TIBET und der DALAI LAMA in Hamburg

 Foto:Luca Galuzzi - www.galuzzi.it i

Foto:Luca Galuzzi – www.galuzzi.it

Am Samstag, den 23. August kommt S.H. der Dalai Lama auf Einladung des Tibetischen Zentrums nach Hamburg. Der Friedensnobelpreisträger wird dreieinhalb Tage lang öffentliche Vorträge über menschliche Werte halten, die über alle Religionen hinweg für alle Menschen gültig sind und sie einen können: Mitgefühl, Gewaltlosigkeit, Toleranz und Vergebung.

Zeitgleich zeigt das Völkerkunde Museum drei Ausstellungen mit beeindruckenden Fotos aus Tibet. Eine soll auf die Not der Nomaden, die auf der tibetischen Hochebene leben, in Tibet aufmerksam zu machen. Ihre Lebensweise und die tibetische Hochkultur sind akut bedroht.

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Museum für Völkerkunde Hamburg, Rothenbaumchaussee 64 , 20148 Hamburg

Blick vom Dach der Elbphilharmonie. Flussabwärts.

Foto @cbasman in Instagram.

Die Elbphilharmonie Hamburg bietet regelmäßig Baustellenführungen an. Bis auf das Dach, wo Sie auch diesen Blick geniessen können. Mit etwas Glück und richtigem Timing auch mit Blick von oben auf ein Kreuzfahrtschiff. Näheres zu den Führungen auf der offiziellen Webseite der Elbphilharmonie Hamburg.

Ai Weiwei – Evidence

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Portrait Ai Weiwei, 2012, © Gao Yuan

Trotz aller unfassbaren Anfeindungen in seinem Land hat sich Ai Weiwei entschlossen, seine weltweit größte Einzelausstellung im Martin-Gropius-Bau in Berlin durchzuführen. Auf 3000 qm in 18 Räumen und im spektakulären Lichthof zeigt er Werke und Installationen, die eigens für den Martin-Gropius-Bau entstanden oder noch nie in Deutschland gezeigt wurden.

„Evidence“ nennt er seine Ausstellung, nach jenem Wort, welches uns aus amerikanischen Krimiserien bekannt ist: der Beweis, möglichst gerichtsfest. Es ist eine politische Ausstellung, die Ai Weiwei für Berlin in seinem einfachen und schönen Studio am dörflichen Stadtrand von Peking entwarf.

Ai WeiWei ist Künstler, Architekt und Politiker. Kaum eines seiner Werke kommt ohne versteckte Anspielungen aus, sei es auf die binnenchinesischen Verhältnisse, sei es auf ads große Thema „China und der Westen“. Man muss die historischen und politischen, oft ironischen Botschaften in seinen Werken lesen, die er gleichsam wie eine Flaschenpost in die Welt schickt.

Die Ausstellung Ai Weiwei – Evidence im Berliner Martin-Gropius-Bau ist ein großer Erfolg: Grund für die Ausstellungsmacher die Schau um eine Woche zu verlängern. Sie ist nun noch bis zum 13. Juli zu sehen. Nichts wie hin.

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstr. 7, 10963 Berlin

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Stools (Hocker), 2014 6000 hölzerne Hocker aus der Qing Dynastie (1644-1911), unterschiedliche Größen © Ai Weiwei

Werkschau Ute und Werner Mahler in den Deichtorhallen

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Ute Mahler; Werner Mahler – Aus der Serie „Monalisen der Vorstädte“ Birna, Reykjavik, Copyright Ute und Werner Mahler

Good News: Die beeindruckende Werkschau der beiden exzellenten Fotografen Ute und Werner Mahler in den Deichtorhallen wird noch bis zum 6. Juli verlängert. Das Künstlerehepaar, das seit 40 Jahre zusammenlebt und auch zusammenarbeitet, hat die Fotografie in der DDR geprägt und revolutioniert, aber auch die Arbeiten, die nach dieser Zeit entstanden sind, sind sehr beeindruckend. Das erste gemeinsame Projekt   „Monalisen der Vorstädte“  entstand auf Reisen durch Europa und porträtiert junge Mädchen in Vorstädten der Metropolen.
Gefesselt haben mich auch die Dokumentar- und Landschaftsfotos von Werner Mahler und die Modeaufnahmen von Ute Mahler. Nicht verpassen.

Deichtorhallen, Deichtorstraße 1, 20095 Hamburg

040 321030

 

 

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Werner Mahler: Hauer unter Tage, Aus der Serie „Steinkohlenwerk Martin Hoop“, Zwickau, Sachsen, 1975, DDR, Copyright Werner Mahler

Finding Vivian Maier

Man on Horse ©Vivian Maier_Maloof Collection

©Vivian Maier_Maloof Collection

„Wir alle bestimmen, was die Welt über uns erfährt. Doch ab wir wollen oder nicht – am Ende müssen wir Farbe bekennen. Es ist gut möglich, dass wir nichts über Vivian Maiers Leben und ihre Fotos wissen würden wenn es nach ihr gegangen wäre. Sie entschied sich für eine heimliche Existenz und versteckte ihre Kunst, solange sie lebte.

Doch wer seine Kunst verbirgt, vernichtet sie eben nicht. Vivian Maier bewahrte ihr Werk auf und überließ dessen Schicksal anderen. Es erging ihr wie Kafka, der bestimmt hatte, dass seine Schriften ungelesen verbrannt werden sollten: Falls sie sich – ausdrücklich oder unausgesprochen gewünscht hat, dass ihr Werk unsichtbar bleibt. Dann hat man diesen Wunsch ignoriert“, schreibt Regisseur Charlie Siskel über Vivian Maier.

Zusammen mit dem Regisseur John Maloof, der Fotograf, Historiker und Hauptkurator von Vivian Maiers Werk ist, hat er einen beindruckenden Film über Vivian Maier produziert. FINDING VIVIAN MAIER zeichnet das Porträt einer Frau, die ihr Leben für die Photographie lebte und dies bis zu ihrem Tod mit niemandem teilte. Heute gilt Vivian Maier, die in Chicago und New York lebte und als Nanny arbeitete, als eine der wichtigsten Street Photographer des 20. Jahrhunderts. Mit den in ihre Obhut gegebenen Kindern unternahm sie unzählige Streifzüge durch beide Städte und fotografierte Menschen in zufälligen, aber höchst berührenden Momenten. Der Regisseur John Maloof entdeckte ihre Fotos zufällig bei einer Versteigerung. FINDING VIVIAN MAIER ist eine spannende Spurensuche, da Vivian Maier sonst keine Spuren hinterließ und ein Geheimnis bleibt.

FINDING VIVIAN MAIER wird derzeit im Abaton, Passage und Zeise Kino aufgeführt.

Self Portrait ©Vivian Maier_Maloof Collection

©Vivian Maier_Maloof Collection