„SULIKO“ und die georgische Tafelkultur in Hamburg

Unlängst wurde in Hamburg das erste georgische Restaurant eröffnet. Das war überfällig, denn den meisten Metropolen der Welt gibt es georgische Restaurants schon lange.

„Mit der Eröffnung unseres Restaurants im Herzen von Hamburg wollen wir Ihnen ein Gefühl der Gastfreundlichkeit und Festlichkeit vermitteln“, steht auf der Webseite des Restaurants.

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Kisiskhevi, Georgien

Täglich und überall wird in Georgien ein Trinkspruch erhoben – auf die Liebe und die Sehnsüchte, auf die Götter und die Mythen. Gastfreundschaft ist einer der Inhalte der georgischen Tafelkultur. „Der Gast ist Gottes Gesandter“ – dieser Spruch, in Georgien gebräuchlich, stellt in seinem christlichen Verständnis eine natürliche Fortsetzung archaischer Traditionen dar. Mehr über die Tafelkultur in Georgien erfahren Sie hier.

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Schauspielhaus öffnet FAQ-Room

Frequently Asked Question ist auf vielen Websites die Rubrik, in der wiederkehrende Fragen beantwortet werden – Once and for all.
Das Schaupielhaus geht unter dieser Überschrift den politischen, sozialen und philosophischen Fragen unserer Zeit nach.
In Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Lesungen und Filmpräsentationen diskutierten Gäste wie Slavoj Žižek, Alexander Kluge oder Jenny Erpenbeck die unbequemen Themen der Gegenwart. Außerdem stellt das Schaupielhaus in dieser Reihe seine Inszenierungen aktueller, politischer Texte wie Michel Houellebecqs Roman »Unterwerfung« oder Ayad Akthars Stück »Geächtet« zur Diskussion.
Am 19. 10.2016 beschäftigt sich der Rechtsphilosoph Reinhard Merkel sich mit der Frage, wie hoch der Preis für eine demokratische Revolution sein darf. Kann ein demokratischer Regimewechsel mit militärischen Mitteln gerechtfertigt werden? Und: Welche Mitschuld tragen Europa und die Vereinigten Staaten an der Katastrophe des syrischen Bürgerkriegs?
Am 2. 11.2016 wird Carolin Emcke das Wort führen Gegen den Hass. Die neue Preisträgern des Friedenspreises des deutschen Buchhandels spricht sich in ihrem neuen Buch gegen das fremdenfeindliche Ressentiment, gegen die Unkultur des „man wird doch wohl mal sagen dürfen“, gegen die Gewalt und vor allem gegen die Logik des Reinen, die alle Fanatiker zur Zeit einnehmen.

Jogging für Faule

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Foto: omg22-23.diply.com

 Ich bin ein Faulpelz. Was man daran erkennt, dass ich schon gefühlte 70 Mal angefangen habe, regelmäßig zu laufen/walken/schwimmen. Und natürlich wieder aufgehört habe, recht schnell.

Nun probiere ich es wieder: Joggen, weil es so unkompliziert direkt vor meiner Haustür losgehen kann. Ich wohne am Rand von Hamburg, gleich neben einem netten kleinen Moor mit einem Pfad, der eine Runde von etwa einer halben Stunde ergibt – gejoggt, nicht gegangen. Ich brauche die Bewegung, den ganzen Tag sitze ich vor dem Rechner, ich habe Stress und schlafe schlecht. Meine Laune ist oft im Keller und ich fühle mich energielos.

Das will ich nicht. Und ich weiß, dass das Einfachste und Wirkungsvollste Sport ist. Regelmäßig. Die simpelste Naturmedizin der Welt, garantiert nebenwirkungsfrei (sofern man nicht die Bänder kaputt rennt, aber davon bin ich ja gottseidank weit entfernt).

Diesmal versuche ich alles richtig zu machen. Ein Laufprogramm, ein ganz einfaches: 2 Minuten joggen, zwei Minuten gehen. Ganz sutsche, nur keine Hektik, denn es soll ja Spaß machen. Weil ich das Gekeucht hasse, laufe ich so langsam, dass ich umfallen würde, wenn ich noch langsamer liefe. Meine Sportsachen liegen jetzt immer gut sichtbar auf einem Stuhl im Schlafzimmer, so dass ich gleich hineinschlüpfen kann. Und ich laufe nur, wenn ich Lust habe, was bei 2-Minuten-Intervallen keine Kunst ist. Genau deshalb starte ich ja mit der Babyversion.

Und siehe da: Ich habe recht häufig Lust. Nach drei Wochen bin ich schon bei 10 Minuten am Stück. Ja, ihr Marathonläufer, lacht nur. Schüttet euch ruhig aus. Irgendwann, wahrscheinlich in 50 Jahren, bin ich soweit und dann putze ich euch vom trail.

Ich mache weiter. Diesmal wirklich. Zweimal die Woche kriege ich hin, auch ohne Druck. Ich habe einfach Lust dazu, meist abends nach der Arbeit, wenn mir der Kopf brummt und die Glieder vom vielen Sitzen ganz hölzern sind. Es kam sogar schon vor, dass ich mich auf der Heimfahrt auf meine Runde gefreut habe. Ein Riesenfortschritt für einen Faulpelz wie mich.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Hamburger Künstler für die Flüchtlingshilfe

Sieben Altonaler Künstler spenden ihre Werke für die  Flüchtlings-Notunterkunft in Osdorf, Altona.

Christiane Maria Luti, Astrid Krüger, Anna Hohlmeier, Volker Burk, Peter Märker, Julia Waller, Gabriele Wening

Die Werke werden in einer Benefiz-Auktion versteigert.
Im Rahmen der Auktion können dank der teilnehmenden Künstler hochwertige und zeitgenössische Kunstwerke der hamburger Künstler zu attraktiven Preisen ersteigert werden.

Die Versteigerung findet in der Gemeindehalle der St. Petri Kirche in der Schmarjestrasse am Sonntag den 03.April um 15.00 Uhr statt.
Der erzielte Auktionserlös geht als Spende an den Malteser Hilfsdienst für Flüchtlinge, der die Notunterkunft betreut.

Versteigert werden 40 unterschiedliche Werke.

Freuen Sie sich auf einen spannenden Sonntag für einen Guten Zweck und entdecken Sie interessante Künstler von neben an!

Wir freuen uns, wenn Sie mit Ihrem Dabeisein die Notunterkunft unterstützen und diese Information weiterleiten.

 

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Hamburg, Liebe ist pfandtastisch!

Eine Valentinstags-Aktion für Hamburgs Pfandsammler.

Spitzen Aktion für Hamburgs Pfandsammler und Obdachlose von leev, der Made in Hamburg Apfelsaftmanufaktur. Sie haben in ganz Hamburg Buddeln mit einem kleinen Valentinsgruß an über 250 Mülleimern platziert.

Denn „leev“, das bedeutet „Liebe“ auf Plattdeutsch. Ein Share von Euch auch, für die Aktion.

Alle Infos zur Aktion und Interviews mit Hamburger Pfandsammlern findet Ihr hier.

Angst essen Seele auf

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Angst ist ein schlechter Ratgeber haben sich ein paar begabte Zeichner und ein Journalist gedacht. In verschiedenen Arbeitskonstellationen haben sie Fakten rund um Flüchtlinge und Deutschland recherchiert um die 15 wichtigsten Besorgnisse zu entkräften. Nicht mit Parolen sondern mit Wissen und der ausdrücklichen Bitte dies zu teilen.* Hinter Bildkorrektur stecken: Aike Arndt, Tim Dinter, FÖRM, Hamed Eshrat, Serafine Frey, Matthias Gubig, Jens Harder, Jim Avignon, Alex Jordan, Alexandra Klobouk, Sebastian Lörscher, Mawil, Moritz Stetter, Henning Wagenbreth, Barbara Yelin und Felix Denk (Journalist, Text und Recherche).

  • * Bitte Teilen, please share, it´s creative common! (cc BY-NC-ND)

Ein besonderer Jazzabend: Dini Virsaladze in Hamburg

 

Dini ist eine bekannte Jazz Pianistin aus Tbilisi (Tiflis, Georgien). Sie musizierte schon oft mit weltbekannten Musikern wie: Amit Chatterjee (Vokalist & Guitarist in Joe Zawinul’s „Syndicate“), Manolo Badrena (Percussionist in Joe Zawunul’s „Weather Report und später „Syndicate“; Mitchell Long, Harry Smith, Rain Sultanov, Walter Sitz (Schlagzeuger), Christian Wendt (Bassist), Alex Han (Saxophonist, Marcus Miller’s Band), Roberto Puggioni…

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Am 29. Januar ab 21:00 Uhr, wird Dinni eine Jamsession im Galerie und Jazzclub Nancy Tilitz spielen. Dieser Club ist für viele Hamburger noch ein Geheimtipp, erfahren sie hier mehr über den Jazzclub.

Dies wird ein erlebnisvoller Abend, nicht nur für Jazzliebhaber.

Die Nancy Tilitz Galerie befindet sich am Dammtorbahnhof, Hintereingang, außen neben der Effenberger Backerei.

Kein Eintritt / mit Spendenbasis.

Für Rückfragen stehe ich ihnen jederzeit zur Verfügung: Tel 040 2299010 Mobil 0179 5133146 www.nancy-tilitz.de www.fancynancy.de oder 0171 851 3635.

 

 

The Man Who Fell to Earth

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Autor: Ryan Gresham. Of all of David Bowie’s trippy musical sojourns throughout the years, his German version of the song Heroes still stands out. Maybe the sadness and resignation of bits like the famous signature refrain – “We could be heroes, just for one day” – simply works better in German, the rougher cadences capturing the song’s grittiness and melancholy better than the softer syllables of the original English. Or maybe the German version just feels right, for the obvious reason that the song’s protagonists seem to find themselves floundering in a divided Berlin in the middle of the Cold War.

I really don’t know. I also didn’t know Bowie had cancer (did you?), which is why the news of his passing yesterday came out of absolutely nowhere.

Even though he had released a new album on his birthday just a few days ago, Bowie had pretty much faded from my radar over the past few years. But in my head he remained the way he had always been: an ever-present fixture – someone who’d surely always be around when we needed him, as immovable, as indestructible, as music itself. So now it’s surreal that he’s gone.

The German Foreign Office sent out a Tweet in English yesterday: “Goodbye, David Bowie. You are now among Heroes. Thank you for helping to bring down the wall.”

Bowie did indeed have a thing for Germany. He lived in Berlin during the wild 1970s, bunking with Iggy Pop and pedaling his bike regularly around Schöneberg and Kreuzberg. He recorded Low and Heroes there. Maybe that’s why Heroes, the song, works so well in German. The title is, after all, a nod to Kraftwerk’s spin-off band, Neu!, and clearly the swirling angst of a still divided German capital had settled firmly into Bowie’s psyche and songs.

When Bowie preened and posed through his now legendary set at The Concert for Berlin near the Reichstag later in 1987, thousands of Germans trapped behind the wall in the East crowded in close to hear Ziggy Stardust croon from the other side, the free and hopeful and magical side just a few scant meters beyond the concertina wire. And, as the story goes, some wept, and Bowie wept, and a kind of electrical charge zapped through East Berlin, jolting a demoralized people clamoring in unison for real heroes.

Not to force the metaphor too much, but David Bowie helped bring down a few walls – some musical, some cultural; and yeah, also, quite possibly, one a massive eyesore of Soviet masonry that had once sliced Germany’s capital in two.

Goodbye, David Bowie. And yes, vielen Dank.

 

Warum reden wir nicht darüber, was uns wirklich bewegt?

Jetzt, da das Jahr zu Ende geht und die Besinnlichkeit kommt, häufen sich die Einladungen. Schön eigentlich. Aber dann sitze ich da, auf Partys oder an langen Tafeln und höre mir Geschichten an, die mich nicht interessieren, nicke, lächle und will eigentlich lieber nach Hause. Das klingt hart, aber je älter ich werde, desto kostbarer wird meine Zeit und die Frage, mit wem und wie ich sie verbringen will, steht im Raum. Früher, als es Zeit im Überfluss gab (vermeintlich), war das egal. Ein verlangweilter Abend, was machte das schon? Das ist heute anders. Ich liebe anregende Gespräche, liebe es, die vielen Fragen, die ich an das Leben habe, mit anderen zu wälzen. Doch ich stelle fest: In den wenigsten Runden kommt es dazu. Anekdoten werden ausgetauscht. Erlebnisse erzählt, ausführlichst, alltägliches Dit und Dat, keiner kennt die Leute, die darin vorkommen, nichts davon berührt die essentiellen Fragen des Lebens, und ich frage mich: Ja, so what? Da draußen rockt das Leben und wir ergehen uns im: Als ich neulich mal in Bergedorf war, oder  wie die Telekom mal wieder diesen doofen Brief geschrieben hat. Mich langweilt das. All diese Erlebnisse habe ich selbst, und ich finde sie nicht so interessant, anderen davon zu berichten. Vielleicht ist das normal, aber ich finde: Die Zeit ist zu kostbar, um sie damit zu verschwenden. Warum reden wir nicht über die wichtigen Dinge: Wovon träumen wir? Was macht uns Angst? Was bewegt uns, wenn wir nachts nicht schlafen können? Welche Fragen wälzen wir? Welche Unsicherheiten, welche Ängste, welche Erkenntnisse bewegen uns? Warum reden wir so wenig darüber? Das könnte so erhellend und interessant sein.  Wie anregend könnte das sein. Gerade jetzt in der Adventszeit, der Zeit der Besinnung. Manchmal habe ich den Eindruck, dass es eine Disziplinlosigkeit des Redens gibt. Dass wir uns zu wenig Gedanken darüber machen, was wir miteinander wollen, was wert ist, ausgetauscht zu werden und was nicht. Man hockt halt beieinander und sabbelt drauf los. Dabei hätten wir einander doch viel mehr zu geben. Und anderen, die unsere Aufmerksamkeit nötig haben, auch.

Haben auch Sie Lust, neue Leute kennenzulernen?

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Es wird Herbst. Zeit für Begegnungen, und der Elbsalon öffnet seine Tür: Dinner for ten.

Wir suchen zehn Hamburger, die neugierig auf neue Leute sind. Die gemeinsam mit uns an einem Tisch sitzen, essen, trinken, reden, lachen, sich vergnügen wollen.

Ein Salon nicht virtuell, sondern in echt.

Wann? Am 6. November.
Wo? An einem tollen Ort in Hamburg, den wir rechtzeitig bekannt geben.
Wer? Fünf Frauen und fünf Männer, eher 55 als 35, eher ungebunden als verbandelt.
Und dann? Ein Stammtisch? Neue Freunde? Neue Liebe? Wir sind offen.

Haben Sie Lust, dabei zu sein? Dann senden Sie uns eine Email mit ein paar Sätzen über sich an: info@elbsalon.de. Wir freuen uns.

Liebe Elbsalon-Leser,
herzlichen Dank für die vielen Anmeldungen zum ersten „Dinner for ten“. Wir haben unter allen, die sich bis jetzt angemeldet haben, zehn Teilnehmer ausgelost, die wir per Email benachrichtigt haben. 
Wir freuen uns auf den Abend!