Liebe Hamburger – noch Gäste an Weihnachten gefällig?

Der blonde Engel auf dem Bild ist Sarah. Sarah gehört dem Verein Herzliches Lokstedt e.V. an und arbeitet ehrenamtlich in einer neuen Zentralen Erstaufnahmestelle in Lokstedt. Durch ihren täglichen Kontakt dort mit frisch angekommenen Geflüchteten aus Syrien, Irak, Afghanistan etc. hat sie schnell gemerkt, dass sehr viele unheimlich interessiert daran sind, Weihnachten bei einer Hamburger Familie zu verbringen, das Fest und die Hamburger näher kennenzulernen. Dass außerdem Weihnachten bei einer einheimischen Familie schöner ist als in der provisorischen Massenunterkunft versteht sich von selbst – wem von uns würde es andersrum nicht genauso gehen.

Daher hat Sarah bereits im Alleingang schon 80 Menschen aus der ZEA an Hamburger Familien, Paare oder Alleinstehende vermittelt, die ihre Türen für fremde Gäste öffnen möchten. Das alles organisiert Sarah bisher alleinig über Facebook und mit einem herrlich chaotischen Zettelsystem, alles mit einer beeindruckenden Hingabe und viel Humor.

Die Idee ist die eines „Welcome Dinners“ – eine Geste des Willkommens, ein persönlicher Kontakt, und sei es nur einen Abend. Viele der Ankommenden lernen kaum Einheimische, geschweige denn deren Zuhause kennen. Da viele Hamburger dazu Lust haben, aber selbst keinen Kontakt zu Geflüchteten haben, können sich über die Plattform Welcome-Dinner als Gastgeber anmelden und werden von Ehrenamtlichen an interessierte Gäste vermittelt. Ein tolles Konzept, nur leider, oder gerade deshalb, sind die Ehrenamtlichen aktuell überschwemmt und können bis Ende Januar keine Anfragen mehr beantworten.

So fing Sarah an, spontan und selbstorganisiert, einige Familien aus der Unterkunft an Gastgeber an den Weihnachtstagen zu vermitteln – und jetzt kann sie sich vor freudigem Interesse seitens der Bewohner kaum retten.

Wenn es unter Ihnen Lesern also noch jemanden gibt, der Lust hat, ein Paar, oder eine kleine oder sogar größere Familie (die haben’s beim Vermitteltwerden besonders schwer) aus der Unterkunft Lokstedt bei sich an einem der Weihnachtstage willkommen zu heißen, übernehmen wir gerne die Vermittlung für Sie!

Und jetzt?

Bei Interesse oder Fragen schreiben Sie eine Email an elbsalon.kontakt@gmail.com mit ein paar Infos zu sich/ihrer Familie

  • wieviele Leute sind Sie, gibt es Kinder (wenn ja, Alter?)
  • wieviele Menschen können Sie einladen und an welchem Tag?
  • wo wohnen Sie, und könnten Sie die Gäste an dem Tag in Lokstedt abholen (viele sind noch nicht mit den Öffentlichen vertraut)?
  • feiern Sie christlich/traditionell oder eher nicht? Steht ein Gang in die Kirche an? (Einige sind besonders interssiert daran, andere nicht. Die gleiche Religionszugehörig als solche ist für die wenigstens Bewohner von Relevanz)

Und dann?

Schauen wir auf unserer Liste und schauen nach passenden Gästen! Alles weitere erfolgt nach Vermittung miteinander im direkten Kontakt. (Wir bitten Sie dabei zu bedenken, dass wir die Bewohner kaum persönlich kennen und nur einen Kontakt nach groben Eckdatenherstellen können..).

Es ist auch wichtig zu wissen, dass die meisten erst wenige Woche da sind und noch keine Deutschkenntnisse haben, und die wenigsten Englischkenntnisse. Etwas Unerschrockenheit bzgl. der improvisierten Hand-und-Fuß-Kommunikation ist also sehr von Vorteil!

Manche Gastgeber machen es als „blind Date“, andere wollen die potentiellen Gäste vorher kennenlernen – beides geht! Für letzteres gibt es diesen Donnerstag ab 18h und diesen Samstag ab 16:30 bei einem Koch- bzw. Sportevent in Lokstedt die Möglichkeit. Für Details schreiben Sie einfach zeitnah an die oben genannte Emailadresse.

Wir wünschen Ihnen eine frohe Vorweihnachtszeit

 

 

Ahmad – vier Monate später

„Es gibt so viele Neuigkeiten, Saskia! Ich bin der rundum erneuerte Ahmad! “ schreibt mir Ahmad vor ein paar Wochen über Facebook. Wir verabreden uns. „Lass uns in der Bucerius Law School treffen, da geh ich jetzt hin“. Mir fällt die Kinnlade runter. Ob’s da ein Café gibt, frage ich. „Es ist eine Law School“, sagt er, „natürlich gibt es Kaffee.“  Touché.

Kleiner Rückblick: Vor vier Monaten schrieb ich hier über Ahmad – den 22-jährigen Syrer, noch zittrig von der Flucht aus dem zerbombten Idlib, mürbe vom Zehnerzimmer in der Unterkunft Schnackenburgallee, geplagt von Sorge um den in Wien verlorenen kleinen Bruder.

Jetzt, vier Monate später hier in einer Café-Ecke der renommierten Jura-Hochschule, sitzt ein ruhiger, angekommener Ahmad vor mir. Seit unserem letzten Treffen hat sich viel verändert.  Im August hat er sich noch nach irgendeinem Zeitvertreib gesehnt – davon, sein fast beendetes Jurastudium hier fortzusetzen, hat er nur in der Ferne geträumt. Jetzt studiert er an der BLS als internationaler Austauschstudent, der Kontakt kam über eine Zufallsbekanntschaft auf einem Fest zustande. Ein baldiger Abschluss oder Anerkennung seiner Leistungen aus Syrien ist aktuell zwar noch nicht in Sicht, das ist bei Recht wohl immer schwierig. Aber er kann zumindest erst einmal weiterstudieren. Außerdem hat er einen HiWi-Job am Max-Planck-Institut in Aussicht und statt in der Massenunterkunft wohnt er inzwischen in einer WG – mit Ann-Christin, dem Mädchen, das ihm geholfen hat, seinen kleinen Bruder sicher von Wien nach Hamburg zu bugsieren. Tammam geht inzwischen übrigens hier zur Schule, für ihn hat Ahmad inzwischen die Vormundschaft übernommen. Ann-Christin hilft ihm, mit Behörden zu kommunizieren. Tammam wohnt auch bei Ann-Christin, Ahmads älterer Bruder Tarek hat Unterschlupf bei einer Familie gefunden.

„Jetzt muss ich noch Deutsch lernen, wann soll ich das noch schaffen.. ich bin jetzt auch immer busy busy busy“, lacht er.

Ahmad ist charmant, bescheiden und vernünftig, mich wundert es nicht, dass seine offene, freundliche Art rechts und links Herzen und Türen öffnet. Ahmad sieht das anders, er fühlt sich beschenkt. Er berichtet von der großen Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft, die er hier in Deutschland erfährt. „Das sind alles fremde Menschen, die mir da helfen. Einfach so, ohne etwas dafür zu wollen, sie wollen nicht mal Dank. Sowas habe ich vorher noch nie erlebt.“ Er sieht beim Erzählen beinah benommen aus. „Besonders Ann-Christin“, erzählt er. „Sie hilft mir bei allem. Sofort. Sie will nichts dafür. Ich glaube, sie ist ein Engel. Sie muss ein Engel sein.“

Es freut mich sehr, was Ahmad da erfährt. Für ihn und für uns. Was möglich ist hier, nebst allem Schrecken. Die vielen Geschichten von menschlicher Größe und Ausdauer, bei den Kommenden und den Hiesigen, die die Krise mit hervorbringt.

Ahmads Eltern sind immernoch in Syrien, versteckt auf dem Land beim Großvater. Von normalem Leben könne keine Rede sein, aber sie fühlten sich vergleichsweise sicher. Momentan. Das kann sich jeden Tag ändern, alles ist im Schwebezustand. Ahmads Schwester hat inzwischen ihr Baby gekommen, beide sind gesund.  Ich frage, wie er sich wünscht, dass es weitergeht, ob er gerne langfristig hier leben und seine Familie nachholen will, oder zurück nach Syrien gehen. Ob er, trotz toller neuer Perspektiven hier, nicht auch ab und zu Heimweh hat. Es fällt ihm schwer, auf diese Fragen zu antworten. Ich glaube, es ist eine sehr schwierige Frage. Weil diese Heimat, nach der er sich einerseits sehnt, andererseits aktuell unter einem Terrorregime steht. „Irgendwann möchte ich schon zurück, wenn Frieden ist“, sagt er schließlich. „Aber vorher möchte ich hier arbeiten. Ich will Deutschland etwas zurückgeben“.

 

Ahmad möchte an dieser Stelle der Bucerius Law School und dem Max-Planck-Institut danken.

Das Gespräch führte ich erneut auf Englisch und habe es frei übersetzt.

Was ich der gestressten jungen Mutter so gern gesagt hätte

Neulich, in einem Hamburger Bistro, kam ich mit einer jungen Frau ins Gespräch. Sie war aus München und hatte sich in unserer Stadt einen kleine Auszeit gegönnt. Am nächsten Tag stand die Heimreise an, und sie hatte Angst. Sie war Mitte 30, eine bildschöne Frau, zwei kleine Kinder, kein Mann. Ihr Vater kümmerte sich in ihrer Abwesenheit, er war irgendein wichtiger Arzt, Geld war genug da. Sie selbst versuchte, als Fotografin Fuß zu fassen. Sie hatte Angst, nach Hause zu kommen. Hatte Angst, den Wünschen ihrer Kinder nicht zu genügen, den Ansprüchen ihres Vaters nicht, in ihrem Beruf nicht genug zu leisten. Eine nervöse junge Frau mit leichtem Horror im Blick. Sie überlegte minutiös, wie sie ihre Rückkehr zeitlich so einrichten könnte, dass sie vor dem Ansturm noch zwei Stunden für sich hätte. Die Erholung ihres Hamburger Ausflugs war weggeblasen.

Ich konnte sie so gut verstehen, und sie tat mir so leid. Ich habe Ähnliches von anderen jungen Müttern gehört, die sich überlastet fühlten von Ansprüchen. Frauen, die das Gefühl quälte, von Ansprüchen überrollt zu werden und dabei ihrem Leben, dem eigentlichen Leben, hinterherzulaufen. Frauen, die privilegiert sind, gut ausgebildet, und  sich dennoch zermartert fühlen von Angst. Ich möchte sie alle in den Arm nehmen und trösten, so leid tut mir das. Ich bin in einer anderen Lebensphase, meine Kinder sind groß, meine Karriere ist gemacht, ich verdiene genug. Wenn ich all das betrachte und mir überlege, was ich als das Größte und Wichtigste des Ganzen bezeichnen würde: meine Kinder. Diese Hosenkacker, diese Nervensägen. Heute sind sie groß, gehen ihren Weg und ich schaue ihnen zu: wie sie manche Dinge ähnlich, andere ganz anders machen als ich, anders denken als ich. Von ihnen lerne ich viel.

Allein dass es sie gibt, dass ich sie alle paar Wochen sehen, ihre Stimmen hören, sie anfassen kann, erfüllt mich mit, ja, Glück. Das ist Kitsch? Ja, Kitsch, reiner unverfälschter, supergeiler Lebenskitsch. Nein, ich bin keine Hausmutti, ich bin eine sogenannte Karrierefrau, ein Arbeitstier, und die Elternjahre waren nicht leicht. Es war nie genug, nicht für die Kinder, nicht für den Job, nicht für mich. Das ist wohl so. Aber es ist wie mit dem Geburtsschmerz: Es verblasst, man vergisst es, und übrig bleiben: das Glück, dass sie da sind. Der Job, der Erfolg, alles gut, aber nichts wirkt so tief wie diese beiden Wesen, diese beiden inzwischen großen Menschen, sie sind es.

All das hätte ich der verzweifelten jungen Frau gern gesagt: Habe keine Angst, junge Frau aus München, halte durch, es lohnt sich.

Jazz meets Klassik – Till Brönner und Sergei Nakariakov

von 6. Dezember 2015 0 No tags Permalink 10
Till Brönner; Foto: Andreas Bitesnich

Die Vorfreude steigt: Im Januar kommenden Jahres treffen die beiden Star-Trompeter Till Brönner und Sergei Nakariakov in Hamburg aufeinander. Wir können sehr gespannt sien auf  das Experiment, zwei grundverschiedene Weltklassetrompeter – Till Brönner, in Jazz und Pop zuhause, und Sergei Nakariakov, Klassikvirtuose in Reinform – musikalisch zu vereinen.

Man kann darauf gespannt sein, denn die beiden kommen musikalisch gesehen aus ganz unterschiedlichen Welten und haben jeweils eine unverwechselbare musikalische Identität. Beide Musiker werden Trompete und Flügelhorn spielen. Außerdem mit dabei der amerikanische Jazz-Akkordeonspieler und Pianist Gil Goldstein, der das Ganze auch arrangiert.

 

Till Brönner • Sergei Nakariakov

Mi.13. Januar 2016  19.30 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal

Till Brönner Trompete, Flügelhorn
Sergei Nakariakov Trompete, Flügelhorn
Stephan Braun Violoncello
Dieter Ilg Kontrabass
Gil Goldstein Akkordeon, Klavier

Veranstalter: ProArte, Elbphilharmonie Konzerte

Warum reden wir nicht darüber, was uns wirklich bewegt?

Jetzt, da das Jahr zu Ende geht und die Besinnlichkeit kommt, häufen sich die Einladungen. Schön eigentlich. Aber dann sitze ich da, auf Partys oder an langen Tafeln und höre mir Geschichten an, die mich nicht interessieren, nicke, lächle und will eigentlich lieber nach Hause. Das klingt hart, aber je älter ich werde, desto kostbarer wird meine Zeit und die Frage, mit wem und wie ich sie verbringen will, steht im Raum. Früher, als es Zeit im Überfluss gab (vermeintlich), war das egal. Ein verlangweilter Abend, was machte das schon? Das ist heute anders. Ich liebe anregende Gespräche, liebe es, die vielen Fragen, die ich an das Leben habe, mit anderen zu wälzen. Doch ich stelle fest: In den wenigsten Runden kommt es dazu. Anekdoten werden ausgetauscht. Erlebnisse erzählt, ausführlichst, alltägliches Dit und Dat, keiner kennt die Leute, die darin vorkommen, nichts davon berührt die essentiellen Fragen des Lebens, und ich frage mich: Ja, so what? Da draußen rockt das Leben und wir ergehen uns im: Als ich neulich mal in Bergedorf war, oder  wie die Telekom mal wieder diesen doofen Brief geschrieben hat. Mich langweilt das. All diese Erlebnisse habe ich selbst, und ich finde sie nicht so interessant, anderen davon zu berichten. Vielleicht ist das normal, aber ich finde: Die Zeit ist zu kostbar, um sie damit zu verschwenden. Warum reden wir nicht über die wichtigen Dinge: Wovon träumen wir? Was macht uns Angst? Was bewegt uns, wenn wir nachts nicht schlafen können? Welche Fragen wälzen wir? Welche Unsicherheiten, welche Ängste, welche Erkenntnisse bewegen uns? Warum reden wir so wenig darüber? Das könnte so erhellend und interessant sein.  Wie anregend könnte das sein. Gerade jetzt in der Adventszeit, der Zeit der Besinnung. Manchmal habe ich den Eindruck, dass es eine Disziplinlosigkeit des Redens gibt. Dass wir uns zu wenig Gedanken darüber machen, was wir miteinander wollen, was wert ist, ausgetauscht zu werden und was nicht. Man hockt halt beieinander und sabbelt drauf los. Dabei hätten wir einander doch viel mehr zu geben. Und anderen, die unsere Aufmerksamkeit nötig haben, auch.

Wie man ein selbstbestimmtes Leben führt

Woran liegt es, dass wir häufig unsere Wünsche und Ziele nicht verwirklichen, obwohl wir es könnten? Warum begnügen wir uns mit Kompromissen, auch wenn diese uns nicht glücklich machen? Oft sehen wir die Schuld in äußeren Umständen, anstatt nach Lösungen zu suchen.

In dem Workshop SELBST! Gehen die beiden erfahrenen Coaches Hendrik Rabbow und Tatiana Schildt diesen wichtigen Fragen nach.

Aus über 20 Jahren Erfahrung haben die beiden Trainer Strategien für ein selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben eintwickelt. In dem Workshop werden aber nicht nur wichtige Inhalte, Theorien und Modellen vorgestellt, sondern für jeden Teilnehmer wird eine ganz persönliche Erfolgsstrategie entwickelt.

Hendrik und Tatiana gehen mit den Teilnehmern auf die Suche nach der ganz persönlichen Wirkkraft, denn Selbstwirksamkeit ist der Schlüssel für ein erfolgreiches und gesundes Leben: wer ausreichend davon Gebrauch macht, hat die besten Voraussetzungen seine Ziele zu erreichen. Die gute Nachricht: Selbstwirksamkeit lässt sich trainieren. Dadurch können wir wieder entdecken, was für uns als Kinder ganz selbstverständlich war: nämlich der freie und ungebremste Entwicklungswillen. Das ist unsere Kernenergie. Ohne diese wäre Stillstand.

Tatiana Schildt

Tatiana Schildt

Der Workshop SELBST! findet am 29./30. Januar 2016 im schönen Hotel Genueser Schiff statt – in Hohwacht an der Ostsee, mit weitem Blick über Meer und Landschaft, inmitten unberührter Natur. Entspannung, Inspiration und Tiefgang inklusive.

Hotel Genueser Schiff

Es gibt nur wenige Plätze und einen davon habe ich schon belegt. Ich kenne Hendrik und Tatiana gut und schätze sie sehr. Hendrik ist studierter Theologe und ein erfahrener Trainer. Er und Tatiana sind systemische Coaches und beide sind warmherzige, positive und sympathische Menschen und es macht großen Spaß mit ihnen zu arbeiten.

Anmeldung und weitere Informationen beim coaching &  consulting institute.
Email: info@coachingandconsulting.de;  Tel: 040. 42 10 45 56 Isestrasse 27 20144 Hamburg
Termin 29./30./(31.) Januar 2016, Hotel Genueser Schiff, Hohwacht an der Ostsee
Basis Workshop A 29./30. Januar 2016. Übernachtung mit Vollpension im Einzelzimmer
Individual Training B 31. Januar 2016. Übernachtung mit Vollpension im Einzelzimmer

Sänger gesucht

von 13. November 2015 0 No tags Permalink 9
Fotos:Olaf Malzahn

Singen macht bekanntlich Spaß und es kann sogar glücklich machen, denn es kann die mentale Verfassung beeinflussen. gemeinsamer Gesang ist daher viel mehr als als kollektiv erzeugter Wohlklang.

Wer darin schon geübt ist und sich auch vor schwierigen Stücken nicht scheut, kann sich ab sofort für den Schleswig-Holstein Festival Chor bewerben. In 2016 kommen wieder große Werke der Chorliteratur unter bedeutenden Dirigenten zur Aufführung. Der Festivalchor des Schleswig-Holstein Musik Festivals steht allen musikbegeisterten Laien mit solider Chorerfahrung offen. Ein Vorsingen entscheidet darüber, wer zu den Chorproben und den sich anschließenden Konzerten eingeladen wird.

Ein Chor aus ca. 180 Sängerinnen und Sängern trifft sich zu verschiedenen Probenphasen mit Nicolas Fink, der auch die a-cappella-Konzerte in Lübeck und Lüneburg leitet. Auf dem Programm steht die a-cappella-Werke von Reger, Rheinberger und Mahler.

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Das Schleswig-Holstein Musik Festival 2016 widmet dem Komponisten Joseph Haydn vom 2. Juli bis zum 28. August 2016 eine umfangreiche Retrospektive.

Gemeinsam mit dem NDR Sinfonieorchester unter Sir Roger Norrington gestaltet der Festivalchor das Abschlusskonzert des SHMF 2016 und setzt mit der »Schöpfung« von Joseph Haydn einen glanzvollen Schlusspunkt.

Nicolas Fink, Chordirektor
Simon Halsey, Artistic Advisor
Vorsingen 2016
Hamburg 16.1. und 29.1. bis 31.1. 2016
Hannover 8.1. 2016
Kiel 5. und 6.2. 2016
Lübeck 17.1. und 7.2. 2016
Konzerte
20. August, Dom, Lübeck
21. August, St. Michaelis, Hamburg
28. August, Abschlusskonzert des SHMF, Kiel, Sparkassen-Arena
Anmeldeschluss: 3. Januar 2016
Detaillierte Informationen und die Online-Anmeldung finden Sie unter www.shmf.de/chor

Zehn Gründe, warum Pendeln gar nicht so übel ist

 

Berufspendler. Wie das schon klingt! Ich wohne außerhalb der Hamburger Stadtgrenze und fahre jeden Tag zu meiner Arbeitsstelle ins Zentrum. Morgens 25 Kilometer, abends 25 Kilometer. Mal im Auto, mal in der Bahn. Pendeln sei schlimm, habe ich jetzt mehrmals gelesen. Es mache Stress. Jeden Tag im Stau. Oder in der Bahn mit so vielen Menschen. Oh Gott. Und dann die viele schöne Zeit, die man in Fahrzeugen verplempert. So viel Verdruss, und am Ende: sterben Pendler früher. Liebe Mitpendler: Wollen wir das auf uns sitzen lassen?

Zehn Gründe für das Pendeln:

1. Im Auto: Endlich in Ruhe Radio hören: Politik, Gespräche mit spannenden Leuten, Lesungen. Musik, so laut man will, mitgrölen, keiner meckert. Herrlich.
2. Ungestört Gesichts- und Beckenbodengymnastik machen
3. Den Gedanken freien Lauf lassen (geht auch in der Bahn). Wo sonst kann man das?
4. Den Rücken mal so richtig von der Sitzheizung durchwärmen lassen. Jede Faser spüren.
5. Den Wechsel der Jahreszeiten beobachten. Den Himmel, die Wolken, das Licht.
6. In der Bahn: in Ruhe Zeitung lesen oder ein Buch. Bahnfahrer lesen viel!
7. Leute gucken. Gesichter beobachten, es gibt so schöne.
8. Gesprächen zuhören, irren Telefonaten. Nicht ärgern – zuhören! Im Theater bezahlt man Geld dafür.
9. Sich an der Vielfalt der Hautfarben erfreuen. Hamburg ist Weltstadt, darauf sind wir doch stolz.
10. Dem Gegenüber zulächeln, fast alle lächeln zurück. Der Tag ist gemacht.

Haben auch Sie Lust, neue Leute kennenzulernen?

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Es wird Herbst. Zeit für Begegnungen, und der Elbsalon öffnet seine Tür: Dinner for ten.

Wir suchen zehn Hamburger, die neugierig auf neue Leute sind. Die gemeinsam mit uns an einem Tisch sitzen, essen, trinken, reden, lachen, sich vergnügen wollen.

Ein Salon nicht virtuell, sondern in echt.

Wann? Am 6. November.
Wo? An einem tollen Ort in Hamburg, den wir rechtzeitig bekannt geben.
Wer? Fünf Frauen und fünf Männer, eher 55 als 35, eher ungebunden als verbandelt.
Und dann? Ein Stammtisch? Neue Freunde? Neue Liebe? Wir sind offen.

Haben Sie Lust, dabei zu sein? Dann senden Sie uns eine Email mit ein paar Sätzen über sich an: info@elbsalon.de. Wir freuen uns.

Liebe Elbsalon-Leser,
herzlichen Dank für die vielen Anmeldungen zum ersten „Dinner for ten“. Wir haben unter allen, die sich bis jetzt angemeldet haben, zehn Teilnehmer ausgelost, die wir per Email benachrichtigt haben. 
Wir freuen uns auf den Abend!

Platz im Kopf – Selbstangeleitete Meditation per App

Eine Reise kann ja so bereichernd sein. Für mich war es meine letzte Reise in die USA. Ich wollte schon immer mit selbst-angeleiteter Mediation anfangen. Nicht nur die 5-10 Minuten, die die Yogalehrerin einlegt, bevor es mit der Stunde losgeht. Sondern richtige Meditation, die mir Kraft geben kann wenn ich sie brauche, die ich selbst bestimmen und vor allem an meinen Tagesablauf anpassen kann. Aber wie es so ist: Irgendwas hatte immer Priorität, irgendwie waren da immer vorrangige Themen. Meditation ist schließlich nicht lebensnotwendig.

Dann kam diese Reise in die USA, an die Westküste, dorthin, wo Technologieunternehmen, „Startups“, gerade wie Pilze aus dem Boden sprießen. Es klingt wie ein Paradox, aber gerade dort hat gefühlt jeder Zweite den ich kennengelernt habe mit Meditation zu tun gehabt. Und jeder zweite von diesen Zweiten benutzt für die selbst-angeleitete Meditation eine App: Headspace.

Die sanfte Stimme von Andy, dem Gründer der App, ent-mystifiziert Mediation zunächst in einer zehn-tägigen, kostenlosen Probesession. Leider kann die App bis jetzt nur Englisch, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie früher oder später auch in anderen Sprachen über den Atlantik, bzw. den Pazifik, schwappt. Die 10 Probetage waren für mich gerade genug um zu merken, dass es dort draußen ein ganzes Universum gibt, das mir guttun könnte, und das ich mir mal genauer ansehen will. Ab dem 10. Tag kostet die App dann ungefähr soviel wie ein Kaffee bei Starbucks – im Monat. Für mich ist es das wert. Meditation ist nicht lebensnotwendig. Aber sie macht mein Leben und das der Menschen um mich herum sehr viel besser.