SCHWARZMARKT FÜR NÜTZLICHES WISSEN UND NICHT-WISSEN

Foto: Hannah Hurtzig

Mit ihrem SCHWARZMARKT FÜR NÜTZLICHES WISSEN UND NICHT-WISSEN ist die Kuratorin Hannah Hurtzig am Freitag, den 21.Oktober zum ersten Mal in Hamburg auf Kampnagel. Das Schwarzmarkt-Konzept ist einzigartig und funktioniert wie Wissensvermittlung als Speed-Dating: Insgesamt 100 überwiegend lokale Expert*innen bieten dem Publikum ihr spezifisches Wissen an. Wer mit einem Experten oder einer Expertin für ein 30-minütiges Einzelgespräch zusammenkommen möchte, kann sich diese Person am Veranstaltungsabend für 1 Euro buchen, oder die Sitzung ertauschen, erschachern oder sonst irgendwie ergaunern. Jeweils 30 Gesprächspaare sitzen sich an nebeneinander aufgereihten Tischen gegenüber. Nach einer halben Stunde erklingt ein Gong und die Konstellationen werden gewechselt.  Für alle im Publikum besteht außerdem die Möglichkeit, sich von der Zuschauertribüne aus über das Schwarzmarktradio einzelnen Gesprächen zuzuschalten.
In 14 Ländern und Städten von Nowosibirsk bis São Paulo war Hannah Hurtzig mit dem Schwarzmarkt bereits zu Gast, jeweils mit einem für die Region spezifischen Thema. Auf Kampnagel geht es um „Behinderung, Technokörper und die Frage der Autonomie“. Von Ableism bis Zukunft sind die eingeladenen Expert*innen unterschiedlichsten Themenbereichen zugeordnet. So erklärt der Hamburger Cyborg Patrick Kramer beispielsweise, wie er mit seinem Körper experimentiert, die Soziologie-Professorin Marianne Pieper spricht über Exklusionen und Inklusionen auf dem Arbeitsmarkt und der Schriftsteller Axel Brauns führt in die Welt des Autismus ein.

weiterlesen…

Nora Gomringer liest Grass

Jakob und Wilhelm Grimm erhalten im Jahr 1838 den ebenso großartigen wie riesengroßen Auftrag ein Wörterbuch der deutschen Sprache zu erstellen. Voller Eifer machen sich die Brüder ans Werk. Aberwitz, Angesicht, Atemkraft – fleißig sammeln sie Wörter und Zitate. Sie hoffen in etwa 15 Jahren das Werk zu vollenden. Barfuß, Bettelbrief, Biermörder – Herkommen und Verwendung erforschen die Beiden und verzetteln sich gründlich.

nora-gomringer-liest-guenther-grass

Grass‘ Leben

Günter Grass erzählt entlang der Grimm’schen Begriffserklärungen von Leben und Zeitläuften der Brüder, Stationen ihres Lebens, Familie, Freunden, Werken (die Märchen!) und Wirken. 15 Jahre planten Jakob und Wilhelm für die Erarbeitung des Deutschen Wörterbuchs. Tatsächlich wird es erst 123 Jahr später zu Lebzeiten Günter Grass‘ fertig werden. Und so kommt auch Grass von der Grimm’schen Wortkunst immer wieder zum eigenen Leben und seinem 20. Jahrhundert.

trommel-utensilien

Grimms Wörter

Capriolen, Comödie, Creatur – am Ende ihres Lebens haben Jacob und Wilhelm Grimm nur wenige Buchstaben bewältigt. Und Günter Grass hat mit Grimms Wörter sein letztes Buch veröffentlicht. Daraus haben die Autorin und Poetry Slammerin Nora Gomringer und der Jazz Percussionist Günter „Baby“ Sommer ein Bühnenprogramm entwickelt. Das den Rhythmus und die Schönheit der Sprache feiern, die Fabulierkunst der Gebrüder Grimm und den typischen Sound von Grass feiert. Herausgekommen ist eine Text-Klang-Komposition, in der Worte und Musik ineinander fließen. Die Schlaginstrumente des Freejazzers Sommer treiben die Sprache der Dichterin vor sich her, die hier mal zart, mal knallend den Worten Günter Grass ihre Stimme leitet. Mal verstärken sich die beiden, dann lösen sie sich ab, dann besänftigen sie wieder. An Ende übernehmen die Gäste im kleinen Saal der Laeiszhalle und klatschen laut kräftig Beifall.

Wir sind die Guten

Oder etwa nicht? Meistens glauben wir auf der richtigen Seite zu stehen, weltoffen, tolerant und aufgeschlossen zu sein. Oft haben wir damit recht. Eine ganze Menge machen wir ja auch richtig. Viele Menschen engagieren sich für Flüchtlinge, gehen regelmäßig wählen und arbeiten – tragen ihren Teil zur Gesellschaft bei.
Wie wackelig genau dieses Selbstverständnis oft ist, zeigt Ayad Akhtars Kammerspiel »Geächtet«,

weiterlesen…

Joy Fielding @ Harbourfront Literatur Festival

von 29. September 2016 0 , , Permalink 6

Besonders bei Frauen ist die kanadische Autorin Joy Fielding außerordentlich beliebt. Am Dienstag war sie in Hamburg auf dem Harbourfront Literaturfestival zu Gast und schon im Aufzug zum Übel und Gefährlich war die Welt weiblich. Kurz glaubten wir, Frau Fielding führe mit uns hinauf in den vierten Stock, eine Leserin meinte sie vom Foto in der Zeitung wieder zu erkennen und nickte verschwörerisch in ihre Richtung.

weiterlesen…

Rosenträume – Theater im Hamburger Westen

von 17. Juni 2016 0 No tags Permalink 8

Es ist wieder soweit. Nach vierjähriger gemeinsamer Ausbildung stehen die Teilnehmer der Altonaer Theaterwerkstatt auf der Bühne der Volkshochschule West. An zwei Abenden laden sie zu 90 Minuten Spaß mit Tiefgang ein.

In dem Stück „Rosenträume“ suchen 10 Menschen unterschiedlichen Alters und vor allem unterschiedlichen Charakters in der Teilnahme an einem „Flirtkurs“ an der VHS den Schlüssel zum Liebesglück. Abwechselnd verfolgen die Zuschauer zwei Flirtkurse und lernen die Protagonisten mit jeder Stunde des Kurses näher kennen. In den ersten Rollenspielen sind die Charaktere sehr klar umrissen. Die Schüchterne, die den Kurs geschenkt bekommen hat, die verhärmte Feministin, der verklemmte Beamten Typus, die biedere Amerikanerin, der Auto Lackierer Marke „Bodenständiger Handwerker“, die frustrierte ältere Dame, und und und…Im Laufe des Stückes werden die Glücksuchenden facettenreicher. In Monologen hören wir von ihren Sehnsüchten oder der Sehnsucht, ihre verborgene Seite zeigen zu können. Das Finale des Stückes ist grandios. Ich durfte bei der Generalprobe dabei sein und habe selten so gelacht. Aber mehr verrate ich nicht.

In den letzten 12 Monaten haben die Teilnehmer in Zusammenarbeit mit der Kursleiterin Julia Baum ein eigenes Stück entwickelt. Es ist wahrscheinlich die gemeinsame Entwicklung der Charaktere, der Dialoge und der Szenen, die das Schauspiel so authentisch macht. Man spürt die Leidenschaft, mit der das Ensemble auf der Bühne steht. – Wundervoll! Hingehen!

Der Eintritt ist kostenfrei. Über eine Spende würde sich das Theater Ensemble sicher freuen.

Im Anschluss haben Sie Gelegenheit bei einem Glas Sekt und kleinen Leckereien vom Buffet den Abend ausklingen zu lassen.

Freitag, den 17.06.2016 um 20.00 Uhr
Samstag, den 18.06. 2016 um 19.30 Uhr
Volkshochschule WEST
Waitzstraße 31
22607 Hamburg

Lage

Altonaer Theater Werkstatt (ATW)

Die Altonaer Theater Werkstatt ist eine aufbauende dreijährige Schauspielausbildung für Laien an der Volkshochschule Hamburg West. Mit den Schwerpunkten „Körper und Stimme“ (1. Jahr), „Improvisation und Theaterformen“ (2. Jahr) und „Text und Rolle“ (3. Jahr) haben Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit dem Theaterspielen eingehender zu beschäftigen. Im anschließenden Ensemble (4. Jahr) wird ein Stück erarbeitet.

Hamburger Künstler für die Flüchtlingshilfe

Sieben Altonaler Künstler spenden ihre Werke für die  Flüchtlings-Notunterkunft in Osdorf, Altona.

Christiane Maria Luti, Astrid Krüger, Anna Hohlmeier, Volker Burk, Peter Märker, Julia Waller, Gabriele Wening

Die Werke werden in einer Benefiz-Auktion versteigert.
Im Rahmen der Auktion können dank der teilnehmenden Künstler hochwertige und zeitgenössische Kunstwerke der hamburger Künstler zu attraktiven Preisen ersteigert werden.

Die Versteigerung findet in der Gemeindehalle der St. Petri Kirche in der Schmarjestrasse am Sonntag den 03.April um 15.00 Uhr statt.
Der erzielte Auktionserlös geht als Spende an den Malteser Hilfsdienst für Flüchtlinge, der die Notunterkunft betreut.

Versteigert werden 40 unterschiedliche Werke.

Freuen Sie sich auf einen spannenden Sonntag für einen Guten Zweck und entdecken Sie interessante Künstler von neben an!

Wir freuen uns, wenn Sie mit Ihrem Dabeisein die Notunterkunft unterstützen und diese Information weiterleiten.

 

IMG_4656

IMG_4657


IMG_4666 IMG_4662IMG_4655

 

 

 

 

 

 

 

Kaukasische Schnecken in Hamburg

Schnecken sind nicht als besonders agil bekannt. Doch genau damit sind sie besonders wertvoll für die biogeografische Forschung: Wo man sie aufsammelt, sind sie in der Regel auch heimisch – im Gegensatz zum Beispiel zu einem Schmetterling auf Durchreise. Ihre Verbreitung, ihre Anpassungen an die Umweltbedingungen und ihre vielfältigen Erscheinungsformen können wichtige Fragen der Artentstehung beantworten. Ein Team des Centrums für Naturkunde (CeNak) hat im Kaukasus ein entsprechendes Forschungsprojekt durchgeführt und präsentiert seine Arbeit ab März in einer Sonderausstellung im Zoologischen Museum. Ein Tipp für Gross und Klein, besonders Empfehlungswert ist für die Familien mit Kindern.

Interview mit Prof. Dr. Bernard Hausdorf

Sonderausstellung „Biogeografie der Landschnecken der Kaukasusregion“  im Zoologischen Museum der Universität Hamburg, Martin-Luther-King-Platz 3, 20146 Hamburg.

Die Weitere Informationen können Sie auf der Internetseite http://www.caucasus-snails.uni-hamburg.de/index.html finden.

3,900 Pages of Paul Klee’s Personal Notebooks Are Now Online

“These works are considered so important for understanding modern art that they are compared to the importance that Leonardo’s A Treatise on Painting had for Renaissance,”

Paul Klee was born on December 18, 1879, in Münchenbuchsee, Switzerland, into a family of musicians. His childhood love of music was always to remain profoundly important in his life and work. From 1898 to 1901 Klee studied in Munich, first with Heinrich Knirr, then at the Kunstakademie under Franz von Stuck. Upon completing his schooling, he traveled to Italy. It was the first in a series of trips abroad that nourished his visual sensibilities. He settled in Bern in 1902. A series of his satirical etchings was exhibited at the Munich Secession in 1906. That same year Klee married Lily Stumpf, a pianist, and moved to Munich. There he gained exposure to Modern art. Klee’s work was shown at the Kunstmuseum Bern in 1910 and at Moderne Galerie, Munich, in 1911.

Klee met Alexej Jawlensky, Vasily Kandinsky, August Macke, Franz Marc, and other avant-garde figures in 1911; he participated in important shows of advanced art, including the second Blaue Reiter (Blue Rider) exhibition at Galerie Hans Goltz, Munich, in 1912, and the Erste deutsche Herbstsalon at the Der Sturm Gallery, Berlin, in 1913. In 1912 he visited Paris for the second time, where he saw the work of Georges Braque and Pablo Picasso, and met Robert Delaunay. Klee helped found the Neue Münchner Secession in 1914. Color became central to his art only after a revelatory trip to Tunisia in 1914.

In 1919, Klee applied for a teaching post at the Academy of Art in Stuttgart. This attempt failed but he had a major success in securing a three-year contract (with a minimum annual income) with dealer Hans Goltz, whose influential gallery gave Klee major exposure, and some commercial success. A retrospective of over 300 works in 1920 was also notable.

In his mature carreer Klee taught at the Bauhaus from January 1921 to April 1931. He was a „Form“ master in the bookbinding, stained glass, and mural painting workshops and was provided with two studios.[44] In 1922, Kandinsky joined the staff and resumed his friendship with Klee. Later that year the first Bauhaus exhibition and festival was held, for which Klee created several of the advertising materials. Klee welcomed that there were many conflicting theories and opinions within the Bauhaus: „I also approve of these forces competing one with the other if the result is achievement.“

Click here for 3,900 Pages of Paul Klee’s Personal Notebooks Are Now Online, Presenting His Bauhaus Teachings (1921-1931) for free!

MusikImPuls in der Hansematz

von 5. Februar 2016 0 No tags Permalink 6
Gastbeitrag von Viktoria
Inspiration gefällig? Es muss was Kreatives her, aber die zündende Idee will einfach nicht kommen? Vielleicht ist das nächste MusikImPuls-Konzert der Hamburger Symphoniker dann das richtige. Denn hier gibt es Inspiration für Ohren und Augen. Vor fantasievoller Kulisse spielt das Kammerorchester der Hamburger Symphoniker am 13. Februar 2016 ab 19:30 Uhr in der Hanseatischen Materialverwaltung, dem gemeinnützigen „Fundus für Alle“. Gespielt wird Haydns Symphonie Nr. 52.
Auch die Musik kann ohne die richtige Inspiration nicht bestehen. Oft genügt ein Funke, eine kleine Idee und aus einer fixen Melodie entsteht eine ganze Symphonie. Mit jedem Stück und jedem Satz erfindet der Komponist sich neu, um sich, seinen Ideen und Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Bei uns ist es nicht anders. Wir sind ständig auf der Suche nach Inspiration, hoffen auf unsere Musen oder halten kollektive Brainstormings ab. Ein guter Ort für spontane Eingebungen ist die Hanseatische Materialverwaltung, kurz HMV oder auch „Hansematz“. Sie sprüht nur so vor Kreativität, Besonderheiten und Kuriositäten. In ihren Hallen voller Schätze aller Art geben die Hamburger Symphoniker nun zum ersten Mal ein MusikImPuls-Konzert in Kammerorchesterbesetzung. Damit setzen sie die beliebte Konzert-Reihe fort. Der Gedanke hinter MusikImPuls ist einfach: Klassische Musik ist für alle da. Sie darf nicht auf Konzertsäle begrenzt werden. Also gehen die Hamburger Symphoniker hinaus in die Stadt und spielen überall dort, wo die Menschen von klassischer Musik überrascht werden. Dafür waren sie z.B. schon im Alten Elbtunnel, am Feldstraßenbunker oder wie vor ein paar Wochen auf der MS Stubnitz.