Es geht uns gold!

 

Oder wie Meike Winnemuth es ausdrückt, wir haben „das unverschämte Glück auf der Welt zu sein“. In ihrem neuesten Buch Um es kurz zu machen hat die Autorin ihre Kolumnen aus der Myself, dem Stern und dem SZ Magazin zusammen getragen. Die ehemalige Ein-Kleid-Besitzerin, ehemalige Weltreisende, ehemalige Bloggerin erzählt vom Glück am Leben zu sein… äh und manchmal von den kleinen und großen Aufregern damit.

Gestern Abend kam Frau Winnemuth in die St. Katharinen Kirche zum Harbourfront Literaturfestival um einige ihrer Texte vorzulesen. Wir alle hatten einen vergnüglichen Abend und ich ein paar Erkenntnisse.

Erstens: Das Hirn eines Kolumnenschreibers funktioniert wie der Münzföhn im Städtischen Schwimmbad. Es läuft eine Weile heiß … und dann geht er aus. Sagt zumindest Axel Hacke, erzählt Meike Winnemuth.

Zweitens: Marotten kann man sich gelegentlich auch mal wieder abgewöhnen. Muss man aber nicht unbedingt.*

Drittens: Loben ist toll. Sollten Sie unbedingt mal ausprobieren. Einfach jemanden loben. Nicht zu viel, sonst wird’s aufdringlich und der Andere fragt sich, was will der mir andrehen. Aber auch nicht zu wenig. Macht Spaß, nicht nur demjenigen, der das Lob bekommt.

Viertens: Männliche behaarte Unterarme sind ganz toll. Hä? (Sehen Sie, das habe ich auch gedacht.)

Fünftens: Nagellack wird nicht zwingend schöner, nur weil er jetzt so fantasievolle Namen hat.

Sechstens: Dinge dürfen einem egal sein. Nicht alles muss optimiert werden.

Siebtens: Überhaupt das Dürfen. Wir müssen meistens gar nicht müssen, wir können genauso gut dürfen. Wenn man’s mal recht überlegt.

Achtens: Meike muss auch nicht (siehe sechstens): Sie kann ihre Lesung auch einfach mit der Zugabe anfangen (der Stern Kolumne von kommender Woche), sich ihre Publikums-Fragen der Einfachheit halber gleich selbst stellen und so reden, wie es grad passt.

Neuntens: Meike Winnemuth, Pfarrer Frank Engelhardt und der Rest des Publikums (Boah, sind das viele, sagte die dezent aufgeregte Frau Winnemuth leise beim Reinkommen.) – wir alle hatten Spaß.

Publikum in St. Katharinen

* Den Text dazu gibt es nächste Woche im Stern.

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