Café Johanna

Versteckt und fernab des Trubels liegt am Venusberg, angrenzend an das stets überfüllte Portugiesenviertel, das kleine Café Johanna. Es wird von den Freundinnen Sarah und Elli betrieben, die es vor über fünf Jahren eröffnet haben. Früher hatte hier die Vorgängerin und Namensgeberin Johanna Knuth einen Kiosk und Krämerladen.

Das originelle, unprätentiöse Café in dem eher schmucklosen 60er Jahre Bau hat einen ganz eigenen, spröden Charme. Die Wände sind aus geweißtem Waschbeton, die Möbel kommen zum Teil aus einer alten Schule und auf den Tischen liegen karierte Geschirrtücher, aber überall gibt es liebevolle Details.

Morgens gibt es hier eine wunderbares Frühstück, mittags steht auf einer Tafel die wechselnde, kleine Karte mit leckeren Salaten und Broten angeschrieben. Im Sommer kann man vor den großen Schaufensterscheiben auf schlichten Bierbänken die Südsonne genießen.

Nachmittags wird hausgemachter Kuchen und Joghurt mit frischen Früchten im Glas angeboten und auch der Kaffee und der Cappucino schmecken. Es ist meistens rappelvoll und trotzdem ist die Bedienung immer freundlich und man wird mit einem strahlenden Lächeln begrüßt.

Café Johanna, Venusberg 26, 20459 Hamburg

„SULIKO“ und die georgische Tafelkultur in Hamburg

Unlängst wurde in Hamburg das erste georgische Restaurant eröffnet. Das war überfällig, denn den meisten Metropolen der Welt gibt es georgische Restaurants schon lange.

„Mit der Eröffnung unseres Restaurants im Herzen von Hamburg wollen wir Ihnen ein Gefühl der Gastfreundlichkeit und Festlichkeit vermitteln“, steht auf der Webseite des Restaurants.

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Kisiskhevi, Georgien

Täglich und überall wird in Georgien ein Trinkspruch erhoben – auf die Liebe und die Sehnsüchte, auf die Götter und die Mythen. Gastfreundschaft ist einer der Inhalte der georgischen Tafelkultur. „Der Gast ist Gottes Gesandter“ – dieser Spruch, in Georgien gebräuchlich, stellt in seinem christlichen Verständnis eine natürliche Fortsetzung archaischer Traditionen dar. Mehr über die Tafelkultur in Georgien erfahren Sie hier.

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American Brunch mit Pancakes bei Otto’s Burger!

Otto's Pancakes!

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Meine Freunde von Otto’s Burger bieten ab sofort neben ihren berühmten Premium-Burgern an den Wochenenden auch ein leckeres Brunch an.
Was gibt’s? Auf der Karte für das Brunch stehen u. a.
  • Breakfast Burger
  • American Pancake
  • French Toast
  • Egg Benedict
  • Coconut Porridge

Wag the Dog.

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Außerdem stellt die neue Hamburger Kaffeerösterei Playground Coffee, die mit einer Kaffeebar dauerhaft in den Räumen von Otto’s Burger am Grindel eingebettet ist, ihre Espresso- und Filterröstungen vor. Es wird im skandinavisch-orientiertem Stil hell und fruchtig geröstet.
Ich hatte einen Ethiopian Dirty Berry Flat White. Dirty deshalb, weil das Fruchtfleisch der Kaffebohne nach der Ernte nicht ausgelöst wird, sondern mit der Bohne an der Sonne getrocknet wird. Das gibt der Tass‘ Kaff‘ ein wunderbares zusätzliches Aroma. Einfach Master Micro-Roaster and Barista Veljko fragen!

Master Micro-Roaster and Barista Veljko making an Ethiopian Dirty Berry Flat White.

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Carmen.

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Haben auch Sie Lust, neue Leute kennenzulernen?

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Es wird Herbst. Zeit für Begegnungen, und der Elbsalon öffnet seine Tür: Dinner for ten.

Wir suchen zehn Hamburger, die neugierig auf neue Leute sind. Die gemeinsam mit uns an einem Tisch sitzen, essen, trinken, reden, lachen, sich vergnügen wollen.

Ein Salon nicht virtuell, sondern in echt.

Wann? Am 6. November.
Wo? An einem tollen Ort in Hamburg, den wir rechtzeitig bekannt geben.
Wer? Fünf Frauen und fünf Männer, eher 55 als 35, eher ungebunden als verbandelt.
Und dann? Ein Stammtisch? Neue Freunde? Neue Liebe? Wir sind offen.

Haben Sie Lust, dabei zu sein? Dann senden Sie uns eine Email mit ein paar Sätzen über sich an: info@elbsalon.de. Wir freuen uns.

Liebe Elbsalon-Leser,
herzlichen Dank für die vielen Anmeldungen zum ersten „Dinner for ten“. Wir haben unter allen, die sich bis jetzt angemeldet haben, zehn Teilnehmer ausgelost, die wir per Email benachrichtigt haben. 
Wir freuen uns auf den Abend!

Café Entenwerder 1

Auf’s Rad und nichts wie hin: Ins neue eröffnete Café Entenwerder 1, das auf einer Pontonanlage in der Elbe liegt.

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Am besten man fährt auf dem neuen wunderbaren Radweg, der hinter den Deichtorhallen beginnt und direkt an der Elbe entlang zum Entenwerder Park führt. Am Süd-Ost-Ende des Parks weisen rosa Flaggen und ein bunter BlumenwagenFullSizeRender (6) den Weg über eine mehr als 100 Jahre alte, aber neu renovierte Brücke, die zum Café führt.
Das Cafégebäude wurde aus zwei rosa Schiffscontainern gebaut, die gut in die Umgebung passen. Auf dem Ponton dienen rustikale Duckdalben als Sitzplätze und Tische, die mit originellen, ausgedienten Industriemöbeln und Pflanzencontainern lässig arrangiert wurden.

 

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Im Café gibt es Kaffeespezialitäten von den Public Coffee Roasters, die ihre köstlichen Kaffeebohnen schon seit Langem in Rothenburgsort rösten. Außerdem gibt es Craft Beer, saisonale Köstlichkeiten und wechselnde Kuchen. Am Wochenende gibt es außerdem ein leckeres Frühstück.

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Von allen Plätzen hat man einen Blick aufs Wasser und kann hier wunderbar entspannen, lesen oder klönen.


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Initiiert wurde das coole, lobenswerte Ponton-Projekt, auf dem im nächsten Frühjahr auch  eine soziale Segelschule für Kinder und Jugendliche aus der Umgebung gestartet werden soll, übrigens, von dem Hamburger Modedesigner Thomas Friese und seiner Tochter Alexandra Friese.

Café Entenwerder 1 (Rothenburgsort), Hamburg
Mo-Fr 12–22 Uhr, Sa 10–22 Uhr ,So 10-18 Uhr

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Einsamkeit kann Freundin sein. Ein paar Tipps.

Wir, Saskia und Sabine, sind Mutter und Tochter. Manchmal schreiben wir gern zusammen und ergründen die einfachen (und wichtigen) Fragen des Lebens. Zwei Generationen, ein Thema.

Vor einiger Zeit haben wir hier auf Elbsalon schonmal über Einsamkeit geschrieben. Dass es neben den schmerzenden und beängstigenden auch schöne Facetten der Einsamkeit gibt. Die bereichernd sind, die man genießen kann, die man sich aber auch manchmal erst erobern muss.

Ja, toll, aber wie denn eigentlich? Heute teilen wir ein paar unserer Gedanken und Erfahrungen zum Sparring mit der Einsamkeit im Alltag:

 

Tochter.

Szenario: Vorsorge. Das Alleinsein üben. Einfach so, weil es schön ist. Auch dann (oder besonders dann?), wenn man gerade nicht so gern allein ist.
Übung: Dates mit sich selbst ausmachen. Und so Ernst nehmen wie Verabredungen mit jemand anderem.

  • Für Anfänger: Allein spazieren gehen oder sich mit einer Zeitung in ein Café setzen. Die Ruhe genießen, die Gedanken ordnen. Oder unordentlich lassen.
  • Für Fortgeschrittene: Allein ins Kino gehen. So schön. Man guckt ja eh stumm auf eine Leinwand – wozu braucht man eigentlich jedes Mal Begleitung? Dann kann man auch endlich in Ruhe, ohne Genöle von der Seite und ohne jemanden mit Popcorn-Eimern bestechen zu müssen “Alien vs. Predator 9″ oder “Herzen im Sturm 7″ gucken.
  • Für Profis: Allein Ausgehen. Kann anfangs Überwindung kosten, ist aber eine spannende Abwechslung und ermöglicht Erfahrungen, Bekanntschaften und eine Kompromisslosigkeit, die man in Gesellschaft nicht bekommt.
  • Mehr als Alltag? Alleine Reisen. Geht auf allen Leveln, vom Wochenend-City-Trip bis zur Weltumrundung. Unübertroffen, wenn du mich fragst.

Es funktioniert, weil Übung den Meister macht. Immer.

Szenario: Krise. Sie frisst einen auf, die Einsamkeit, schmerzt, nimmt einem die Luft, zum Beispiel nach einer Trennung. Man tigert umher, sucht rastlos Betäubung und Ablenkung.
Übung: Aufhören wegzurennen, sich abzulenken. Hinlegen. Die Einsamkeit über sich rüberwaschen lassen, wie eine Welle am Strand. Akzeptieren, sich ergeben. Hinfühlen, Beobachten. Was passiert mit mir? Wo piekt es im Körper? Ist es wirklich so schlimm? Wie fühlt es sich nach 1 Minute an? Nach 5?
Es funktioniert, weil die Angst vor einer Sache meist schlimmer ist, als die Sache selbst. Was man nicht erfährt, wenn man die Situation stets vermeidet. Und weil das wertfreie Beobachten von körperlichen Empfindungen eine gute Notbremse bei Angstzuständen und Gedankenrasen sein kann. (Da sind sich Buddha und moderne psychotherapeutische Verfahren übrigens einig).

 

Mutter.

Immer seltener finde ich sie schlimm, vielleicht ist das der Segen des Älterwerdens: tausendmal gespürt, tausendmal überlebt. Ich nehme sie als Einladung zur Kreativität und zum wohltuenden Irrsinn.

  1. Der Krisenfall. Ich frage mich: Bin ich wirklich ganz allein? Oder sind da doch Leute, die ich ansprechen könnte: die Nachbarin, Freunde, Familie. Ich zähle jeden auf, den ich anrufen könnte, wenn ich wollte. Da sind immer Menschen, ich bin also gar nicht allein, ich denke das nur.
  2. Einsamkeit löst mich aus Gepflogenheiten: Ich bin einfach nur. Zeit verstreicht. Alles ist, wie es ist. Kein Nutzen, kein Zweck. Sitzen, fühlen, gucken. So eine Art Mini-Zen.
  3. Funktioniert fast immer: Lieblings-Musik auflegen und tanzen, allein im Wohnzimmer. Rumspringen, rumhotten. Total bekoppt und total schön.
  4. Auch ziemlich verrückt, auch wirksam: Sich im Freien platt hinlegen, auf  Balkon/Terrasse/der nächsten Wiese, und in den Himmel gucken. Die Erde trägt und da oben ist seit Jahrmillionen Weltall. Zugehörigkeitsgefühle, ganz groß.
  5. Schreiben. Ein Einsamkeit-Tagebuch anlegen. Egal ob ganze oder halbe Sätze oder nur Gestammel. Alles darf sein, was kommt.
  6. In sich forschen: Was würde ich jetzt gern tun? Kochen? Ausmisten?? Die Bücher sortieren: Welches bereichert mich noch, welches kann weg?  Dito: Kleiderschrank. Einsamkeitszeit ist vor allem: Zeit!
  7. Rausgehen und Fotos von bizarren Formen machen: von Bäumen. Oder Autos. Oder Kanaldeckeln. Oder sich selbst: an jedem Einsamkeits-Tag ein Einsamkeits-Selfie. Warum denn nicht?
  8. Beten. Hilft.
  9. Tochter anrufen.

 

Köstlicher Honig, frisch von den Wiesen Österreichs

Das ist Roland, Herz und Kopf hinter einem kleinen, feinen Honigvertrieb namens daHonig in Hamburg-Altona. „daHonig“ ist österreichisch für „der Honig“, denn Roland versorgt mich und den Rest der Hansestadt seit einigen Monaten mit vorzüglichem Honig aus seinem Heimatort Windischgarsten in Österreich.

Im echten Leben arbeitet Roland bei der Lufthansa, seit 2009 ist er Wahl-Hamburger. Er liebt Hamburg und hat auch den Rest der Welt schon ausgiebig erkundet. Ein roter Faden auf seinen Reisen blieb die erfolglose Suche nach einem Honig, der ihm genauso gut schmeckt, wie der Honig aus der Familienimkerei, mit dem er aufgewachsen ist. So nahm er sich eben immer Honig aus er Heimat mit. „Ich dachte ursprünglich gar nicht an einen kommerziellen Vertrieb. Ich liebe diesen Honig einfach, ich kenne die Bienen und die Wiesen und Wälder, wo er entsteht, und wollte ihn nicht missen. Dann kam er hier so gut im Freundes- und Bekanntenkreis an, dass ich mit der Zeit immer größere Mengen von meinen Heimat-Besuchen mitgebracht habe. Irgendwann dachte ich dann: Warum nicht gleich richtig – Honig für Hamburg!“.

Ein Glück, denke ich mir, Stammkundin seit Glas Nummer 1, denn der Honig ist wirklich fantastisch. Man schmeckt förmlich die gute Laune der freisummselnden Bienen heraus, die in Österreich wohl gern bei Gelegenheit auf ebenso gutgelaunten freilaufenden Hühnern von Wiese zu Wiese reiten. Uns Hanseaten kann man ja alles erzählen. „Nein, das stimmt wirklich“, lacht Roland, „so kommen sie schneller an mehr Blüten für den Blütenhonig“.

Der süß-liebliche Blütenhonig ist übrigens vor zwei Wochen in besagter Familienimkerei frisch geschleudert (das ist Imkerisch), und vor einer Woche persönlich nach Hamburg importiert worden. Aber auch den dunkleren, würzigen Waldhonig gibt es noch auf Lager. Im Herbst, wenn die Bienen sich wieder im Tannenwald tummeln, gibt es dann Nachschub. Ganz saisonal, da richtet man sich nach den Bienen, die wissen’s am besten.

Rolands Leidenschaft bei der Sache schlägt sich übrigens auch im Kundenservice von daHonig nieder: ein Probiergläschen gibt es gratis (auch per Post, versandkostenfrei). Das gesamte Sortiment (Wald- oder Blütenhonig zu 0.25, 0.5 oder 1.0 kg) gibt es zur Abholung in Altona, deutschlandweit per Post, oder neuerdings jeden 1. Mittwoch im Monat auf dem St. Pauli Nachtmarkt (siehe Foto). Innerhalb Hamburgs bietet daHonig sogar eine kostenfreie Lieferung mit dem Fahrrad an.

Einen erholsamen Blick über die österreichischen Berge und alle Informationen, die das Herz begehrt, zu daHonig gibt es auf der Website: www.dahonig.de.

 

 

 

Grün! Raus! Jetzt!

Als ich gestern durchs Blankeneser Treppenviertel stromerte und davon tagträumte, wen ich am liebsten aus seinem hübschen Häuschen werfen würde, um selber einzuziehen, merkte ich wieder: Hamburg ist gerade maximal grün! Grün wohin man nur sieht, sattes, gieriges, strotzendes Grün. Die Büsche, Bäume und Sträucher wissen gar nicht mehr, wohin mit all ihren saftigen Blättern und jungen Trieben… reinbeißen will man da. Pinke Rhododendren pieken einem fast schon penetrant ins Auge; lila Flieder, roter Klatschmohn, blaue Kornblumen balzen um die Wette. Bunt, prall, schön. Angeber. Und der Geruch erst.  Ein Rausch ist das. Natur-Porno, reine Therapie-to-go. Also danken wir dem blöden Nieselwetter der letzten Wochen, dass es unser Hamburg so fürsorglich gegossen hat, und uns den maximal grünen Frühsommer beschert. Das Schöne ist, dass man nicht mal weit rausfahren muss, kaum verlässt man das Haus, drängelt sich die erste Baumkrone ins Blickfeld. Wem das nicht reicht: hier ein paar Inspirationen für schöne Hamburg-Spaziergänge. In dem Sinne, genug gebloggt, Jacke an und raus.

… und das Croissant!

Das ist nämlich manifique hier im „Eclair au Café“, wo es sich so fabelhaft zeitungslesend und das Croissant in den Café au Lait dippend in den Tag hineinfranzöseln lässt. Oh das klingt ja ganz furchtbar hipster-esk. Vielleicht bin ich auch versehentlich einer, je ne sais pas. Jedenfalls liebe ich dieses kleine französische Café im Eppendorfer Weg 1, zwischen Schanze und Eimsbüttel, fernab vom allsonntaglichen Schulterblatt-Brunch-Flashmob. Man kann im gemütlich-kitschig eingerichteten Inneren sitzen, oder draußen an einem nur bedingt pittoresken aber dafür oft sonnigen Stück Eimsbütteler Chaussee. Die Bedienung besteht aus welchselnden hübschen Franzosen (oder Bielefeldern, die für das authentische Flair einen französischen Akzent auflegen, qui sait?) und alles, was ich bisher probiert habe, war wirklich vorzüglich.

Meine Favoriten nebst Kaffee und Croissant sind die Tarte au Citron (fabuleuse!), die Baguettes zum Mittag (mmmm!) und die kleinen Kartoffelbrötchen, deren Name ich vergessen habe. Ich kann ja auch gar kein französisch, und über Frankreich weiß ich auch eigentlich nichts. Das liegt daran, dass ich bei jedem Frankreichbesuch nach zwei Minuten in einer Pâtisserie verschollen gehe, und mich so lange glückselig mit dem Gesicht in Erdbeertörtchen vergraben in der Auslage wälze, bis ich von meiner Reisebegleitung am Ende des Urlaubs wieder eingesammelt werde. Daher halte ich mich für qualifiziert genug zu behaupten: in diesem Café schmeckt es wirklich sehr französisch! Aber jetzt nicht alle kommen und mir die Croissants wegessen, s’il vous plaît.

Eine Praline vom Elbsalon – Das Schokoladenmuseum in Hamburg

Neun von zehn Leuten mögen Schokolade. Der Zehnte lügt.“ – sagt John Tullius, ein amerikanischer Künstler. Und es stimmt! Bisher habe ich das schon immer gedacht.

Ich lebe seit vielen Jahren in Hamburg und fahre fast täglich am berühmten Bau des Chilehauses in Hamburg vorbei. Erst jetzt habe ich entdeckt, dass dort ein Schokoladen- Museum, das „Chocoversum“ untergebracht ist. Dort wird täglich eine ca. 90 Minuten lange Führung angeboten. Man erfährt, wie Schokolade hergestellt wird, von der Plantage bis zur fertigen verpackten kleinen Tafel. Sie können selbst eine Schokolade aus Edelvollmilch kreieren und mit Ihrem Name versehen und in einem Kühlschrank lagern. Unterwegs probieren Sie die Schokolade in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen von der rohen Bohne, über die grobe erste Mischung, bis zum Resultat nach einem 72-stündigen Wälzen.

Der traditionsreiche Schokoladenhersteller Hachez aus Bremen hat in Hamburg seine historischen Maschinen zur Verfügung gestellt und hiermit zu den Hamburger Sehenswürdigkeiten und zur Museumslandschaft wesentlich beigetragen. Hier können große und kleine Schokoladengenießer mit Spass und Freude einen „Schokorundgang“ machen. Man kann zwar nicht alle 400 Aromen, die in der Schokolade angeblich enthalten sind, mit nach Hause mitnehmen, aber man bekommt zumindest eine Ahnung davon. Am Ende der Führung kann man dann seine eigene Tafel selbst verpacken.

Besonders schön ist der Museumsshop. Er ist, glaube ich, der Beste von allen, die ich je gesehen habe. Am liebsten möchte man alles mitnehmen. Auf jeden Fall weiß ich, wo ich ab jetzt, ein besonderes Geschenk kaufen kann. Die Auswahl reicht vom Schokoladen-Pesto über -Bier bis hin zum -Schnaps und zu feinsten Kosmetikprodukten. Ich war mit meinem Sohn und Neffen zusammen da und raten Sie mal auf dem Foto, welches meine Schokolade ist? Eine Packung mit Schokonudeln ist auch in meiner Tüte und ein Rezept dazu schon im Kopf. Und dann können Sie mich besuchen kommen. Ich bin dann bestimmt eine noch bessere Gastgeberin als bis jetzt.

Weitere Infos: http://www.chocoversum.de/

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