Grün! Raus! Jetzt!

Als ich gestern durchs Blankeneser Treppenviertel stromerte und davon tagträumte, wen ich am liebsten aus seinem hübschen Häuschen werfen würde, um selber einzuziehen, merkte ich wieder: Hamburg ist gerade maximal grün! Grün wohin man nur sieht, sattes, gieriges, strotzendes Grün. Die Büsche, Bäume und Sträucher wissen gar nicht mehr, wohin mit all ihren saftigen Blättern und jungen Trieben… reinbeißen will man da. Pinke Rhododendren pieken einem fast schon penetrant ins Auge; lila Flieder, roter Klatschmohn, blaue Kornblumen balzen um die Wette. Bunt, prall, schön. Angeber. Und der Geruch erst.  Ein Rausch ist das. Natur-Porno, reine Therapie-to-go. Also danken wir dem blöden Nieselwetter der letzten Wochen, dass es unser Hamburg so fürsorglich gegossen hat, und uns den maximal grünen Frühsommer beschert. Das Schöne ist, dass man nicht mal weit rausfahren muss, kaum verlässt man das Haus, drängelt sich die erste Baumkrone ins Blickfeld. Wem das nicht reicht: hier ein paar Inspirationen für schöne Hamburg-Spaziergänge. In dem Sinne, genug gebloggt, Jacke an und raus.

Survey of the Space – Jörg Plickat’s Recent Sculptures

von 26. Februar 2015 0 No tags Permalink 3

The Drostei Foundation has opened the most comprehensive solo exhibition in Germany to showcase and honour Jörg Plickat’s work on the occation of the artist’s 60th birthday. Born in 1954 in Hamburg, Jörg Plickat is one of Germany’s most prominent sculptors of his generation.
Acting like an architect, Jörg Plickat plays with geometric shapes, adds cubes or remove them again. Experimenting and swirling the geometric forms on the head, around its own axis, he is changing the perspectives. Monumental beams made of steel are turned, curved or bent. Granite cubes are moved into each other, in process of construction and reduction.

Main subject in Plickat’s work is to challenge the position of the figure in space. The intention to deal with volume, space and balance runs like a thread through his sculptural work but also at his nude drawings of the early years. The title of the exhibition „The Survey of the Space. Sculptures and Drawings“ aspects these motifs, presenting a fascinating selection of previously unreleased artworks, sculptural works in stone, bronze and steel, diagrams and drawings from different periods of Plickat’s thirty-year career.
Jörg Plickat is living in Bredenbek in Germany, but working and exhibiting worldwide. In 2011 he was selected to teach as guest professor first at the prestigious Chinese Academy of Art and Design of the Tsinghua University Beijing and than several times at the China National Academy of Arts in Hangzhou, and in 2014 he tought at Spain’s eldest and top-grade university, the Universidad Conplutense de Madrid, UCM.

The Drostei Foundation organized Plickats’s retrospective solo show completing this unique exhibition in Germany with a documentary section, showcasing architectural landscape models and photographs on Alu-Dibond. One of the highlights of the show are the day and night site installations of the large outdoor sculptures “Dialogue” and “Divided World” at Drostei entrance terrace and Park. Plickat’s sculptures are so big and heavy that they always require logistical precision. Therefore special traffic road permits were needed to get them to the Drostei Foundation in Pinneberg.
Anyway and anywhere, Plickat’s site specific outdoor sculptures raise the question about recent global changes in social and economic constellations. How are people living together? How do they communicate? Caused by economic and political globalization, transformations of architectual public spaces without identity are booming up. Faceless and surreal districts. Even if they are real, they were perceived as unreal. Plickat’s monumental works in public space however, whether in Pinneberg, Beijing or New Orleans, challenge the space in an ambivalent, visionary way. This German artist is a cross between an architect, poet, philantropist, provocateur and visionairy.

The architecture of the exhibition space in Pinneberg, the historical Rococo building of Drostei Foundation, features the characteristic Baroque elements, dynamism, strong curves and general complexity, which allows to create corridors with different, always unexpected perspectives to point out the sculptural proportions, to move the viewer through them and through the space surrounding them.

Inside this fluidity of design and proportion a sense of emotion is coming up, when the viewer perceives the genesis of the artist’s sculptural forms, from the relative simplicity of a geometrical form to the complexity of circles or multi level geometrical constructions. No doubt, this show is creating an unforgetable feeling of space in motion, when the entire room becomes part of the sculptural field. No coffee, but survey of space to take-away.

EXHIBITION

The Survey of the Space. Sculptures and Drawings. Jörg Plickat’s 60th Birthday Solo Exhibition. February 8 – March 29, 2015

LOCATION

Logo

Drostei Foundation -Dingstätte 23, 25421 Pinneberg, Germany, Phone + 49. (0)4101.210 30, Email: info@drostei.de
OPENING HOURS: Wednesday to Sunday, 10 AM – 5 PM
CATALOGUE: Drostei Foundation launches a fully illustrated catalogue that will accompany the Jörg Plickat exhibition.

CONTACT ARTIST: Jörg Plickat

CONTACT DROSTEI: Artistic Director Stefanie Fricke

CONTACT AUTHOR Dr. Barbara Aust-Wegemund Art Historian, Curator www.arthistoryconsulting.de

Photo: Hayo Heye Jörg Plickat, Sculpture „Divided World“ in front of Drostei Foundation

Wie hätten Sie’s denn gern?

Universum_Entscheidungen

Der Tag ist erst halb rum, aber Sie haben heute vermutlich schon mehrere tausend Entscheidungen getroffen. Hirnforscher gehen davon aus, dass wir täglich bis zu 20.000 unbewusste und bewusste Entschlüsse fassen. Die Email schreiben oder lieber direkt anrufen, auswärts essen oder ein Brot schmieren, Theater oder Kino – wie treffen wir diese alltäglichen und wie die großen – heiraten oder trennen, Job wechseln oder beim Arbeitgeber ausharren, in der Wohnung bleiben oder umziehen – Entscheidungen? Eine außergewöhnlich gut gestaltete Ausstellung in Bremen widmet sich jetzt diesem Thema.

Das Bremer Universum Science Center in der kleineren Schwesterstadt Hamburgs ist dafür bekannt, auch schwierige Zusammenhänge interaktiv und leicht verständlich aufzubereiten. Die Sonderausstellung „Entscheiden – Eine Ausstellung über das Leben im Supermarkt der Möglichkeiten“ ist dabei keine Ausnahme. Das doch recht intellektuelle Thema „Entscheiden“, das wenig plastisches Anschauungsmaterial bietet, wird entlang des Supermarkt-Themas entzückend umgesetzt. Der Ausstellungsgast tritt mit Einkaufstüte und Einkaufszettel in den Saal, kann an Computern, die wie Gemüsewaagen aussehen, seine eigene Entscheidungsfreude testen und liest die Etiketten, die die Waage ausspuckt, mit dem Scanner aus an einer Kasse, die das Ende der Ausstellung markiert. Hier erhält er eine Auswertung über das eigene Wahlverhalten auf – natürlich – einem Kassenzettel.

Die Statistik, welche Berufe junge Menschen wählen, wird  anhand der Arbeitskleidung dargestellt.

Die Statistik, welche Berufe junge Menschen wählen, wird anhand der Arbeitskleidung dargestellt.

Dabei gleitet die Ausstellung nicht ins Alberne ab, sondern vermittelt eine Fülle von Informationen, die das Thema „Wie trifft der Mensch Entscheidungen“ von allen Seiten beleuchten: Was hilft bei der Entscheidungsfindung? Kann man sich auf die Intuition verlassen? Wie entscheiden Kinder? Was geht im Körper vor,  wenn wir eine schnelle Wahl treffen müssen?

Zahlreiche Statistiken veranschaulichen, was Menschen wählen – welchen Job, welche Partei, welche Partnerschaft. Entscheidungsforscherinnen kommen ebenso zu Wort wie Giovanni di Lorenzo und Henning Scherf, die berichten, wie sie Entscheidungen treffen und an vielen der interaktiven Stationen hört man die Stimmen der ganz normalen Durchschnittsdeutschen, die berichten, warum sie sich wofür entschieden haben.

Der letzte Ausstellungsraum ist dunkel gehalten: Hier erfährt die Besucherin von den Malen, bei denen der Mensch keine Wahl treffen kann.

Die Ausstellung ist noch bis zum 10. Mai 2015 im Universum Bremen, Wiener Str. 1a, 28359 Bremen zu sehen. Erwachsene zahlen 8,- Euro und Ermäßigte 6,- Euro, Gruppen 7,- bzw. 5,- Euro (ermäßigt). Geburtstagskinder bekommen eine kostenlose Ehrenkarte!

 

 

 

Tondern im Advent

Copyright: U. Mathilde Ammermann

 

Es ist ja manchmal so, dass man sich Sachen vorstellen muss, wenn man ein Buch schreibt. Als ich zum Beispiel das Sylt-Buch geschrieben habe, löste der Frühling gerade den Winter ab. So weit so schön, Sylt ist prima im Frühling, noch besser im Sommer, finden die meisten und hat seine ganz eigene Stimmung im Herbst, finde ich. Denn da habe ich begonnen, auf der Insel für das Buch zu recherchieren. Zu einer gedanklichen, äh, Herausforderung*, wurde es, als ich über die Ausflüge schrieb, die man von Sylt aus unternehmen kann, nein: sollte.

Tondern in Süddänemark zum Beispiel

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LICHTGRENZE: Heute Abend steigen die weißen Ballons in den Nachthimmel von Berlin!

25 Jahre Mauerfall – 25 Minuten Ballonaufstieg
9. November 2014 | ab 19 Uhr

  • Zahlreiche Aktionen entlang der Strecke
  • Prominente Paten geben Startsignal am Brandenburger Tor
  • Umfassende Dokumentation und Übertragung im TV
  • Jeder kann online mitmachen: www.fallofthewall25.com

Vom 7. bis zum 9. November 2014 wird das innerstädtische Berlin von der Bornholmer Straße über den Mauerpark und die Gedenkstätte Bernauer Straße, zum Reichstag, vorbei am Brandenburger Tor und Checkpoint Charlie bis zur East Side Gallery vorübergehend geteilt: 8.000 weiße, leuchtende Ballon bilden die LICHTGRENZE entlang des ehemaligen Mauerverlaufs, die noch einmal an die Teilung Berlins von vor 25 Jahren erinnert. Die LICHTGRENZE wird durch ihre starke, emotionale visuelle Kraft die Dimension und auch die Brutalität der Mauer in Erinnerung rufen. Zum Höhepunkt des Jubiläums lassen die Ballonpaten in einer spektakulären Gemeinschaftsaktion diese auf der ganzen Länge der Installation – unter anderen am Brandenburger Tor, im Mauerpark und an der East Side Gallery – in den Himmel steigen.

Innerhalb von 25 Minuten steigen zu Beethovens 4. Satz der 9. Sinfonie, der „Ode an die Freude“, gespielt von der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim, die Ballons der LICHTGRENZE nach einer ausgeklügelten Dramaturgie parallel an verschiedenen Orten auf. Das Startsignal geben der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und prominente Paten am Brandenburger Tor. Schlusspunkte des Ballonaufstiegs sind die Oberbaumbrücke und die Bösebrücke/Bornholmer Straße.

Weitere Informationen zum Streckenverlauf und zur Choreographie des Ballonaufstiegs hier klicken.

 

Look Up

Planetarium Hamburg, Stadtpark Photo: Tim Florian Horn

Author: Ryan Gresham. When you’re busy searching the supermarket baskets for a ripe avocado – or pecking out another e-mail at work, or ogling a chat show from the couch – it’s easy to forget you are living on a spinning ball of iron ore blasting through an exploding universe. And that’s just where a place like the Planetarium Hamburg comes in handy: an offbeat reminder to drop our humdrum routines now and then and just look up.

But craning your neck skyward, of course, might not only cause a few physical aches, but possibly some metaphysical ones in the bargain. Where did it all come from up there? If you turn to today’s experts for help, you might be left still baffled. Rock star physicist Stephen Hawking, for example, says the universe could have created itself from nothing. But that does, well, nothing to unburden us from the old ex nihilo nihil fit conundrum: how can something come from nothing? (It also brings to mind Martin Rees, Britain’s Astronomer Royal, who noted awhile back that while Hawking is a fine physicist, his philosophical and theological skills really aren’t all that.)

But another celebrity physicist, Lawrence Krauss, thinks he has Hawking’s back. Krauss will tell you that things do, indeed, pop out of “nothing” in our universe. Just take a vacuum state in space, he says, throw in the laws of quantum mechanics – and poof: all sorts of things can pop into existence – and routinely do. But the semantic sleight of hand here is obvious: quantum vacuums – not to mention the universe itself and the physical laws operating in this cosmic recipe – are certainly not nothing; they are, in fact, a whole lot of something. Krauss’s linguistic misdirection involves using the word “nothing” the way one might in describing a quiet stretch of road in the Bavarian countryside by saying, “There is absolutely nothing here.” So much for certain experts. And so our star-gazing and head-scratching continues.

Designed by Hans Loop in the 1920s, the Planetarium Hamburg was built, presumably, to help foster public interest in just such cosmological quandaries. Engineers fabricated the planetarium out of a derelict water tower – which gives it the perfectly zany look of a comic book rocket ship ready to blast off – and added a reflecting pool that does a dandy job of doubling its otherworldly spookiness. Inside, you’ll find lots to help you on your scientific quest, including brainy laser shows about the cosmos to watch in the comfy theater – which uses a new-fangled Zeiss projector to unleash the celestial archipelago across its roomy dome. (If you don’t speak German, though, be sure to check the planetarium’s schedule to see if an accompanying narration is available in English; bring a Freund along if not.)

Planetaria like the one in Hamburg are great at getting us to redirect our gazes from the smartphones in our palms to something much smarter above our heads – at least for a moment. And for those less ontologically-inclined day-trippers, a visit to the beast in Hamburg’s beautiful Stadtpark can at least demonstrate just how much can be done with an old water tower.

 Planetarium Hamburg, Otto-Wels-Straße 1

Landpartie: Vom Genueser Schiff ins Hessenstein

Wenn uns der Sinn nach Natur, Strand und Wellenrauschen steht, fahren wir manchmal am Wochenende ins Genueser Schiff. Der ungewöhnliche Name dieses kleinen Hotels, ist übrigens einem Gedicht von Friedrich Nietzsche entnommen. Den mochte nämlich die Gründerin dieses Hauses, Gräfin von Waldersee, besonders gerne, die 1950 am Rande des Fischerdorfes Hohwacht eine schlichtes Sommerhotel eröffnete. Inzwischen ist das romantische, reetgedeckte Haus generalsaniert und modernisiert und um das nahe dahinter gelegene „Genueser Landhaus“ erweitert worden.

Das Beste: Es liegt direkt am Meer und man kann hier lange ausschlafen, denn bis Mittags wird das Fühstück direkt an die hauseigenen Strandkörbe serviert, wenn man eine kleine Fahne hisst. Dort kann man dann gemütlich lesen, dösen oder einfach die Seele baumeln lassen. Natürlich kann man hier auch schwimmen, stundenlang am Strand spazieren gehen oder sich mal im Fliegenfischen versuchen.

Mittages kann man in das nahegelegene wunderschöne Dorf Gut Panker gefahren und dort im gemütlichen Restaurant Ole Liese essen.

Ole Liese

Abends gehen wir dann meist ins Forsthaus Hessenstein, eins meiner Lieblingsrestaunts.

Hessenstein_original

Das Restaurant hat eine wirklich exzellente Küche und wird seit 25 Jahren von Peter Marxen bewirtschaftet, der lange den legendären Jazz Club Onkel Pös Carnegie Hall betrieben hat. Daher wird auch im Hessenstein wird nachts oft klasse Musik gespielt. Keep Jazzin’ heißt dann das Motto.

Ja, das Leben ist schön.

Genueser Schiff, Seestraße 18, 24321 Hohwacht

Forsthaus Hessenstein, Gut Panker, 24321 Panker

Vesper im VJU

VJU VESPEREs gibt Dinge, die kann man wirklich nur in Wilhelmsburg erleben. Oder haben Sie schon einmal Abendbrot mit vielen kleinen Köstlichkeiten und einem absolut atemberaubenden Blick auf Hamburgs auf dem Dach eines Flakturms gegessen? Hört sich spannend an und ist es auch, denn obendrein kann man, mit etwas Glück und Offenheit, bei dem Dinner bei Kerzenlicht auch noch interessante Gespräche führen und neue Bekanntschaften machen, denn hier sitzen alle Gäste gemeinsam an langen Tafeln.

Das Ganze spielt sich einmal im Monat in 30 m Höhe im VJU ab, einem kleinen Café, oben auf dem Energiebunker in Wilhemsburg, der übrigens ebenfalls sehr sehenswert ist. Der monumentale Bunker, gebaut aus 80.000 Kubikmetern Stahlbeton, war 60 Jahre stillgelegt und wurde zur IBA mit einem riesigen Thermalspeicher ausgestattet. Mittlerweile versorgt dieser Energiebunker ein ganze Viertel mit klimafreundlicher Wärme und obendrein spiest das regenerative Kraftwerk Strom ins Hamburger Netz. Wer sich dafür interessiert, kann vor dem Dessert an einer Führung in die Energiezentrale im Kern des Bunkers teilnehmen, wo in einer Ausstellung die Geschichte des Flakturms bis zur Sanierung und Umgestaltung als Energiezentrale dokumentiert ist.

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Wer es morgen, am 19.8. nicht mehr schafft einen Platz zu ergattern, hat vielleicht Glück beim einem der nächsten Termine, am 16.9. oder 14.10.2014 dabei zu sein. Es lohnt sich.

innenraum

VJU im Energiebunker, Neuhöfer Straße 7, 21107 Hamburg,Tel. 0151 20515542
Infos und Anmeldung unter: http://www.ladoucecatering.com.

 

Café Leinpfad: Wir schippern wir mal direkt an unseren Tisch!

Drei Fotos beim Abendessen direkt vom Tisch fotografiert – plus eine Ansicht von der Brücke – Alle Fotos: @cbasman/instagram.

Was im Sommer den Münchnern die Biergärten, sind den Hamburgern die Fähranleger. Oasen der Entspannung.

CafeLeinpfad2Das Schöne an der schönsten Stadt der Welt ist ja, dass man das Auto getrost stehen lassen kann und mit den öffentlichen Verkehrsmittel so gut wie überall an die schönsten Stellen kommen kann, ohne sich um Parkplätze und danach um die Verkehrstüchtigkeit zu kümmern braucht. In der edlen Variante in der Sommersaison mit dem Alsterschiff. Vorbei an den schönsten Villen Hamburgs am Leinpfad den Alsterkanal hoch bis zur Endhaltestelle Winterhuder Fährhaus. Und schon legen Sie an ihrem Tisch an. Ob nun zum Frühstück, Mittagessen, Kaffee & Kuchen oder auch zum Abendessen mit Freunden oder Familie. Sie sind angekommen: Direkt am Café Leinpfad, ein kleines ruhiges Idyll am Kanal. Fernab vom geschäftigen Treiben in der Nähe. CafeLeinpfad4Da, wo sich Schwanenprinz Siegfried und die schöne Schwanenprinzessin Odette, Ente und Erpel, die Bläßhühner Guten Morgen und Gute Nacht sagen. Eine kleine Erholung pur. Während Sie auf Ihre Bestellung warten, beobachten Sie die Ruderer, Kanus, Stehpaddler und Tretboote vorbeiziehen. Ab und zu legt auch wieder ein Alsterschiff an. Ich habe meinen Geburtstag vor zwei Tagen dort mit meiner Familie gefeiert. Es war wie ein Kurzurlaub vom Alltag. Ich liebe es im Sommer draußen direkt am Wasser zu sitzen, eine entspannte und unterhaltsame Zeit mit meinen Lieben zu haben. Ich bin gerne und öfter mal im Café Leinpfad. CafeLeinpfad3Die Karte ist solide und in Ordnung, die Preise zivil. Hamburger Pannfisch, Roastbeef oder auch gelöste Hähnchenbrust in verschiedenen Variationen und mehr. Gut trinkbare Landweine, wir hatten natürlich im Hochsommer Rosé, sowie frisch gezapfte Biere. Die Bedienung ist nett. Es war ein wunderschöner Abend. Übrigens, wenn das letzte Alsterschiff am Anleger abgelegt hat, wird er ebenfalls mit Tischen bestückt. Toll! Mehr geht nicht. Da können Sie Ihre Fernreisenpläne mal kurz für 2-3 Stunden ad acta legen. Nach Hause geht es dann bequem von der U-Bahnstation Hudwalckerstraße ums Eck. Oder ins Theater, in die Komödie Winterhuder Fährhaus gegenüber.

Café Leinpfad, direkt auf dem Fähranleger Winterhuder Fährhaus, Leinpfad / Hudtwalckerstrasse, 22299 Hamburg

Auf Bodos Bootssteg

Heute Mittag bei Bodos Bootssteg am Anleger Rabenstrasse, Foto: Cem

Jeder hat so seine Lieblingsplätze in der Stadt. Meiner ist Bodos Bootssteg. Genau hinter dem Anleger Rabenstrasse an der Alster. Für mich ist es so etwas wie Teil meiner Heimat, das ich seit meiner frühesten Kindheit damit verbinde. Ich bin gerne öfter da. So wie heute Mittag an einem Samstag im Hochsommer, mitten in der Ferienzeit. Das ist vielleicht erste Lokal, das ich in meinem Leben je besucht habe. Was heißt hier Lokal, ein Tretbootverleih und eine einfache Bude damals. Ruderboote und einige Segelboote gab es auch studenweise zu mieten. Hier hat meine Mutter vor über 50 Jahren mir immer ein Eis spendiert nach unserem Spaziergang an der Alster. Es war ein rosa Erdbeer-Eis am Stil, viereckig und länglich, in Alupapier eingewickelt. Ausser Erdbeer- gab es damals nur Vanille-Eis. Sonst gar nichts. Und schick wie heute war der Steg beim Fähranleger bestimmt auch nicht. Der Bootsverleiher in seinem Kabuff unter dem Steg verkaufte damals eben halt auch Eis, um seinen Lebensunterhalt damit aufzubessern. Ob er damals tatsächlich Bodo hieß, weiß ich nicht mehr… Aber die Bootsverleiherin heute könnte auch seine Tochter sein.

Heute? Heute kommen Werber und Jungunternehmer auf Mittagspause hierher. Oder gerne auch after works zum chillen. Touristen, die sich hierher verirren, natürlich auch einige. Ich weiss, der Anleger ist mittlerweile etwas Schickimicki. Mich stört das aber nicht. Dafür war es heute Mittag eher ruhig. Bei aller schönstem Sommersonnenschein. Mein Erdbeer-Eis am Stil haben haben sie natürlich nicht mehr. Es wird nicht mehr hergestellt. Das gibt es nur noch in meiner Erinnerung. Die schwarze Tafel führt ganz bieder Würstchen, Kartoffelsalat und Rucolasalat, aber auch Roastbeef auf. Allerdings mittlerweile zu gediegenen Preisen. Aber charmant serviert. Der Blick über die Alster ist von hier wunderschön. Ich habe ihn heute wieder sehr genossen.

Es ist schön, einfach auf dem Steg über dem Wasser zu sitzen und an nichts besonderes zu denken. Auf dem Wasser ist es immer ruhig. Es herrscht übrigens absolutes Handyverbot bei Bodo. Und das ist gut so. Es ist eine Insel der Ruhe und angenehmer Entspannung. Gerne in guter Gesellschaft. Ach. Tretboote, Ruderboote und kleine Segelboote kann man stundenweise natürlich heute auch mieten hier. Oder mit einem ankommen und fest machen. Oder mit dem Alsterschiff zum Jungfernstieg ins Touriegewühl schippern oder die wunderschönen Leinpfadkanal hoch bis zum Winterhuder Fährhaus, wo es direkt am Anleger auch ein schönes Open-air-Café gibt. Doch dazu ein anderes mal. Bis dahin wünsche ich Ihnen einen tollen Sommer, einen frischkühlen Aperol Spritz unter den Sonnenschirmen bei schönstem Hamburgwetter bei Bodo! Genießen Sie sie die tolle Ausicht und zählen Sie die Boote, Skiffe und Alsterschiffe! Vielleicht sehen wir uns dort… und wenn es doch voll sein sollte, sprechen Sie mich an und bitten Sie mich gerne an Ihren Tisch…

Übrigens, was ist Ihr Lieblingsplatz in Hamburg? Schreiben Sie mir einen Kommentar. Vielleicht berichte ich darüber…

Bodos Bootssteg, Harvestehuder Weg 1b, 20148 Hamburg