ABC – Magazin Laden

Wie macht man eigentlich ein Magazin?

Magazin sterben – das beklagen viele Menschen in der Medienbranche. Einerseits, andererseits sind die Kiosk–Regale voller denn je. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass vieles aus Versatzstücken schnell zusammengeschustert wurde und wie sehr Magazine sich gleichen wie ein (Oster-)Ei dem anderen – ein paar andere Farben, einige Photoshopbilder und Tipps von „Wie werde ich fünf Pfund in fünf Tagen los?“ bis zu „Die 10 besten iPhone Hacks“.
Wer etwas anderes möchte, findet im Oktober und November im ABC Magazin Laden Abwechslung, Anregung und – nicht zuletzt – guten Kaffee. Der Pop-up-Store in der Weidenallee 61 biete Stadt-, Lifestyle-, Reise-, Gesellschafts-, Literatur-, Erotik-, Kultur-, Natur-, Food- und Wirtschaftsmagazine abseits des großen Verlags-Einerlei.
Zusätzlich zum sich ständig erweiternden Magazin Angebot finden regelmäßig Veranstaltungen statt: Heute Abend zum Beispiel erzählen die Macher des Hannoveraner Cameo Magazins wie Magazin Machen funktioniert.
Am 1. November gibt es von 16:00 – 19:00 einen Strickabend, der genau genommen ein Strick-Nachmittag ist: Knit happens.
Am 3. November wird Daniela Schröder aus ihren Reportagen lesen.

Das Afrikahaus im Kontorhausviertel

Elephant Gate. Afrikahaus. Hamburg.

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Im Herzen der Innenstadt Hamburgs, im historischen Kontorhausviertel, zwischen der Einkaufsmeile Mönckebergstraße, dem Rathaus und der Speicherstadt im Hafen liegt das Afrikahaus. Bewacht am Toreingang an der Großen Reichenstraße 27 von einer lebensgroßen Bronzefigur eines afrikanischen Kriegers mit Speer und Schild.

Ebenfalls am schmiedeeisernen Toreingang an der Straße befindet sich eines der besten Steakrestaurants Hamburgs: Das Estancia Steaks. Übrigens, Reservierung empfiehlt sich, da es gerade mittags recht gut besucht ist. Im Sommer kann man bei sonnigem Wetter im auch im Innenhof speisen, das von zwei mächtigen Elefanten bewacht wird.

Das Afrikahaus wurde 1899 nach den Plänen von Martin Haller als Firmensitz der Reederei Woermann erbaut. Martin Haller gilt als einer der prägenden Hamburger Architekten der Jahrhundertwende, der durch mehrere Kontorhäuser und Villen sowie mit dem Rathaus das Stadtbild Hamburgs mitgestaltete.

Haller nutzte die hafennahe Lage des Afrikahauses am Gröninger Fleet und die künstlerische Gestaltung der Fassaden, um die überseeischen Handelsbeziehungen der Reederei Woermann zu unterstreichen. Entstanden ist ein einmaliges Beispiel Hamburger Architektur vor internationalem Hintergrund.

Im Februar 1999 wurden in dem denkmalgeschützten Ensemble modernste und funktionale Nutzflächen fertig gestellt. Neben dem Schwerpunkt der zeitgemäßen Ausstattung wurde die Sanierung in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz der Stadt Hamburg durchgeführt. So ist es möglich, heute wieder typische Stilmerkmale wie Gußstützen, Kappendecken, Stiltüren sowie das Wandmosaik mit afrikanischen Motiven und die Portalelefanten in einem funktionalen und atmosphärischen Umfeld zu zeigen.Im Rahmen der Tradition befindet sich das Afrikahaus auch heute noch in Familienbesitz.

Heute sitzen im Afrikahaus hamburger viele Digitalagenturen aus der New Economy.

Café Entenwerder 1

Auf’s Rad und nichts wie hin: Ins neue eröffnete Café Entenwerder 1, das auf einer Pontonanlage in der Elbe liegt.

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Am besten man fährt auf dem neuen wunderbaren Radweg, der hinter den Deichtorhallen beginnt und direkt an der Elbe entlang zum Entenwerder Park führt. Am Süd-Ost-Ende des Parks weisen rosa Flaggen und ein bunter BlumenwagenFullSizeRender (6) den Weg über eine mehr als 100 Jahre alte, aber neu renovierte Brücke, die zum Café führt.
Das Cafégebäude wurde aus zwei rosa Schiffscontainern gebaut, die gut in die Umgebung passen. Auf dem Ponton dienen rustikale Duckdalben als Sitzplätze und Tische, die mit originellen, ausgedienten Industriemöbeln und Pflanzencontainern lässig arrangiert wurden.

 

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Im Café gibt es Kaffeespezialitäten von den Public Coffee Roasters, die ihre köstlichen Kaffeebohnen schon seit Langem in Rothenburgsort rösten. Außerdem gibt es Craft Beer, saisonale Köstlichkeiten und wechselnde Kuchen. Am Wochenende gibt es außerdem ein leckeres Frühstück.

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Von allen Plätzen hat man einen Blick aufs Wasser und kann hier wunderbar entspannen, lesen oder klönen.


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Initiiert wurde das coole, lobenswerte Ponton-Projekt, auf dem im nächsten Frühjahr auch  eine soziale Segelschule für Kinder und Jugendliche aus der Umgebung gestartet werden soll, übrigens, von dem Hamburger Modedesigner Thomas Friese und seiner Tochter Alexandra Friese.

Café Entenwerder 1 (Rothenburgsort), Hamburg
Mo-Fr 12–22 Uhr, Sa 10–22 Uhr ,So 10-18 Uhr

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Heimathafen Hamburg

Für viele ist Hamburg der Heimathafen, für waschechte Hamburger genauso wie für zugezogene Quiddjes. Mir geht es da wie vielen Wahl-Hamburgern, ich hänge an meiner alten Heimat, aber eben auch an meiner (gar nicht mehr so) neuen Heimat Hamburg. Dieses Heimatgefühl kann man sehr schön schmücken. Etwa mit den Segeltaschen, die Susanne Heußler in ihrem Laden Heimathafen Hamburg näht und anbietet. Die schmucken weiß-roten oder weiß-blauen Taschen gibt es von Kulturbeutel-klein bis Messenger-groß. Aber natürlich kann man aus alten Segeln auch noch ganz andere Sachen nähen.

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Hier wollt ihr jetzt auch alle hin, wetten?

Hach, so eine kleine Sommerschwärmerei, das muss jetzt sein. Es wäre ja auch egoistisch, wenn ich dieses Kleinod für mich behielte! Also: der Bredenbeker Teich, dieser schmucke kleine Badesee im Nordosten, gleich hinter der Stadtgrenze von Hamburg. Umrahmt von den rauschenden Bäumen des Ahrensburger Waldes liegt er da, zum Weinen idyllisch. Das Wasser schimmert dunkelgrün, ab und zu schwuppst ein Haubentaucher hoch, es ist so irre schön und friedlich hier. Man kommt nur über eine staubige Schotterpiste hin, am Kassenhäuschen legt man seine 2,50 Euro (mit Auto 4) hin und taucht ein ins Paradies. Der anliegende Campingplatz hat das Gelände gepachtet, aber außer dem Kassenhäuschen merkt von dem Campingleben nichts. Selbst im Hochsommer ist es nie voll.  Wunderbar weich und kühl ist das Wasser, wer will, darf im verborgenen Teil des Sees nackt ins Wasser steigen. Das einzig Blöde: Um 19 Uhr machen sie zu. Gerade im Sommer ist das verrückt, weil dann das Licht am schönsten ist. Manchmal presche ich nach Feierabend hin und komme kurz vor Schluss angehetzt. Der Gong, der die Badenden zur Eile mahnt, hat dann schon geschlagen. Aber wenn ich  ein bisschen quengele, lassen mich die Kassenfrauen meist durch. Und dann tauche ich schnell nochmal ein ins pure Sommerglück.

Und hier ist seine Adresse: Wulfsdorfer Weg, 22949 Ammersbek, 15. Mai bis 15. September, 10 – 19 Uhr. Kostet 2,50 plus Auto 1,50.

Kasnudeln, Schlutzkrapfen und Zwetschgenknödel

Wer Tirol kennt, weiß wie viel Spaß es macht sich auf einer Jausenstation mit einem Schnapserln und einer Marend, einer typischen Tiroler Brotzeit oder Zwischenmahlzeit, zu stärken. Solch einen kleinen Genuss in einem schön schlichten Ambiente kann man jetzt auch in Hamburg im Marend zu sich nehmen, wenn man sich  nach einem winterlichen Bummel im Karo-Viertel aufwärmen will. Natürlich gibt es außer Tiroler Speck auf krustigem Schwarzbrot auch andere typische „Soul-Foods“ wie Kasnudel, Bergkäse, Schlutzkrapfen und Zwetschgenknödel, dazu gibt es einen fruchtigen Veltliner oder einen kräftigen Zweigelt. Die Tirolerin Lisa Dialer und ihr Mann Isidro Alarcon betreiben ihr Restaurant mit viel Liebe zum Detail und leben den Mut zur Zufriedenheit.

Das Marend

Das Marend

Marend – Tiroler Küche, Feldstraße 29, 20357 Hamburg

 

Look Up

Planetarium Hamburg, Stadtpark Photo: Tim Florian Horn

Author: Ryan Gresham. When you’re busy searching the supermarket baskets for a ripe avocado – or pecking out another e-mail at work, or ogling a chat show from the couch – it’s easy to forget you are living on a spinning ball of iron ore blasting through an exploding universe. And that’s just where a place like the Planetarium Hamburg comes in handy: an offbeat reminder to drop our humdrum routines now and then and just look up.

But craning your neck skyward, of course, might not only cause a few physical aches, but possibly some metaphysical ones in the bargain. Where did it all come from up there? If you turn to today’s experts for help, you might be left still baffled. Rock star physicist Stephen Hawking, for example, says the universe could have created itself from nothing. But that does, well, nothing to unburden us from the old ex nihilo nihil fit conundrum: how can something come from nothing? (It also brings to mind Martin Rees, Britain’s Astronomer Royal, who noted awhile back that while Hawking is a fine physicist, his philosophical and theological skills really aren’t all that.)

But another celebrity physicist, Lawrence Krauss, thinks he has Hawking’s back. Krauss will tell you that things do, indeed, pop out of “nothing” in our universe. Just take a vacuum state in space, he says, throw in the laws of quantum mechanics – and poof: all sorts of things can pop into existence – and routinely do. But the semantic sleight of hand here is obvious: quantum vacuums – not to mention the universe itself and the physical laws operating in this cosmic recipe – are certainly not nothing; they are, in fact, a whole lot of something. Krauss’s linguistic misdirection involves using the word “nothing” the way one might in describing a quiet stretch of road in the Bavarian countryside by saying, “There is absolutely nothing here.” So much for certain experts. And so our star-gazing and head-scratching continues.

Designed by Hans Loop in the 1920s, the Planetarium Hamburg was built, presumably, to help foster public interest in just such cosmological quandaries. Engineers fabricated the planetarium out of a derelict water tower – which gives it the perfectly zany look of a comic book rocket ship ready to blast off – and added a reflecting pool that does a dandy job of doubling its otherworldly spookiness. Inside, you’ll find lots to help you on your scientific quest, including brainy laser shows about the cosmos to watch in the comfy theater – which uses a new-fangled Zeiss projector to unleash the celestial archipelago across its roomy dome. (If you don’t speak German, though, be sure to check the planetarium’s schedule to see if an accompanying narration is available in English; bring a Freund along if not.)

Planetaria like the one in Hamburg are great at getting us to redirect our gazes from the smartphones in our palms to something much smarter above our heads – at least for a moment. And for those less ontologically-inclined day-trippers, a visit to the beast in Hamburg’s beautiful Stadtpark can at least demonstrate just how much can be done with an old water tower.

 Planetarium Hamburg, Otto-Wels-Straße 1

Art’s Unstoppable Zombie

Johannes Brahms Museum in Hamburg-Neustadt

Autor: Ryan Gresham. You have to wonder why so many people insist that classical music is dead, when there it always, unmistakably, is – still waltzing, still bassooning – in the soundtracks of scores of modern films. There it is, still alive, slinking in during that sad scene, and stomping around during that breathless one – unspooling slowly in the final credits. Today it’s just John Williams and Howard Shore instead of Handel and Liszt; Maurice Jarre and Hans Zimmer, not Mahler and Mendelssohn. Classical music isn’t dead: it’s just dragging itself through darkened movie theaters like a zombie from a horror flick whom the townsfolk thought was good and buried.

If you’re keen to see where many of today’s film composers of the classical bent got their chops, just look at the past masters. And if you’re in Hamburg, you can get an up-close glimpse of one of those early auteurs by stopping by the charming Johannes Brahms Museum on the Peterstraße.

Brahms, by any account, certainly gives the Hansestadt on the Elbe a serious dose of cultural cred: the native Hamburger, along with Bach and Beethoven, is one of Hans von Bülow’s “Three Bs” – that fabled troika of musical mavericks that has come to signify orchestral music at its most soaring. And the Brahms Museum, to its credit, has done a good job of chronicling the composer’s lofty spot in the pantheon; you’ll find biographical tidbits galore on display, including one of Brahms’s early keyboards: a gorgeous Baumgardten & Heins Tafelklavier that looks heavier than an Airbus 380.

If you catch a horror film this Halloween, be on the lookout for ghosts of another kind while watching: the spirits of Johannes Brahms and his cohorts haunting the soundtrack maybe. You might also be reminded that movie zombies aren’t the only things in the art world that refuse to die.

Johannes Brahms Museum, Peterstraße 39, Hamburg

Auszeit auf einer Altonaer Insel

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Erinnern Sie sich noch an das Buch, das jedem Feriengefühle bescherte, auch, wenn man nicht in Urlaub fahren konnte? In dem der Leser mit an Bord des kleinen weißen Dampfers ging und mit Familie Melcherson auf einer kleinen Schäreninsel voller Abenteuer wieder ausstieg? Erinnern Sie sich an den Sommer, in dem sie Freunde mit Tjorven und Pelle wurden?

Mitte der Sechziger veröffentlichte Astrid Lindgren ihr Buch „Ferien auf Saltkrokan“ und wer sich jetzt im Herbstwetter zurück sehnt in die maritime Sommeridylle, findet sie in der Großen Bergstraße in Altona. Im Cafe Saltkråkan ist der Name Programm: das Frühstück heißt Bootsmann (Sie kennen noch den liebenswürdigen Bernhardiner, der auf jede Bootstour mit musste?), hinter der Kasse läuft der Film zum Buch, und wenn man die Toilette betritt, beginnt im Hintergrund das Meeresrauschen und das Hörspiel beginnt. Natürlich ist alles zweisprachig ausgezeichnet.

Die Bedienungen duzen die Gäste und servieren Hamburger Kaffeespezialitäten mit schwedischen Zimtschnecken. Einmal gratis nachfüllen, der schwedische påtar, ist natürlich inklusive. Im Geiste Astrid Lindgrens sind Kinder willkommen und können sich am Spieltisch vergnügen, während die Eltern die Aussicht auf die Seekarte an der Wand genießen (auf der die fiktive Insel Saltkråkan verzeichnet ist).

Auch für den eigenen Import eignet sich das Cafe: wer noch skandinavische Lakritze braucht, schwedische Seife oder ein nordisches Accessoire, wird hier fündig. Wenn Sie nach skandinavischer Literatur suchen, können Sie Ihre Bücher im Tauschschrank gegen ein neues eintauschen und auch Veranstaltungen mit (oder ohne) nordischem Bezug finden im Cafe statt: Hamburger Livemusik, ein schwedischer Literaturabend oder ein vorweihnachtlicher Glögg-Umtrunk laden auf die Insel in Altona ein.

Mein persönlicher Tipp: eine Auszeit mit dem Kakao, echt schwedischer „O’boy“. Mit dem in der Hand hört man förmlich schon das Tuten des kleinen weißen Dampfers…

Cafe Saltkråkan, Große Bergstrasse 191, 22767 Hamburg, Tel: 040 8709 7073

 

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Elbgold

Das Elbgold duftet verführerisch, besonders wenn es gerade frisch geröstet worden ist; denn es handelt sich nämlich bei diesem Schatz um besonders erlesene Kaffeebohnen. Die Betreiber des Cafés Elbgold kaufen im fairen Direkthandel feinsten Arabica aus den besten und nachhaltigsten Anbaugebieten der Welt. Meistens finden sie diese bei kleinen Kaffeebauern und Kooperativen und rösten sie dann im Hamburg selber. Dazu servieren sie Ciabattas, Baguettes oder Bagels, Fruchttörtchen, Käsekuchen und Tarts.

Das Café Elbgold, wo man rund 25 Sorten dieses köstlichen Kaffees kaufen und trinken kann, liegt etwas versteckt in den Schanzen-Höfen, neben der Bullerei von Tim Mälzer. Es hat einen ganz besonderen Charme, da das raue Industrie-Ambiente mit Holz und liebevollen Details viel Wärme bekommen hat.

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Eigentlich sollten die 1896 errichteten Viehmarkthallen in denen auch das Elbgold liegt, abgerissen werden. Zum Glück machte sich aber der Fleischgroßmarkt auf die Suche nach Mitinvestoren und Mietern und sanierte die baufälligen Hallen. Inzwischen ist dort ein einzigartiger Mix an Mietern ansässig und auch das Publikum ist fast so bunt gemischt, wie die Schanze selber.

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Café Elbgold,  Lagerstraße 34c, 20357 Hamburg