Debütantensalon

Ursula Ackrill liest im Rahmen des Harbourfront Literatur Festivals Bild: U. Mathilde Ammermann

Ursula Ackrill liest im Rahmen des Harbourfront Literatur Festivals
Bild: U. Mathilde Ammermann

Es ist nicht unbedingt so, dass man ungeheuer jung sein muss für die Teilnahme am Debütantensalon. Einzige Bedingung: Einen tollen ersten Roman sollte man geschrieben haben. Das Harbourfront Literaturfestival lädt an vier Abenden jeweils zwei Autoren ein ihrer Erstlinge vorzustellen. Ausgewählt wurden diese Debütromane aus mehr als 40 Einsendungen. Und einer dieser acht Romane von Julia Jessen, Krisitne Bilkua, Mirna Funk, Ursula Ackrill, Stefan F. Etgeton, Juan S. Guse, Karin Kalisa und Massum Faryar wird den mit 10.000 Euro dotierten Klaus-Michael Kühne Preis erhalten. Der Preis wird am kommenden Sonntag im Rahmen einer Matinee mit der Schriftstellerin und Lyrikern Nora Bossong in der Kühne Logistics University – KLU übergeben. Ganz sicher wird es bis dahin der Jury aus Journalisten des Hamburger Abendblatts, von NDR Kultur, Spiegel Online, dem Stern und Zeit Campus außerordentlich schwer fallen einen Roman auszuwählen. Sind sie doch jeder auf seine ganz spezifische Art literarische Spiegel ganz bestimmter Lebensumstände.

Im 1. Debütantensalon stellte Julia Jessen ihren Roman „Alles wird hell“ vor. „Ein eigenwilliger Roman über eine eigenwillige Frau mit eigenwilligen weiblichen Vorfahren. (…)“ wie NDR Kultur es sieht. Kristine Bilkau erzählt in ihrem Roman „Die Glücklichen“ vom Leben in einer Kleinfamilie.

Ursula Ackrill 2

Am zweiten Abend des Debütantensalons stellte Ursula Ackrill ihren Roman „Zeiden, im Januar“, vor. Sie erzählt von wenigen Tagen des Jahres 1941 in einer siebenbürgischen Kleinstadt. In ihrer eigentümlichen, altmodisch wirkenden Sprache lässt Ackrill eine untergegangene Welt auferstehen, analysiert ihren Untergang kühl und doch verständnisvoll.

Mirna Funks Debütroman spielt im Hier und Jetzt. „Winternähe“ erzählt vom Jüdisch-Sein in Deutschland, vom Krieg in Israel und wie beides miteinander zusammenhängt.

Heute Abend werden Stefan Ferdinand Etgeton und Juan S. Guse im Rahmen des 3. Salons ihre Geschichten vorstellen. Etgeton folgt den „Rucksackkometen“ Fiete und seinem Freund auf Europatour. Juan S. Guse beschreibt in „Lärm und Wälder“ eine Gesellschaft in Alarmbereitschaft und erzählt von Orten der Leere und Hysterie, an denen die Lebensentwürfe seiner Figuren zu scheitern drohen.

Der vierte Debütantensalon am kommenden Donnerstag könnte genau wie der zweite mit „Die Heimat in der Fremde“ überschrieben werden. Karin Kalisa erzählt in „Sungs Laden“ eine Geschichte um eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Berliner Grundschule Schüler und Lehrer verzaubert. Massum Faryar hat mit „Buskaschi oder der Teppich meiner Mutter“ ein orientalisches Epos vorgelegt.

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