Pop-Poesie auf Ladinisch

von 24. Oktober 2014 0 , Permalink 17

Das Trio Ganes besteht aus zwei Schwestern und einer Cousine, die alle drei aus den Dolomiten kommen und deren Muttersprache Ladinisch ist. In der Prinzenbar stellen sie morgen ihr viertes Album CAPRICE. Dabei erzählen die drei Südtirolerinnen wunderbare Geschichten, direkt aus ihrem Leben und voller Poesie und betten sie obendrein in raffinierte Melodien. Ihr klangvoller Chorgesang vermischt sich mit eigenwilligen Rhythmen. Ich habe sie vor zwei Jahren schon einmal live erlebt und finde sie wunderbar.

Sa. 25.10.2014 um 19.30 h in der Prinzenbar, Spielbudenplatz 19, 20359 Hamburg

 

Woks, Wraps und scharfes Wasabi: Der Chilli Club

Keine Angst: So scharf, wie es sich anhört, sind die Gerichte im Chili Club gar nicht. Besonders gut sind die Asian-Tapas, wie Dim Sum, Jakobsmuscheln- und die Enten-Wraps, Wok-Gerichte und Sushi. Zudem werden hier außergewöhnliche, asiatisch inspirierte Gerichte wie Rinderfilet auf Wasabi-Kartoffelpüree mit einer Sommerrolle und Teriyakisoße kreiiert.

Die großräumige Brasserie mit asiatischem Flair liegt an den Magellan-Terrassen direkt am Wasser. Es gibt eine Bar mit großer Cocktailkarte und eine Lounge, die zum „chillen“ einlädt. Daher wurde auch der Name abgeleitet.

Der Chilli Club war das erste Restaurant in der Hafencity und wir haben hier schon ein paar Mal gut gefeiert, denn in der Lounge kann auch getanzt werden.

Chilli Club, Am Sandtorkai 54, 20457 Hamburg

 

Café Leonar zieht wieder an seinen Stammsitz Grindelhof 59 zurück

Genau 90 Wochen nach Abriss des alten  Stammsitzes zieht das Café Leonar von seinem Provisorium am Hallerplatz/Grindelhof  wieder an seine ursprüngliche Adresse am Grindelhof 59 zurück und eröffnet am Sonntag den 5. Oktober 2014 im Neubau frisch wieder seine Türen. Der Übergangsstandort ist ab Montag den 29. September 2014 geschlossen.

Das Café Leonar ist Frühstückscafé, Mittagstisch, Nachmittagstreffpunkt, Abendrestaurant, Nachtbar und literarischer Salon in einem. Es ist sehr beliebt nicht nur im Viertel, sondern auch über Hamburgs Grenzen hinaus. Es herrscht aber immer eine entspannte Atmosphäre, wobei bekannte Gesichter, Künstler, Literaten, Schauspieler und Sänger vom Publikum großzügig nicht besonders beachtet werden… Man ist ja schließlich Hamburger und cool.

Größer und schöner im neuen Haus, aber wie gewohnt mit geschätzter, leicht orientalisch angehauchter Küche und seinem berühmten jüdischem Literatursalon am Grindel einmal im Monat jeweils an einem Sonntag. Als Stammgast der ersten Stunde des Café Leonar freue ich mich auf die Wiederöffnung am kommenden Wochenende!

Wir berichten demnächst ausführlich über den jüdischem Literatursalon am Grindel und die neuen Räumlichkeiten.

Café Leonar, Grindelhof 59, 20146 Hamburg, (ab Sonntag den 5. Oktober 2014!)

Mo-Do: 08:00 – 00:00 Uhr
Fr: 08:00 – 01:00 Uhr
Sa: 09:00 – 01:00 Uhr
So: 09:00 – 22:00 Uhr

Mein Feierabendbier und gute Gespräche über Freundschaft

Café Miller, St. Pauli

Vor ein paar Tagen, es war ein herrlich warmer Abend, saß ich nach der Arbeit vor dem Café Miller in St. Pauli, um bei einem Bier meinem Kopf zu entspannen. Das Café Miller ist  eine kleine etwas schrummelige und angenehm unaufgeregte Bar mit einem guten Angebot an Getränken, guter Musik und guten Sandwiches. Eine Freundin, die St.Pauli gut kennt, hat mir diese Kneipe mal gezeigt, und nach einem vollen Tag im Medienbusiness mit seinen Eitelkeiten Angestrengtheiten genieße ich es, in dieser völlig anderen Umgebung ein Weilchen „abzuhängen“. Während ich nun mein Bier trank, diskutierten am Nebentisch drei junge Männer und unterhielten sich über Freundschaft. Wieviel Verbindlichkeit darf eine Freundschaft verlangen? Darf eine Freundin, die heiratet, erwarten, dass man quer durch Deutschland fährt, um dabei zu sein, auch wenn einem gerade nicht danach ist und man etwas anderes vorhat? Wieviel Freiheit darf eine Freundschaft kosten? Und wieviel Pflege darf sie beanspruchen? Einmal im Jahr entspannt zusammen sein, sei ihm doch viel lieber, als regelmäßige gequälte Verabredungen, sagte einer. Das Ritualisierte stoße ihn ab, man soll sich treffen, wenn an Lust hat, und wenn das nur einmal im Jahr sei, dann sei es gut. Echte Freundschaft verlange kein ritualisiertes Beisammensein. Die anderen stimmten ihm zu. Ich habe das anders gelernt: Zur Pflege einer Freundschaft gehört, dass man sich regelmäßig begegnet. Auch wenn man  sich manchmal aufraffen muss. Für eine Freundschaft muss man etwas einsetzen, wenn die Freundin heiratet, ist man dabei, gar keine Frage. Die jungen Männer mit den Käppis sehen das anders. Sie sehen diese Notwendigkeit nicht, ihr Freundschaftsbegriff ist unverbindlicher. Sie haben offenbar keine Angst, dass eine Freundschaft verbleicht, wenn man sich nicht ständig darum kümmert. Oder ist es ihnen egal? Das glaube ich nicht, weil sie mit einer solchen Ernsthaftigkeit darüber diskutierten. Sie vertrauen darauf, dass ihre eher lässige Definition von Verbindlichkeit einer Bindung nicht im Weg steht. Das finde ich interessant. Eigentlich hätte ich mich gern zu ihnen gesetzt, um mit zu diskutieren. Ich hätte gern mehr von ihnen  gehört.

Café Miller
Detlev-Bremer-Str. 16
20359 Hamburg – St. Pauli

Die Weine vom Witwenball

In den 20er Jahren unterhielt eine gewisse Elfriede in den Räumen in der Weidenallee in Eimsbüttel ein schräges Tanzlokal namens Elfriedes Witwenball, das es bis in die 80e Jahre gegeben hat. Den zweiten Teil des Namens dieser Institution haben die neuen Betreiber Julia und Axel Bode beibehalten und haben nun in diesen ehrwürdigen Räumen ihren Traum verwirklicht. Sie betreiben dort eine Weinbar mit Restaurant. Das Ganze wurde mit architektonischem Know-How von dem Restaurantplaner  Giorgio Gullotta im Art Deco Look eingerichtet

Weinliebhaber können sich über eine Auswahl von tatsächlich 150 ausgesuchten Weinen freuen, von denen mehr als 30 offen ausgeschenkt werden. Axel Bode ist geprüfter Sommelier und legt seinen Schwerpunkt auf junge, exzellente deutsche Winzer. Dazu gibt es ein kleines, sehr feines Angebot an Speisen.

Außerdem werden im Witwenball auch regelmäßig Weinproben und Vorträge gehalten und man kann die Weine dann auch gleich im Restaurant kaufen. Da das Leben ja bekanntlich zu kurz ist, um schlechten Wein zu trinken: Also, auf in den Witwenball!

Witwenball, Weidenallee 20, 20357 Hamburg

 

Den Sorte Skole im Mojo Club

 

 

Den Sorte Skole (zu deutsch: die schwarze Schule) sind ein Produzenten-Duo aus Kopenhagen, die am kommenden Freitag, ihr neuestes Werk Lektion III im Mojo Club präsentieren. Sie haben aus tausenden von Samples aus der ganzen Welt großartige Klangcollagen gemischt: Musikalisches Geschichtenerzählen mit Sounds. Es gibt kein festgelegtes Genre, sondern Folk, Rock, elektronische Musik, Reggae, Klassik, Feldaufnahmen und viel, viel mehr Musikstücke werden makellos gemischt und fliegen bei ihren Live-Auftritten geradezu durch die Lautsprecher.

Freitag, den 12. September 2014, 23:00 Uhr

Mojo Club, Reeperbahn 1, 20359 Hamburg

 

HEIMAT

HEIMAT heißt das Restaurant mit Bar im 25hours Hotel. Das ganze Hotel, samt Lobby und einer Etage zum Relaxen und Musikhören, ist lässig und unprätenios und ist daher tatsächlich zu einer Art Wohnzimmer für Gäste und Nachbarn geworden. Das Hotel hat Hafenambiente und  erinnert ein bisschen an ein originelles Seemannsheim .

In der Mitte des Restaurants liegen zwei Stapel mit Teppichen, auf denen man beim Essen sitzen kann, eine Reminiszenz an die Teppichhändler der Speicherstadt. Die Gerichte sind meist regionale Spezialitäten, wie friesisches Lamm. Besonders beliebt ist der Hamburger mit knusprigenPommes Frites aus der Zeitungstüte. Morgens gibt es ein reichliches Frühstück oder in der Lobby Kaffee mit Croissants und einer besonders guten Auswahl an Zeitungen und Zeitschriften im mare Kiosk. Donnerstagsabends legen im Restaurant DJs auf und an der Bar gibt es natürlich den guten Hamburger Gin Sul. Na dann, Prost!

Heimat Küche Bar, Überseeallee 5 ,22297 Hamburg

 

Vesper im VJU

VJU VESPEREs gibt Dinge, die kann man wirklich nur in Wilhelmsburg erleben. Oder haben Sie schon einmal Abendbrot mit vielen kleinen Köstlichkeiten und einem absolut atemberaubenden Blick auf Hamburgs auf dem Dach eines Flakturms gegessen? Hört sich spannend an und ist es auch, denn obendrein kann man, mit etwas Glück und Offenheit, bei dem Dinner bei Kerzenlicht auch noch interessante Gespräche führen und neue Bekanntschaften machen, denn hier sitzen alle Gäste gemeinsam an langen Tafeln.

Das Ganze spielt sich einmal im Monat in 30 m Höhe im VJU ab, einem kleinen Café, oben auf dem Energiebunker in Wilhemsburg, der übrigens ebenfalls sehr sehenswert ist. Der monumentale Bunker, gebaut aus 80.000 Kubikmetern Stahlbeton, war 60 Jahre stillgelegt und wurde zur IBA mit einem riesigen Thermalspeicher ausgestattet. Mittlerweile versorgt dieser Energiebunker ein ganze Viertel mit klimafreundlicher Wärme und obendrein spiest das regenerative Kraftwerk Strom ins Hamburger Netz. Wer sich dafür interessiert, kann vor dem Dessert an einer Führung in die Energiezentrale im Kern des Bunkers teilnehmen, wo in einer Ausstellung die Geschichte des Flakturms bis zur Sanierung und Umgestaltung als Energiezentrale dokumentiert ist.

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Wer es morgen, am 19.8. nicht mehr schafft einen Platz zu ergattern, hat vielleicht Glück beim einem der nächsten Termine, am 16.9. oder 14.10.2014 dabei zu sein. Es lohnt sich.

innenraum

VJU im Energiebunker, Neuhöfer Straße 7, 21107 Hamburg,Tel. 0151 20515542
Infos und Anmeldung unter: http://www.ladoucecatering.com.

 

Café Amphore

Nur wenige Besucher des Café Amphore wissen noch, dass hier früher mal ein bekannter und berüchtigter Sex-Club war, in dem sich, so der Mythos, selbst Mick Jagger und die Rolling Stones vergnügt haben sollen. Damals gab es noch nicht die schönen Außenplätze mit dem sensationellen Blick über dem Hafen, sondern nur den Club mit einer kleine Bühne und Séparées. Auf einer kleinen Bühne wurden Sex-Shows gezeigt und Gäste machten zu vorgerückter Stunde munter mit. Der Club bezeichnete sich, wegen seiner wilden Sex-Orgien auch als „Hafen der Lüste“ und Geschäftsleute, Medienmacher, Musiker, Politiker und andere Männer gaben sich hier die Klinke in die Hand. Jetzt gibt es hier von 10.00 h bis 15.00 h köstliches Frühstück, z. B. italienisches mit Ciabatta und Mortadella oder bayerisches mit Weißwurst und süßem Senf. Nachmittags gibt es Snacks und später eine kleine Abendkarte, alles zu fairen Preisen. Das Café drinnen ist eher schlicht und unspektakulär, aber die Lage und Atmosphäre draußen bei gutem Wetter machen das wett. Super zum Chillen und entspannen, Leute und Schiffe gucken., denn die Straße ist autofrei. Abends gibt es hier, in unregelmäßigen Abständen meist Donnertags, mit einem DJ von sieben bis Mitternacht, „early vibes“ und manchmal auch Live Musik-Performances. Das Café Amphore liegt in der Hafenstraße mitten in St. Pauli, das zum Glück immer noch seinen rauhen Charme und Hautgout hat.

 Café Amphore, Hafenstraße 140, 20359 Hamburg St. Pauli

Das Leben ist kein Ponyhof…

PonyBar_72dpi… schade, aber auch für Studenten und Profs kein Grund zum Verzweifeln. Lieber in die Pony Bar gehen und dort tagsüber gemütlich einen guten Latte Macchiato schlürfen und dazu ein Franzbrötchen vernaschen oder abends das abwechslungsreiche Kulturprogramm konsumieren. Sonntagabends trifft sich im Hinterzimmer ein Tatort-Club um gemeinsam die Kult-Krimis zu sehen. Als ich studiert habe, gab es die Pony Bar, im ehemaligen Pferdestall noch nicht, aber wenn wir ins ABATON gehen, machen wir öfters einen Abstecher dorthin und denken manchmal ein wenig wehmütig an unserer eigenes Studentenleben. Spätestens beim dritten Glas Rotwein überwiegt die Meinung: Damals war das Leben noch ein Ponyhof…

PONY BAR, Allende-Platz 1, 20146 Hamburg‎