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Nino Haratischwilis „Das achte Leben (für Brilka)“ im Thalia Theater

von 5. April 2017 0 No tags Permalink 11

Der in 2014 von der Frankfurter Verlagsanstalt herausgegebene Roman „Das achte Leben (für Brilka)“ von der deutschsprachigen georgischen Autorin Nino Haratischwili setzt seine Erfolge weiter fort. Diesmal erwartet uns eine spannende Premiere im Thalia Theater.

Nino Haratischwilis monumentales literarisches Werk auf 1275 Seiten schildert eine bislang immer noch wenig beachtete europäische Geschichte an Hand von Ereignissen in Georgien kurz vor der Annexion durch die Rote Armee in 1921 bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts. Diese Zeitspanne wird als ein polyphonisch verflochtenes Familiendrama von Nino Haratischwili in ihren Roman dargestellt und in einem Satz von ihr sehr treffend charakterisiert: …“ich verdanke die Zeilen einem Jahrhundert, das alle betrogen und hintergangen hat…“

Die Chef-Dramaturgin Julia Lochte sagt in einem TV-Interview: ..“die größte Herausforderung ist, dass das tatsächlich ein Hochgebirge ist, das wir besteigen, weil es so ein großer Berg an Geschichten und gelebten Leben ist, was in dieser Literatur beschrieben ist; und mehr als ein Jahrhundert, so viele Leben erzählt in einem Abend…“

Nino Haratischwili selbst ist eine erfolgreiche Dramaturgin und Theaterregisseurin. Ihr Roman, jetzt von Jette Steckel als Theaterstück im Thalia Theater ausgearbeitet, wird bestimmt eine Bereicherung für das Publikum, eine Erweiterung unseres Bewusstseins.

Das achte Leben (Für Brilka)

von Nino Haratischwili

im Thalia Theater, Hamburg
Regie Jette Steckel
Uraufführung am 08.04.2017

Vorstellungen:
Sa,08.04.2017 um 19:00 Uhr
So,09.04.2017 um 19:00 Uhr
Di,11.04.2017 um 19:00 Uhr
Sa,22.04.2017 um 19:00 Uhr
So,23.04.2017 um 14:00 Uhr

 

 

 

 

„SULIKO“ und die georgische Tafelkultur in Hamburg

Unlängst wurde in Hamburg das erste georgische Restaurant eröffnet. Das war überfällig, denn den meisten Metropolen der Welt gibt es georgische Restaurants schon lange.

„Mit der Eröffnung unseres Restaurants im Herzen von Hamburg wollen wir Ihnen ein Gefühl der Gastfreundlichkeit und Festlichkeit vermitteln“, steht auf der Webseite des Restaurants.

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Kisiskhevi, Georgien

Täglich und überall wird in Georgien ein Trinkspruch erhoben – auf die Liebe und die Sehnsüchte, auf die Götter und die Mythen. Gastfreundschaft ist einer der Inhalte der georgischen Tafelkultur. „Der Gast ist Gottes Gesandter“ – dieser Spruch, in Georgien gebräuchlich, stellt in seinem christlichen Verständnis eine natürliche Fortsetzung archaischer Traditionen dar. Mehr über die Tafelkultur in Georgien erfahren Sie hier.

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Eine Reise nach Georgien. Über Swanetien und Lile Pilpani.

 

Seit etwa 30 Jahren war ich nicht mehr in Swanetien. Ich hatte Angst die Veränderungen dort zu sehen und deshalb entschied mich lange nicht zurückzukehren. In den letzten sieben bis acht Jahren boomt  der Tourismus in Swanetien.

11Aus aller Herren Länder kommen immer mehr Touristen dort hin. Die Veränderungen, die ich gesehen habe, hat Swanetien bisher gut bewältigt.

Panorama von Tetnuldi aus

Panorama von Tetnuldi aus

Für den Wintertourismus sind die Skipisten und Lifts ausgebaut worden. Im Sommer kann man mit dem Lift auf den Hazwali oder den Tetnuldi hochfahren und das großartige Bergpanorama bewundern. Auch die Straßen in Swanetien wurden inzwischen gut ausgebaut. Es ist jetzt nicht mehr schwierig dort zu fahren. Beim guten Wetter fliegen drei Mal am Tag kleine Flugzeuge von der Hauptstadt Tbilisi (Natakhtari) aus bis Mestia.

 Natürliche Bedingungen und historische Faktoren haben Georgien in mehrere Provinzen unterteilt. Eine davon ist Swanetien, nord-westlich gelegen, mit wunderschönen Bergen, wie dem 4.700m hohen Ushba, dem  4.850m hohen Tetnuldi und den 5.000m hohen Dshangitau und Schkhara. An das Swanetien-Gebirge grenzt der 4.010 m hohe Berg Laila, das Egrisi-Gebirge und das Letschchumi-Gebirge.

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Dank meiner Familie und Freunden in Georgien hatte ich das Glück schon früher Zeit in Swanetien verbracht zu haben und das hat tiefe Eindrücke hinterlassen und mich geprägt. Damals bin ich mit meinem Vater zusammen mit einen kleinen Flugzeug oder Hubschrauber durch die Berge zu Dreharbeiten geflogen. Manchmal bin ich mit ihm durch die abenteuerlichen Straßen zu den Expeditionen für die Restaurierungsarbeiten in Swanetische Kirchen gefahren. Ich habe dort Ausgrabungen mitgemacht und wunderschöne antike Goldketten in der Hand gehalten.

Die Kirchen sind wirklich einzigartig!  Kleine, oft winzige Basilika frühchristlicher Zeit verbergen bis heute Schätze, die man in den großen Museen der Weltmetropolen ausstellen würde. Die Swanen waren immer ein freies, herrenloses Volk in Georgien, das durch die geographische, schwer zugängliche Lage ein eigenes Lebenssystem entwickelt hat.

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Lile Pilpani in der Kirche

Lile Pilpani in der Kirche

Georgische Könige haben oft die Heiligtümer vor den dauernden Überfällen in Swanetien versteckt. Bis heute bewahren die Familien ihre Schätze in den unscheinbaren kleinen Kirchen auf. Hier ist die ganze christliche Kultur Vorderasiens präsent. Importierte Kunst und Kulturgegenstände, aber auch eigenes, eine besondere Art von swanetischer christlicher Kultur. Man stelle sich vor: Swanen eingeschlossen von Schnee, in ihren Türmen und Kirchen sitzend und malend mit ihren Pigmenten, Silber und Gold, aus den eigenen Flüssen und Edelsteinen aus aller Welt. Sie malen Fresken und Ikonen, illustrieren Bücher und schnitzten Gebrauchsgegenstände mit sakralen Symbolen.

Als ich früher in Swanetien war -und das ist manchmal heute noch so- wollten die Swanen ihre Kirchen für die Besucher nicht immer aufschließen. Man brauchte mehrere Empfehlungen und dann auch noch die Einwilligung vom Kirchenwart. Ich kann meinen ersten Besuch in einer Kirche kaum mit Worten beschreiben, als mir damals endlich nach mehreren Anfragen aufgemacht wurde.

Fresken aus Lendjeri, Swanetien

Fresken aus Lendjeri, Swanetien

Atemberaubend! Die Bedeutung dieses Wortes habe ich damals kennengelernt und seit dem möchte ich dieses Wort nur noch sehr selten benutzen. Wenn man diesen Raum betritt, schauen dich die originalgroßen, gemalten, biblischen Figuren auf Augenhöhe  an. Man hat das Gefühl sogar ihren Atem zu hören. Man nimmt die Stille  wahr oder den Klang der Ewigkeit und man versteht auf einmal, dass die Seele unendlich ist. Die Engel sind genau so groß wie man selbst, jeder Schritt fühlt sich an wie in Schwerelosigkeit.

img_8372Es entsteht ein Gespräch, ohne Wörter,  ohne Zeit und Entfernung. Man spürt den Kontrast von kühlen statischen Wänden und der Luft drinnen und draußen und ein Sonnenstrahl erscheint wie  eine Schwelle vom Jenseits ins Hier.

Vom Goldreichtum Swanetiens wusste schon der griechische Geschichtsschreiber Strabon zu berichten: Die Sturzbäche des Winters spülten das Gold ins Tal, und die Swanen sammelten es in durchlöcherten Trögen und haarigen Fellen, worauf auch der Mythos vom goldenen Vlies zurückzuführen ist.

Lile trifft Nachbarn in Lendjeri

Lile trifft Nachbarn in Lendjeri

Swanen gehen heute noch auf Goldsuche. Eine Verwandte meiner Freundin Lile Pilpani hat gerade 21 Karat herausgeholt.

Lile ist eine Schauspielerin im Staatlichen, traditionsreichen Mardjanischwili Theater in Tbilisi. Ihr Nachname Pilpani ist ein für Georgier schön klingender Swanetischer Nachnahme. Mit ihren roten Haaren, ihrer Fröhlichkeit, ihrem Optimismus und ihrer Anständigkeit  wirkt sie wie eine Freiheitskämpferin. Zudem hat sie vielfältige Talente im Kunsthandwerk, Design und der Goldschmiede.

Lile besitzt ein kleines Haus in Lendjeri bei Mestia in Swanetien, das sie gerne als ein Hostel betreiben möchten. Sie ist gerade fertig mit dem Umbau und das Schild „Hostel JOGO“ ist gerade aufgehängt worden. Liles kleines Hostel ist auf malerische Weise umschlossen von schneebedeckten Bergen. Alle Dörfer in Swanetien sind eigenartig und jedes für sich besonders. Lendjeri hat eine ganz weiche und pastorale Ruhe.

Liles Heufelder

Liles Felder in Heschkili

Es ist ideal für Reisende, die Landschaft und Kultur zusammen erleben möchten. Hier kann man am Ufer des Enguri spazieren gehen und in einer kristallklaren Lagune baden. Lile möchte ab nächsten Sommer  den Betrieb ihres Hotels aufnehmen.

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Koruldi

 

Wie die berühmte georgische Polyphonie alle Stufen der Musikentwicklung aufweist, so spiegelt sich in der Landschaft Georgiens die christlich europäische Kulturgeschichte wider und spannt einen Bogen vom Archaischen, wie man es  in Swanetien noch findet, bis zum modernen Stadtleben wie in Tiflis.

Ich sehe diesen höchsten besiedelten Ort Europas als ein Symbol für unsere gemeinsame Europäische Kultur und dieses Land zu beschützen sollte immer eine Aufgabe sein.

Unser Verein organisiert Reisen in ganz Georgien.

Wenn Sie Lust haben dorthin zu reisen, kontaktieren Sie uns:

Laguna in Lendjeri

Laguna in Lendjeri

 

Email: info@lile.de,

Tel: +40 40 389 2222

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Fotos: Robin Burk, Gia Chanaduri

Hamburger Künstler für die Flüchtlingshilfe

Sieben Altonaler Künstler spenden ihre Werke für die  Flüchtlings-Notunterkunft in Osdorf, Altona.

Christiane Maria Luti, Astrid Krüger, Anna Hohlmeier, Volker Burk, Peter Märker, Julia Waller, Gabriele Wening

Die Werke werden in einer Benefiz-Auktion versteigert.
Im Rahmen der Auktion können dank der teilnehmenden Künstler hochwertige und zeitgenössische Kunstwerke der hamburger Künstler zu attraktiven Preisen ersteigert werden.

Die Versteigerung findet in der Gemeindehalle der St. Petri Kirche in der Schmarjestrasse am Sonntag den 03.April um 15.00 Uhr statt.
Der erzielte Auktionserlös geht als Spende an den Malteser Hilfsdienst für Flüchtlinge, der die Notunterkunft betreut.

Versteigert werden 40 unterschiedliche Werke.

Freuen Sie sich auf einen spannenden Sonntag für einen Guten Zweck und entdecken Sie interessante Künstler von neben an!

Wir freuen uns, wenn Sie mit Ihrem Dabeisein die Notunterkunft unterstützen und diese Information weiterleiten.

 

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Kaukasische Schnecken in Hamburg

Schnecken sind nicht als besonders agil bekannt. Doch genau damit sind sie besonders wertvoll für die biogeografische Forschung: Wo man sie aufsammelt, sind sie in der Regel auch heimisch – im Gegensatz zum Beispiel zu einem Schmetterling auf Durchreise. Ihre Verbreitung, ihre Anpassungen an die Umweltbedingungen und ihre vielfältigen Erscheinungsformen können wichtige Fragen der Artentstehung beantworten. Ein Team des Centrums für Naturkunde (CeNak) hat im Kaukasus ein entsprechendes Forschungsprojekt durchgeführt und präsentiert seine Arbeit ab März in einer Sonderausstellung im Zoologischen Museum. Ein Tipp für Gross und Klein, besonders Empfehlungswert ist für die Familien mit Kindern.

Interview mit Prof. Dr. Bernard Hausdorf

Sonderausstellung „Biogeografie der Landschnecken der Kaukasusregion“  im Zoologischen Museum der Universität Hamburg, Martin-Luther-King-Platz 3, 20146 Hamburg.

Die Weitere Informationen können Sie auf der Internetseite http://www.caucasus-snails.uni-hamburg.de/index.html finden.

Dito Tsintsadzes „God of Happiness“ im St.Pauli Bmovie

von 12. März 2016 0 No tags Permalink 3

Am Samstag, den 26.03.16 läuft die Hamburger Prämiere für den Film God of Happiness  von Dito Tsintsadze im St.Pauli Bmovie an.

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Prof. Dr. Hark Bohm schrieb einst über den georgischen Film: „Die Filme waren für uns so eigenartig, so von einer nie gesehenen Art, dass wir ohne weitere Erklärung verstanden, die Macher müssten Kinder einer unglaublich starken, vom Bild und Rhythmus geprägten Kultur sein.“

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Dito Tsintsadze (geboren 1957 in Tbilissi) ist ein Schüler des renommierten Filmemachers Eldar Schengelaja. Dito Tsintsadze schafft mit „God of Happiness“ eine meisterhafte Bildersprache. In seiner neusten Tragikkomödie, welcher vom scheitern des Menschen handelt, erzählt Tsintsadze mit leichtigkeit eine farbenfroh ironische Geschichte.

 

In einem Interview sagt Dito Tsintsadze:

 „Ich mag keine Filme in den die Protagonisten weinen. Diese Emotionen soll man für sich selber finden. Ich versuche immer minimalistisch und lakonisch zu sein.“ Und weiter:
„Ich bin auch ein Teil dieser multikulturellen Welt, ich lebe hier in Deutschland. Europa ist seht multikulturel geworden, es gibt keine „französische“ oder „deutsche“ Geschichte“, deshalb liegt es mir am Herzen solche multinationale Geschichten zu erzählen“
Weitere Links zur Filmretrospektive im Bmovie:
In Zusammenarbeit mit Lile e.V.
 

Ein besonderer Jazzabend: Dini Virsaladze in Hamburg

 

Dini ist eine bekannte Jazz Pianistin aus Tbilisi (Tiflis, Georgien). Sie musizierte schon oft mit weltbekannten Musikern wie: Amit Chatterjee (Vokalist & Guitarist in Joe Zawinul’s „Syndicate“), Manolo Badrena (Percussionist in Joe Zawunul’s „Weather Report und später „Syndicate“; Mitchell Long, Harry Smith, Rain Sultanov, Walter Sitz (Schlagzeuger), Christian Wendt (Bassist), Alex Han (Saxophonist, Marcus Miller’s Band), Roberto Puggioni…

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Am 29. Januar ab 21:00 Uhr, wird Dinni eine Jamsession im Galerie und Jazzclub Nancy Tilitz spielen. Dieser Club ist für viele Hamburger noch ein Geheimtipp, erfahren sie hier mehr über den Jazzclub.

Dies wird ein erlebnisvoller Abend, nicht nur für Jazzliebhaber.

Die Nancy Tilitz Galerie befindet sich am Dammtorbahnhof, Hintereingang, außen neben der Effenberger Backerei.

Kein Eintritt / mit Spendenbasis.

Für Rückfragen stehe ich ihnen jederzeit zur Verfügung: Tel 040 2299010 Mobil 0179 5133146 www.nancy-tilitz.de www.fancynancy.de oder 0171 851 3635.

 

 

Eine Praline vom Elbsalon – Das Schokoladenmuseum in Hamburg

Neun von zehn Leuten mögen Schokolade. Der Zehnte lügt.“ – sagt John Tullius, ein amerikanischer Künstler. Und es stimmt! Bisher habe ich das schon immer gedacht.

Ich lebe seit vielen Jahren in Hamburg und fahre fast täglich am berühmten Bau des Chilehauses in Hamburg vorbei. Erst jetzt habe ich entdeckt, dass dort ein Schokoladen- Museum, das „Chocoversum“ untergebracht ist. Dort wird täglich eine ca. 90 Minuten lange Führung angeboten. Man erfährt, wie Schokolade hergestellt wird, von der Plantage bis zur fertigen verpackten kleinen Tafel. Sie können selbst eine Schokolade aus Edelvollmilch kreieren und mit Ihrem Name versehen und in einem Kühlschrank lagern. Unterwegs probieren Sie die Schokolade in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen von der rohen Bohne, über die grobe erste Mischung, bis zum Resultat nach einem 72-stündigen Wälzen.

Der traditionsreiche Schokoladenhersteller Hachez aus Bremen hat in Hamburg seine historischen Maschinen zur Verfügung gestellt und hiermit zu den Hamburger Sehenswürdigkeiten und zur Museumslandschaft wesentlich beigetragen. Hier können große und kleine Schokoladengenießer mit Spass und Freude einen „Schokorundgang“ machen. Man kann zwar nicht alle 400 Aromen, die in der Schokolade angeblich enthalten sind, mit nach Hause mitnehmen, aber man bekommt zumindest eine Ahnung davon. Am Ende der Führung kann man dann seine eigene Tafel selbst verpacken.

Besonders schön ist der Museumsshop. Er ist, glaube ich, der Beste von allen, die ich je gesehen habe. Am liebsten möchte man alles mitnehmen. Auf jeden Fall weiß ich, wo ich ab jetzt, ein besonderes Geschenk kaufen kann. Die Auswahl reicht vom Schokoladen-Pesto über -Bier bis hin zum -Schnaps und zu feinsten Kosmetikprodukten. Ich war mit meinem Sohn und Neffen zusammen da und raten Sie mal auf dem Foto, welches meine Schokolade ist? Eine Packung mit Schokonudeln ist auch in meiner Tüte und ein Rezept dazu schon im Kopf. Und dann können Sie mich besuchen kommen. Ich bin dann bestimmt eine noch bessere Gastgeberin als bis jetzt.

Weitere Infos: http://www.chocoversum.de/

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Die langen hellen Tage

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…“In den 60-er Jahren des vorigen Jahrhunderts – wenn ich das schreibe, kommt es mir wie eine Ewigkeit vor – kreiste ein Gerücht von Cineast zu Cineast: In Georgien entstehen Filme, deren Poesie und Bildersprache man gesehen haben musste, wenn man weiter mitreden wollte….“ – schreibt Prof. Dr. Hark Bohm 2002 als wir ihn um Mitarbeit für das Projekt „Cinema Georgien“ gebeten haben.

Am 21. August startet in den deutschen Kinos ein besonderer Film: „Die langen hellen Tage“ (IN BLOOM/ Grzeli Nateli Dgeebi) von Nana Ekvtimishvili und Simon Groß. Der auf internationalen Festivals außerordentlich erfolgreiche Film wurde auch als georgischer Beitrag für die Oscars 2014 ausgewählt und gewann auf der Berlinale 2013 den CICAE Preis. Der Film wurde bei Festivals weltweit mit 28 Preisen ausgezeichnet. Das Drehbuch basiert auf Erinnerungen aus der eigenen Jugend der Regisseurin in Tiflis. Die Geschichte ist von Nanas persönlichen Erinnerungen an ihre Jugend in den unruhigen frühen 90er Jahren in Georgien inspiriert. Wir dachten über den Bezug zwischen jungen Menschen nach und den kulturellen Kontext, in dem sie leben. Für uns war der Film eine Reise in die Vergangenheit und ein Blick in die Zukunft. Was kann als Teil einer Kultur akzeptiert werden und wo ist die Grenze, an der Kultur ein bestimmtes Verhalten nicht mehr rechtfertigen kann?

Premiere am Donnerstag, 14. August um 20 Uhr – in der georgischen Sprachfassung mit deutschen Untertitelnmit dem georgisch-deutschen Regie-Paar Nana Ekvtimishvili und Simon Groß und anschließender Weinverkostung georgischer Weine durch Go East Reisen

Feste Termine: Abaton-Kino Sonntag, 24.und 31.8. um 13 Uhr (dt.F.)

Quelle: Die langen hellen Tage

Rhodos – eine Reise ins Blau

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Es ist das unglaubliche schillernde Blau, dass einen auf Rhodos in den Bann zieht. Hier ist  „unverstellter blauer Himmel“ wenn „der Schleier gefallen ist“. Es weckt unsere Sinne und bringt uns  „irgendwohin, hinter dieser Welt“  zum Träumen. Auf Rhodos werden verschiedene Kulturschichten sichtbar. Die Insel soll nach geologischen Forschungen durch Seebeben aus dem Mittelmeer gehoben worden sein. Diese wissenschaftliche Information wirkt auf mich nach wie ein Film, als ob das gerade vor kurzen für mich passiert wäre. Ahnungsvoll – ahnungslos zu werden und die Geschenke der Natur, einfache Dinge, einen Baum, einen Stein, die Erde, die Blumen, wie ein erstes Mal wahr zunehmen. Dieses  Gefühl wird vielleicht verstärkt durch, beinahe symbolische Bilder, die in ihrer Kargheit sowohl Vielfalt auch Komplexität vermitteln. Die Zusammenhänge sind reduziert und im einzelnen konkretisiert, in einzelnen Bäumen, die in einem besonderen goldenen Licht auf einem Felsen stehen, rostfarbige, karge kleine Gewächse, mit plötzlich auftauchenden prächtigen Farben. Ich fühlte eine Geborgenheit im ständigen Inselwind, in den wunderschönen Buchten oder auf dem höchsten Berg Ataviros (1.215 m), bei den Wasserquellen wie „epta Pigis“ oder im Tal der Schmetterlinge auf dieser Insel. Diese unerwartet auftauchenden wunderschönen Süßwasserquellen, angeblich die Lieblingsplätze der Nymphen, wirken wie ein Urbild der Sinne, die anscheinend durch den Kontrast des Strandes zu einem besonderen Erlebnis werden. „Und nun heißt es in den alten Mären, vor Zeiten, als Zeus und die Unsterblichen in die Erde geteilt, habe keiner in der wogenden See Rhodos gesehen, …“ . Die Symmetrien der antiken Städtebauten (Ausgrabungen von: Kammirou, Lindus, Rhodos) zwingen uns an unser Handeln und unsere Verantwortung zu überdenken.

Meine Empfehlung: Mieten Sie ein Auto – es lohnt sich! Im Inland der Insel gibt es ein paar kleine Dörfer, wie z. B. Aj. Issidoros zu besuchen, man kann die fast die leeren Wege der Insel befahren und genießen. Die Insel ist ja nur 38 km breit und 78 km lang. Nach guten Restaurants vorher bei Einheimischen fragen, denn das einfache Essen ist leider oft nicht sehr gut.

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