Mein schrecklich schönes Wohnprojekt

Foto: Hans-Jörg Deggert / pixelio.de

In Hamburg sprießen Wohnprojekte und Baugemeinschaften. In vielen Teilen der Stadt tun sich Menschen zusammen, um in Gemeinschaft zu leben: Alte, Junge, Familien, Singles, Paare kaufen vereint ein Grundstück, bauen Wohnungen, gestalten ihr Leben gemeinsam. Schöne Idee.

Ich lebe seit fast zehn Jahren in so einem Wohnprojekt, im Grünen. Wir pflegen gemeinsam ein großes Grundstück, auf dem in die Häuser mit den Wohnungen stehen, in den wir leben. Als ich damals dort eingerückt bin, waren die Häuser schon fertig. Als ich zur Besichtigung kam, saßen Menschen beim Grillen zusammen, schauten mir freundlich entgegen, die große Wiese blühte bunt. Eine Woche brauchte ich, um mich zu entscheiden, kratzte mein Geld zusammen, kündigte meine Eppendorfer Wohnung und kaufte mich rein.
Tja, so war das damals. Ich werde oft von Menschen, die das Alleinleben satt haben und die auch im Gemeinschaft leben möchten, gefragt: Na, wie isses? Und dann muss ich nachdenken: Ja, wie isses? Am Anfang viel Begeisterung. Hach, wir helfen einander. Die Alten den Jungen mit den kleinen Kindern. „Generationen übergreifend“ ist ja so eine dieser schönen Ideen. Hach, wir feiern zusammen, machen Feuer an unserer Feuerstelle, grillen zusammen, trinken Bier, quatschen. Helfen uns, haben Spaß miteinander, mögen uns.

Nun ja.

Also, ich liebe Feuer. Wenn ich mal eines entzünde auf unserer großen Fläche mit Blick auf die Pferdewiese, kommt nach einer Stunde einer mit der Gießkanne und sagt, dass der Rauch in seine Wohnung zieht und ihn am Schlafen stört. Kann ich verstehen. Die Familien mit den Kindern sind  froh, dass sich ihre Kinder endlich mal austoben können, aber bitte schön, nicht zu laut, und das Spielzeug bitte abends wegräumen, man könnte ja drüber fallen. Und nicht mit dem Fußball auf die Beete. Und nicht mittags. Kann ich auch alles verstehen. Aber ist das der Sinn der Sache? Um den Standort des großen Trampolins gab es monatelange Diskussionen, weil: Irgendeiner fühlt sich immer gestört. Ein Marillenbäumchen zwischen die Autos pflanzen, nee, das geht nicht, das muss diskutiert werden, die Früchte könnten ja auf die Autos fallen. Es gibt regelmäßige Gartentage, das Grundstück muss ja gepflegt werden. Aber was heißt: gepflegt? Die einen wollen schnurgerade Rasenkanten und fegen wie der Teufel. Den anderen ist das schnurz. Schon gibt’s Ärger. Aber da man ja gemeinsam ist und so euphorisch begonnen hat, wird der nicht ausgesprochen, sondern man brumpft vor sich hin. Grützige Stimmung. Tach. Und dann die, die sich an nichts beteiligen. Die hinnehmen, dass andere die Arbeit machen, die zu keiner Sitzung kommen, während sich die anderen abends miteinander den Hintern platt sitzen.

Die Regularien einer solchen Wohn-Gemeinschaft sind eigentlich ganz einfach: Auf ordnungsgemäß abzuhaltenden Sitzungen, mit Tagesordnung und zu unterzeichnenden Protokollen, kann jeder sein Anliegen einbringen, dafür werden, und dann wird abgestimmt. Mal muss der eine schlucken, was er nicht will, mal der andere. Demokratie halt. Aber so einfach ist das ja nicht. Offenbar haben Menschen einen nur schwer zu stillenden Drang, sich zu empören, beleidigt zu sein, aufzurechnen, was sie geleistet haben und die anderen nicht. Und so verbröselt allmählich der Spaß.

Kurzum: In den zehn Jahren Wohnprojekt habe ich viel gelernt.
1. Man kommt aus seiner Haut nicht raus, auch ich nicht.
2. Beleidigtsein ist offenbar ein Genusszustand.
3. Alles besser wissen auch.
4. Gemeinschaft ist ein Konsumgut: Manche wollen einfach nur, dass andere die Arbeit machen.
5. Jeder hält sich für mordstolerant.
6. Manche Leute mag man einfach nicht.
7. Das einzig wirklich Wichtige ist eine belastbare Streitkultur.
8. Die Wenigsten können das: gut streiten.
9. Vor allem die Psychokursgestählten, glauben gern, dass sie es gut können. Stimmt aber nicht.
10. Man kann auch in Gemeinschaft verdammt einsam sein.
11. Ich würde es wieder machen.
Warum?
Weil es sozial gelenkig hält. Denn die Weisheit, dass man niemanden ändern kann, außer sich selbst, bewahrheitet sich hier auch.
Am Ende kommt es auf mich selbst an, wenn ich etwas erreichen will. Meine Toleranz, meine Initiative, meine Bereitschaft, etwas zu tun. Komfortzone? Geht nicht.
Nach zehn Jahren sind die Erwartungen gründlich abgeblättert, fast alle sind enttäuscht, der Grillplatz ist leer, die bunten Blumen sind abgeblüht. Wir sind auf Null. Vielleicht muss das so sein, damit es am Ende gelingt, vielleicht das normal. Aber das sagt einem vorher keiner.

 

Ü-50-Alert: Wo sind die Männer?

Es gibt in meiner Generation ein neue Art von Frauen. Tolle Frauen, schlaue Frauen, schöne Frauen. Die eines gemeinsam haben: Sie leben allein, und zwar meist recht vergnügt. Nach der letzten zerbrochenen Beziehung, nach der Bewältigung von Schmerz und Pein, merken sie: Man muss nicht Paar sein, um ein gutes Leben zu führen.

Freude am Job, an Freunden, an Kultur, Urlauben, gemütlichen Wochenenden auf dem Sofa, an erwachsenen Kindern und schnuffeligen Kindeskindern, das bringt schon eine Menge Gewicht in die Glücksbilanz. Wir – ich sage mal „wir“, denn ich gehöre auch dazu: Also wir sind mit Anstand und in Schönheit gereift, haben die Abgründe des Lebens und unsere eigenen kennengelernt. Wir sind offen für die Welt, lernen Schifferklavier und Tangotanzen, bringen Flüchtlingen Deutsch bei, bloggen, durchwandern das Land von West nach Ost und von Nord nach Süd, sind fit, lebensklug, lustig, flirtbereit. Wow.

Und wie wir so durchs Leben streifen und immer neue tolle Frauen treffen, merken wir, das eines fehlt: Wo sind die Männer?

Rein rechnerisch müssten ebenso viele da sein, die auch gereift und lustig und in denselben Gefilden unterwegs sein müssten. Aber sie sind nicht da. Hallo, ihr alleinlebenden großartigen Ü-50-Männer, wo seid ihr? Kluge, erfahrende, humorvolle, neugierige, spaßbereite Ü-50-Männer, die ebensolche Frauen zu schätzen wissen. Mögt ihr uns nicht? Sind wir euch zu alt? Zu uncool, zu anstrengend?

Lasst uns offen reden, erzählt uns, was ihr wünscht, wie ihr tickt, wovon ihr träumt. Ihr müsst doch auch, genau wie wir, die düsteren Seiten, die Verirrungen, die  Idiotien und die Grandezza des Lebens kennengelernt haben. Ihr müsst doch, genau wie wir, gereift und geschliffen und voller Lust auf den bunten Herbst des Lebens sein. Wo finden wir euch? Keine Angst, wir wollen euch nicht binden, nicht festklammern, wir wollen euch einfach nur kennenlernen und Spaß mit euch haben. Oder mögt ihr die Formulierung „Herbst des Lebens“ nicht? Dann würden wir euch gern bekehren. Der Herbst ist eine wundervolle Jahreszeit. Fühlt sich fast wie ein zweiter Frühling an.

Meldet euch, wir tun euch nichts.

Ü-50-Alert: Warum wir Älteren nicht bequem werden dürfen

Ich sitze mit dem 7-Uhr-Tee in meinem Sessel und überblicke mein Ü-55-Leben: Job gut, Einkommen gut, Kinder gelungen.  Ich habe ein anständiges Ehrenamt, einen fähigen Zahnarzt, ein treuen Automechaniker. Körper und Geist sind in Form. Die großen Schlachten sind geschlagen, nun sind Ruhe und Gelassenheit dran. Ich habe das große Ziel erreicht: Ich bin angekommen.
Oder? War’s das? Was kommt nun? Was kommt in den Jahrzehnten (hoffentlich), die vor mir liegen?
Wir pflegen so eine komische Vorstellung vom Älterwerden. In den jüngeren Jahren rackern und kämpfen wir, stecken zurück, bauen auf, damit es uns irgendwann so gut geht, dass wir uns gepflegt niederlassen und unser Werk genießen können. 30 Jahre lang zurücklehnen und genießen? Sind Tempo, Gestaltungskraft, Aufbruch, Neugier den jungen und mittleren Jahren vorbehalten? Wenn ich in mich lausche, merke ich: Das ist Blödsinn.
Ja, früher waren Ü-55er verbraucht, von harter Arbeit und entbehrungsreichem Leben. So leben wir heute nicht. Wir arbeiten hart, haben Kinder erzogen, viel bewegt. Aber wir sind gesund, fit und lebenslustig wie noch keine Generation vor uns. Manches wird langsamer, Belastbarkeit, Konzentration und Gedächtnis sind nicht mehr 30. Anderes ist gewachsen: Entscheidungsmut, Angstfreiheit, Erfahrung, Effizienz. Fähigkeiten, die wie gemacht sind, um Neues zu versuchen, Experimente zu wagen, sich noch einmal richtig anzustrengen. Und wir meinen: Jetzt kommt das Ausruhen.
Wenn wir älter werden, meinen wir Glück und Zufriedenheit zu kultivieren, indem wir unangenehme Situationen vermeiden. Das schreibt die amerikanische Wissenschaftlerin Lisa Feldman Barrett in einem interessanten Beitrag in der New York Times. Wir haben das ja auch verdient, die Plackerei musst ja für irgendetwas gut sein, und so richten wir uns ein in der Komfortzone, möglichst bequem. Das ist schön, aber sind wir dafür gemacht? Unser großer Antreiber, das Gehirn, mag das gar nicht. Wenn wir aufhören uns anzustrengen, körperlich wie mental, werden all die Schichten dünner, die die wichtigsten Funktionen, die Kraft und Energie speisen. Wir vergeuden unsere Kraft, verlieren die Offenheit und Schärfe unseres Verstandes, werden müde, langweilig und schlaff. Wir dachten immer: Wenn wir alt genug sind, machen wir es uns gemütlich. Was wir übersehen: Wenn wir es uns gemütlich machen, werden wir alt.  Mit „ein bisschen aktiv“ hier und da ist es nicht getan. Wir müssen uns richtig anstrengen, wenn wir die Kraft in uns befeuern wollen. Lisa Feldman Barrett vergleicht den älter werdenden Mensch mit einem Elitesoldaten: Es muss weh tun, wenn Disziplin und Muskeln wachsen sollen. Der Schmerz zeigt, dass die Schwäche weicht. Ich will mich nicht mit einem Marine vergleichen, beileibe nicht. Aber die Übersetzung finde ich aufregend: Der Lebensmuskel muss gefordert werden, er braucht ständig neue Energie. Wir sind zur Anstrengung geboren. Und das heißt: Aufbruch, immer wieder, auch im sogenannten Alter. Wir kommen nie an. Das mit dem Kämpfen hört nie auf. Dass wir irgendwann zur großen Lebensbelohnung wie der Löwe auf dem Felsen ruhen und den Blick stolz über unser Land schweifen lassen – Illusion. Verdammt unbequem, aber eine bessere Nachricht für die Phase Ü 55 gibt es nicht. Es ist eine Aufforderung nicht nur den Körper zu fordern, sondern auch das Hirn: all die bequemen Gedanken zu hinterfragen. Unsere Einstellungen, Urteile und Vorurteile zu überprüfen. Gewohnheiten und Gewissheiten ins Visier zu nehmen. Muster zu entdecken, Gefühlen nachzugehen. Neues zu entdecken und sich einzumischen. Es gibt so viel zu tun.

Wie die Stolpersteine in Hamburg legalisiert wurden

Ein Gastbeitrag von Klaus D.

Erinnerungskultur: Das persönliche Engagement des Kunstsammlers Peter Hess

„Es ist das größte dezentrale Kunst-Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus nicht nur in Deutschland, inzwischen in ganz Europa“, stellt der Hamburger Kunstsammler Peter Hess sachlich, aber auch bestimmend fest. „Und alles wurde von Bürgern persönlich finanziert“ fügt er hinzu. Allein in Hamburg wurden von dem Kölner Künstler Gunter Demnig 5.100 seiner Stolpersteine verlegt, europaweit sind es inzwischen über 60.000 dieser 10 mal 10 Zentimeter kleinen Denkmäler in 14 Ländern.  Sie liegen auf den öffentlichen Fußwegen der Häuser, in denen zum Beispiel jüdische Bürger lebten, bevor sie ins KZ abgeholt wurden.

Die Idee für diese Erinnerung an die während der NS-Herrschaft ermordeten Menschen kam 1994 von dem Kölner Künstler Gunter Demnig, der diese konzeptionellen Kunstwerke erfand: Eine soziale Skulptur,  jedes Exemplar selbst von ihm gefertigt und vor Ort eigenhändig verlegt. Anfangs arbeitete der Künstler in Köln und Berlin ohne behördliche Genehmigung, was zu Ärger führte. So wurden diese Stolpersteine anschließend wieder entfernt.

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Da wurde der Hamburger Kaufmann Peter Hess aktiv mit dem Ziel, dieses Einbetten der Stolpersteine in die Gehwege vor den betreffenden Häusern  zu legalisieren – also mit behördlicher Genehmigung zu ermöglichen. Doch wer ist in Hamburg dafür zuständig? Nein, nicht die Denkmalschutz-Behörde. Nein, nicht die Haus-Eigentümer (denn es handelt sich ja um öffentlichen Grund und Boden). Nein, nicht die Hamburger Kultursenatorin. Ja – natürlich: Das Tiefbauamt, denn alles, was öffentlich verlegt wird (wie z. B. Strom- und Wasser-Leitungen), muss vorher genehmigt werden. Dies hatte Peter Hess in seiner hanseatisch-nüchternen Weise festgestellt und fragte nach der Genehmigung.

Die Antwort war einfach: Erbringen Sie den Nachweis, dass die Steine rutschfest sind und keine Unfälle auf dem Gehweg verursachen. Nun denn, Peter Hess zeigte dem damaligen Bezirksamtsleiter Eimsbüttel, Jürgen Mantell, vor Ort,  wie die Messingplatte mit den Daten der jeweiligen Person auf einem Betonsockel fachgerecht einzementiert wird. Und endlich: Die offizielle Genehmigung war da. Genauso wurde dann auch in anderen Städten wie  Köln, Bielefeld, Berlin agiert und  Gunter Demnig konnte damit überall problemlos arbeiten.

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„SULIKO“ und die georgische Tafelkultur in Hamburg

Unlängst wurde in Hamburg das erste georgische Restaurant eröffnet. Das war überfällig, denn den meisten Metropolen der Welt gibt es georgische Restaurants schon lange.

„Mit der Eröffnung unseres Restaurants im Herzen von Hamburg wollen wir Ihnen ein Gefühl der Gastfreundlichkeit und Festlichkeit vermitteln“, steht auf der Webseite des Restaurants.

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Kisiskhevi, Georgien

Täglich und überall wird in Georgien ein Trinkspruch erhoben – auf die Liebe und die Sehnsüchte, auf die Götter und die Mythen. Gastfreundschaft ist einer der Inhalte der georgischen Tafelkultur. „Der Gast ist Gottes Gesandter“ – dieser Spruch, in Georgien gebräuchlich, stellt in seinem christlichen Verständnis eine natürliche Fortsetzung archaischer Traditionen dar. Mehr über die Tafelkultur in Georgien erfahren Sie hier.

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Diner Noir.

Diner Noir.

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Manchmal erzählt ein einziges Bild eine ganze Geschichte.

Worüber sprechen die beiden Frauen? Wer sind diese beiden? Warum treffen sie sich nachts in einem Diner? Und warum tanzt eigentlich Micky Maus zwischen ihnen auf dem Tisch?? Wer beobachtet diese Szene? Was passiert dann?! Wie hat es angefangen?

Erzählen Sie die Geschichte. Schreiben Sie Ihre Geschichte zum Bild gerne in die Kommentare..

Hamburg, Liebe ist pfandtastisch!

Eine Valentinstags-Aktion für Hamburgs Pfandsammler.

Spitzen Aktion für Hamburgs Pfandsammler und Obdachlose von leev, der Made in Hamburg Apfelsaftmanufaktur. Sie haben in ganz Hamburg Buddeln mit einem kleinen Valentinsgruß an über 250 Mülleimern platziert.

Denn „leev“, das bedeutet „Liebe“ auf Plattdeutsch. Ein Share von Euch auch, für die Aktion.

Alle Infos zur Aktion und Interviews mit Hamburger Pfandsammlern findet Ihr hier.

Das Afrikahaus im Kontorhausviertel

Elephant Gate. Afrikahaus. Hamburg.

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Im Herzen der Innenstadt Hamburgs, im historischen Kontorhausviertel, zwischen der Einkaufsmeile Mönckebergstraße, dem Rathaus und der Speicherstadt im Hafen liegt das Afrikahaus. Bewacht am Toreingang an der Großen Reichenstraße 27 von einer lebensgroßen Bronzefigur eines afrikanischen Kriegers mit Speer und Schild.

Ebenfalls am schmiedeeisernen Toreingang an der Straße befindet sich eines der besten Steakrestaurants Hamburgs: Das Estancia Steaks. Übrigens, Reservierung empfiehlt sich, da es gerade mittags recht gut besucht ist. Im Sommer kann man bei sonnigem Wetter im auch im Innenhof speisen, das von zwei mächtigen Elefanten bewacht wird.

Das Afrikahaus wurde 1899 nach den Plänen von Martin Haller als Firmensitz der Reederei Woermann erbaut. Martin Haller gilt als einer der prägenden Hamburger Architekten der Jahrhundertwende, der durch mehrere Kontorhäuser und Villen sowie mit dem Rathaus das Stadtbild Hamburgs mitgestaltete.

Haller nutzte die hafennahe Lage des Afrikahauses am Gröninger Fleet und die künstlerische Gestaltung der Fassaden, um die überseeischen Handelsbeziehungen der Reederei Woermann zu unterstreichen. Entstanden ist ein einmaliges Beispiel Hamburger Architektur vor internationalem Hintergrund.

Im Februar 1999 wurden in dem denkmalgeschützten Ensemble modernste und funktionale Nutzflächen fertig gestellt. Neben dem Schwerpunkt der zeitgemäßen Ausstattung wurde die Sanierung in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz der Stadt Hamburg durchgeführt. So ist es möglich, heute wieder typische Stilmerkmale wie Gußstützen, Kappendecken, Stiltüren sowie das Wandmosaik mit afrikanischen Motiven und die Portalelefanten in einem funktionalen und atmosphärischen Umfeld zu zeigen.Im Rahmen der Tradition befindet sich das Afrikahaus auch heute noch in Familienbesitz.

Heute sitzen im Afrikahaus hamburger viele Digitalagenturen aus der New Economy.

The Man Who Fell to Earth

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Of all of David Bowie’s trippy musical sojourns throughout the years, his German version of the song Heroes still stands out. Maybe the sadness and resignation of bits like the famous signature refrain – “We could be heroes, just for one day” – simply works better in German, the rougher cadences capturing the song’s grittiness and melancholy better than the softer syllables of the original English. Or maybe the German version just feels right, for the obvious reason that the song’s protagonists seem to find themselves floundering in a divided Berlin in the middle of the Cold War.

I really don’t know. I also didn’t know Bowie had cancer (did you?), which is why the news of his passing yesterday came out of absolutely nowhere.

Even though he had released a new album on his birthday just a few days ago, Bowie had pretty much faded from my radar over the past few years. But in my head he remained the way he had always been: an ever-present fixture – someone who’d surely always be around when we needed him, as immovable, as indestructible, as music itself. So now it’s surreal that he’s gone.

The German Foreign Office sent out a Tweet in English yesterday: “Goodbye, David Bowie. You are now among Heroes. Thank you for helping to bring down the wall.”

Bowie did indeed have a thing for Germany. He lived in Berlin during the wild 1970s, bunking with Iggy Pop and pedaling his bike regularly around Schöneberg and Kreuzberg. He recorded Low and Heroes there. Maybe that’s why Heroes, the song, works so well in German. The title is, after all, a nod to Kraftwerk’s spin-off band, Neu!, and clearly the swirling angst of a still divided German capital had settled firmly into Bowie’s psyche and songs.

When Bowie preened and posed through his now legendary set at The Concert for Berlin near the Reichstag later in 1987, thousands of Germans trapped behind the wall in the East crowded in close to hear Ziggy Stardust croon from the other side, the free and hopeful and magical side just a few scant meters beyond the concertina wire. And, as the story goes, some wept, and Bowie wept, and a kind of electrical charge zapped through East Berlin, jolting a demoralized people clamoring in unison for real heroes.

Not to force the metaphor too much, but David Bowie helped bring down a few walls – some musical, some cultural; and yeah, also, quite possibly, one a massive eyesore of Soviet masonry that had once sliced Germany’s capital in two.

Goodbye, David Bowie. And yes, vielen Dank.