens 15 Radfahrer als ein Fahrzeug, andere Fahrzeuge müssen warten, bis dieses Fahrzeug vorbei gefahren ist. Das kann man so oder so sehen. Für mich bleibt es eine fröhliche Radtour durch die Stadt, die eines zeigt: Es gibt viele Radfahrer. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Masse formiert sich - Mathilde MAG

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