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Hamburgs chillige Gondel

Was für eine perfekte Chill-Out-Plattform! Sie liegt mitten im Wasser, hat bequeme Liegestühle, eine venezianische Gondel und wird gerne von Schwanfamilien umkreist. Zu bewundern ist dieses Idyll vom Café und Restaurant Zur Gondel IMG_4208am Osterbekkanal aus. Das ist der gastronomische Ableger der Bootsvermietung Dornheim am Kaemmererufer in Winterhude. Richtig, das ist die mit dem aufrecht stehenden Schiffsrumpf und der urigen Kajüte, in der das Geschäftliche für die Kanu-Anmietung geregelt wird.

Früher war die Gondel ein besserer Imbiss mit entsprechendem Angebot, aber das hat sich deutlich geändert. Mittlerweile bekommt man hier einen leckeren Mittagstisch zu moderaten Preisen. Auf der kleinen Karte kann man montags bis freitags zwischen sechs meist internationalen Gerichten wählen. In den 7,50 bis 9,20 Euro sind ein kleiner gemischter Salat und ein Glas Rot- oder Weißwein (oder Wasser) schon mit drin. Beim Essen sitzen wir auf einer sonnigen Terrasse mit Blick aufs Wasser – und eben auf diese Lifestyle-Plattform. Nach dem Paddeln hat die Gondel natürlich auch geöffnet und bietet eine große Abendkarte.

Restaurant Zur Gondel, Bootsvermietung Dornheim, Am Kaemmererufer 25, 22303 Hamburg, Tel.: 040 2794184

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Alle Fotos: Rainer Thide

Ein Freibad im Central Park

Mein Lieblingsplatz ist nicht neu, schon ganz lange kein Geheimtipp mehr, aber jedes Mal eine kleine Sensation. Vorausgesetzt, das Wetter passt. An einem heißen Sommerabend gibt es kaum etwas Schöneres, als abends nach der Arbeit in das Naturbad im Stadtparksee zu springen. Beim ersten Eintauchen spürt man sofort: Das Wasser fühlt sich ganz weich an. Das liegt an dem günstigen PH-Wert, wie mir der Bademeister erklärt. „Das Wasser hat allerhöchste Qualität“, sagt Ben, der eigentlich aus Mönchengladbach kommt, aber hier nicht mehr weg will: „Das ist viel besser als in jedem anderen Freibad“. Denn der Stadtparksee ist ein Natursee. Kurz: Das Wasser ist einfach herrlich. Und dazu noch die gigantische Aussicht. Beim Schwimmen blickt man direkt auf die Wiese des Stadtparks mit seinen Grillfeuern und dem Planetarium – und vor allem auf einen unglaublich schönen Sonnenuntergang. Könnte fast der Scenic Pool eines New Yorker Luxus-Penthouses mit Central-Park-View sein. Einfach klasse, dass wir Hamburger so etwas mitten in der Stadt haben. Klar, man kann sich auch die 3 Euro Eintritt (Kinder zahlen die Hälfte) sparen und abends einfach in den „wilden“ Teil des Stadtparksees hüpfen. Das ist zwar billiger, hat aber auch seinen Preis – nämlich den, dass man mit Entenfedern, und manchmal auch schlimmer, um die Wette schwimmen darf. Dann doch lieber ein Bad mit anschließender Dusche (kalt), Gruppen-Umkleideräumen und unter den strengen Blicken des Bademeisters. Der sendet einen schrillen Signalton über das Wasser und fuchtelt mit den Armen: 20 Uhr – Badesaison für heute beendet. Manchmal geht es auch bis 21 Uhr, aber nur, wenn genügend Gäste im Wasser sind. „Sonst lohnt sich das nicht“, erklärt Ben. Ein Bad im Stadtparksee lohnt sich dagegen immer. Man fühlt hinterher einfach gut. Und wir schwören, uns ab sofort an jedem warmen Abend dazu aufzuraffen.

Und hinterher in Schumachers Biergarten. Fotos: Rainer

Und nach dem Baden hat man natürlich Hunger: Schumachers Biergarten. Fotos: Rainer

Schwimmen macht hungrig. In den Biergarten Schumachers sind es nur ein paar Schritte. Hier gibt es eine Wurst vom Grill mit wirklich gutem hausgemachten Kartoffelsalat, die fast schon legendären Kartoffelspalten, Weißbier – und einen sensationellen Blick auf die im Stadtpark versinkende Sonne. Summer in the City.

Naturbad Stadtparksee, Südring 5b, 22303 Hamburg

Meine Hamburg Perle

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Alsterperle: Hier gibt es die passenden Getränke zu Hamburgs schönstem Sonnenuntergang. Fotos: Rainer

 

Perle 5Ich hab es natürlich gut. Hamburgs schönsten Sonnenuntergang erreiche ich in zehn Minuten mit dem Fahrrad. Das hat enorme Vorteile. Schließlich muss man auch an den Heimweg denken. Denn, was nützt der schönste Sonnenuntergang ohne ein Glas Wein in der Hand. Mein Lieblingsplatz ist eine von Hamburgs Perlen, die Alsterperle. Ein Stückchen Beach direkt an der Alster! Was ich außer der schönen Aussicht auf die Alster mit Hamburgs Skyline besonders mag, ist der spektakuläre Menschen-Mix, den man hier trifft. Vom 18-jährigen Alternativ-Girlie bis zur Beautydoc-gepimpten Business-Lady, vom Perle 4jungen Marketing-Schnulli in Segelschuhen bis zum sonnengegerbten Pensionär im Hawaii-Hemd – sie stehen alle hier rum, gucken aufs Wasser und sind irgendwie gut drauf. In der Alsterperle wird jeder ein bisschen hippie. Und das ist gut so. Obwohl die Hamburger ja als reserviert gelten, kommt man hier auch erstaunlich schnell ins Gespräch – ob man will oder nicht. Mein Gegenüber Ralf, Abteilung Attacke, verrät mir, dass er, obwohl er ja ein absoluter Auto-Narr ist, in Harvestehude nur einen Außenstellplatz gefunden hat, und zwar unter einer Linde. Jetzt muss er jeden zweiten Tag in die Perle 3Waschstraße. Was für ein Schicksal! Außerdem überlegt er die Anschaffung eines Uhrenbewegers, da er offenbar wertvolle Automatikuhren sammelt. Aber eigentlich soll ihm sein Schatzi (steht neben ihm, sagt aber nichts) den Beweger als „Überraschung“ zum nächsten Geburtstag schenken, was er bei dieser Gelegenheit aber schon mal „droppen“ will. Ja, und seine Süße arbeitet in der gleichen Firma wie er, er ist ihr Chef. Das geht zwar gut, aber auf Dauer doch nicht. Deshalb will er jetzt die Firma wechseln – aber auch der Karriere wegen.

Nach so einer Session in der Alsterperle kann man sich die nächste Folge der Geissens getrost sparen. Das wahre Leben ist einfach besser. Und gut, dass ich mit dem Fahrrad da bin…

Alsterperle, Eduard-Rhein-Ufer 1, 22087 Hamburg, Tel.: 040/22748273

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