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Max Pechstein

von 24. Juni 2017 0 No tags Permalink 6

In der wunderbaren Ausstellung Max Pechstein zeigt das Bucerius Kunst Forum bis zum 3. September Werke des deutschen Expressionisten in einer Einzelschau.

Die Schau präsentiert in fünf Kapiteln, wie sich Pechsteins Stil mit jedem Aufenthaltsort veränderte und weiterentwickelte, darunter Paris, Berlin und Dresden, Monterosso in Italien und Palau in der Südsee.

Max Pechstein rezipierte als einer der ersten deutschen Künstler die Ausdrucksmittel des französischen Fauvismus und wandelte sie in einen eigenständigen expressionistischen Stil um. Nach einem künstlerisch prägenden Parisaufenthalt war er in Dresden und Berlin maßgeblich an der Bildung des „Brücke“-Stils beteiligt. Später fanden auch Elemente des Kubismus Eingang in sein Werk. Neben dem Großstadtleben war es insbesondere die unberührte, einsame Natur, die Pechstein immer wieder inspirierte: zunächst in Nidden, später in seinen „pommerschen Paradiesen“ in Leba und Rowe.

 

Auf der Südseeinsel Palau fand er für kurze Zeit den vollkommenen Einklang mit der Natur. Geprägt von seinen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg malte er zu Beginn der 1920er Jahre vermehrt Landschaften, Stillleben und Portraits. Seine farbintensiven expressionistischen Bilder gehen auf seinen Aufenthalt im italienischen Monterosso zurück.

Die Erfahrungen, unter dem NS-Regime als „entarteter“ Künstler diffamiert zu werden, prägten sein Spätwerk, das häufig menschenleere, dramatische Landschaften zeigt.

Bucerius Kunstforum, Rathausplatz, Hamburg

Ab ins Backhaus!


Wir haben es gerade getestet: Es ist bei Hitze angenehm kühl und wenn es wieder kälter ist wunderbar gemütlich.

Das ehemalige Backhaus am Waldrand ist ein besonders schöner Ort zum Entschleunigen und Entpannen. Es wird allen gefallen, die Stille mögen oder als Ausgleich zum hektischen Stadtleben suchen. Es liegt in einem winzigen Dorf in Niedersachsen, in der Nähe der Lüneburger Heide, ca. eine Stunde von Hamburg entfernt.

Das rustikale kleine Häuschen hat eine ländlich-nostalgische Atmosphäre. Mit dem noch im Original enthaltenen Brotbackofen, handgefertigten Terracotta-Fliesen, Holzdielen und schönen alten Möbelstücken strahlt es Lässigkeit und Gemütlichkeit aus.

Auf einer kleinen Terrasse mit Blick ins Grüne kann gefrühstückt werden und für den Abend gibt es einen überdachten Sitzplatz mit Grillmöglichkeit. Das gesamte Grundstück ist umzäunt, so dass Hunde frei herumlaufen können.

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Man schläft im großen Schlafzimmer im Giebelraum über dem alten Backofen. In einem anderen Schlafzimmer im Erdgeschoss gibt es ein weiteres Doppelbett. Insgesamt können bis zu fünf Personen hier übernachten. Für den Kaminofen steht hinter dem Haus ausreichend Brennholz zur Verfügung.

Das Alte Backhaus hat sehr sympathische Eigentümer, die auch gerne Tipps für Ausflüge in die Umgebung geben. Es kann über FeWo direkt gebucht werden.

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Altes Backhaus, in Haarsdorf

Café Johanna

Versteckt und fernab des Trubels liegt am Venusberg, angrenzend an das stets überfüllte Portugiesenviertel, das kleine Café Johanna. Es wird von den Freundinnen Sarah und Elli betrieben, die es vor über fünf Jahren eröffnet haben. Früher hatte hier die Vorgängerin und Namensgeberin Johanna Knuth einen Kiosk und Krämerladen.

Das originelle, unprätentiöse Café in dem eher schmucklosen 60er Jahre Bau hat einen ganz eigenen, spröden Charme. Die Wände sind aus geweißtem Waschbeton, die Möbel kommen zum Teil aus einer alten Schule und auf den Tischen liegen karierte Geschirrtücher, aber überall gibt es liebevolle Details.

Morgens gibt es hier eine wunderbares Frühstück, mittags steht auf einer Tafel die wechselnde, kleine Karte mit leckeren Salaten und Broten angeschrieben. Im Sommer kann man vor den großen Schaufensterscheiben auf schlichten Bierbänken die Südsonne genießen.

Nachmittags wird hausgemachter Kuchen und Joghurt mit frischen Früchten im Glas angeboten und auch der Kaffee und der Cappucino schmecken. Es ist meistens rappelvoll und trotzdem ist die Bedienung immer freundlich und man wird mit einem strahlenden Lächeln begrüßt.

Café Johanna, Venusberg 26, 20459 Hamburg

Theater der Welt

von 17. Mai 2017 0 No tags Permalink 4

Mit über 330 Veranstaltungen, 45 Produktionen aus fünf Kontinenten, davon 27 Ur- und Erstaufführungen, flankiert von einem breit aufgestellten Diskurs-, Musik- und Begleitprogramm, findet vom 25. Mai bis zum 11. Juni 2017 das größte internationale Theaterfestival statt, das es in Hamburg je gegeben hat.

Das Thalia Zelt im Baakenhöft ist Spielort für die Revue „In 80 Tagen um die Welt“ von Peter Jordan und Leonhard Koppelmann. Am ehemaligen Afrikaterminal steht der der Kakaospeicher, und wird mit seinen gigantischen 9000 Quadratmetern erstmals öffentlich zugänglich. Hier hat der samoanische Star-Regisseur Lemi Ponifasio mit den Proben zu seiner Eröffnungsproduktion „Children of Gods“ begonnen.

Für das musiktheatrale Communityprojekt über Kinder in Kriegsregionen führt er junge Performer aus Hamburg, einen Projektchor und Hamburger Musiker zusammen. Ergänzt wird das Programm um zwei beeindruckende und bildgewaltige Tanzproduktionen: „An Act of Now“ von der australischen Tanzcompagnie Chunky Move um Anouk van Dijk und „Du Désir d´Horizons“ des burkinischen Choreografen Salia Sanou.

Das Festivalzentrum heißt HAVEN und ist ein Ort der Phantasie, der Begegnung von Menschen und Ideen. Der MS Stubnitz verlegt seinen Ankerplatz zum HAVEN und lädt dort zu Partys, Diskussionen, Tagungen und Konzerten ein.

Weitere Informationen zum Festival gibt es hier:

Die amerikanische Künstlerin Alice Neel

Unsere Gastbloggerin Irene Mantel hat sich in New York die Ausstellung mit Arbeiten von Alice Neel in der Gallery David Zwirner angesehen. Eine Ausstellung mit Arbeiten von Alice Neel ist derzeit auch in London in der Victoria Miro Gallery zu sehen. Im Herbst werden die Deichtorhallen in Hamburg die beeindruckenden Werke von Alice Neel zeigen. Außerdem ist vor Kurzem das Buch Alice Neel – Painter of Modern Life“ in Deutschland erschienen.

Hier die Eindrücke und Erinnerungen von Irene:

 Alice Neel Uptown              

It shows works by the artist made during her five decades of living and working in upper Manhattan. In 1938 Alice Neel made her home in Spanish (East) Harlem,and, later, in the Upper West Side just south of Harlem, where she lived from 1962 until her death in 1984. This show, curated by Hilton Als, triggered memories in me.

I remember Alice Neel as she walked erect and slowly through the elegant halls of the Rudolf Steiner School, the Waldorf School, in Manhattan. I was teaching there when her four granddaughters attended this school.  Her two sons attended a generation earlier. Alice would not miss the annual school fairs, where she sketched the visitors in appreciation for the scholarships her sons were receiving. She could often be seen by the side of her son Richard’s wife Nancy.
When in 1980 the gallery across the narrow street from Steiner High School on East 78th Street displayed the nude self-portrait in its window, I, as a 26 year old teacher of German and art history,  was in awe. My students’  jaws dropped too. They giggled in embarrassment at its candor. It was breathtakingly daring and liberating. Her oldest granddaughter Olivia, in 7th grade at that time was already on the road to becoming a philosopher-scientist and was keeping her classmates on their toes with her polemical inquiries.

1980 Self Portrait, Oil on Canvas, 54 x 40 inches / 137.2 x 101.6 cm, National Portrait Gallery, Washington, D.C.

Later I lived down the street from Neel’s old rambling apartment where she had painted in the light-filled front room. It is a shrine today; access is granted only through the family. One still feels Neel’s presence. The furnishings that inhabited her paintings are left untouched. This is 300 W 107th Street, a few doors up from where I lived. I still follow Alice when I can.

Now on to the expansive Zwirner Galleries on East 19th Street between 10th and 11th Avenues. A number of  Neel’s personal possessions are displayed in neat vitrines at Zwirner: a well-read copy of Lenin, an autographed book by W. E. B. Du Bois, a handwritten letter to Fidel Castro asking permission to paint him in person, and some of her poems that are odes to Harlem. Her powerful paintings, with Hilton Als’ accompanying commentary, line the walls.

Alice Neel showed her passion for Spanish Harlem and its residents by painting dignified African American and Latina mothers and their children. She painted artists, actors, poets, writers, the local boys and girls, every-day people, and the social activists. She lived as a white woman among people of color.  Neel was always ahead of her time. Even in the late 70s when I moved to New York City to teach, we were told not to cross 96th Street on the East side.
Here is a striking ballet dancer seen at Zwirner drawn in sensuous lines whose body looks as if it can just fold into itself.

Alice Neel, “Ballet Dancer” (1950) (© The Estate of Alice Neel, courtesy David Zwirner, New York/London)

You’ll also find drawings of the boy Georgie Arce whom she made the subject of portraits between 1950 to 1959 in oil and drawings. He went on errands for her and is shown in several drawings.  
In the 40s and early 50s she befriended left wing activists. The social critic and academic  Harold Cruse is seen in a sensitive, pensive portrait at Zwirner painted before he published “The Crisis of the Negro Intellectual.”  This book is still on the syllabus of university students in NY today. The activist, playwright and actress Alice Childress,  the first black woman to win a Tony nomination, appears in a gorgeous portrait.  

Alice Neel, Harold Cruse (c. 1950). © The Estate of Alice Neel. Courtesy David Zwirner, New York/London and Victoria Miro, London.

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Hygge Dänisch lernen

von 17. April 2017 0 No tags Permalink 2

Die dänische Buchautorin und Schauspielerin Anette Sörensen-Habel, die schon lange in Hamburg lebt, veranstaltet einen Workshop bei dem Deutsche entspannt Dänisch lernen können.Der Kurs dauert sechs Tage und findet auf der schönen Insel Fyn statt und es wird so viel Dänisch wie möglich gesprochen.

Zu dem Reetdachhaus, in dem der Workshop stattfindet gehören ein kleiner Wald, Moor, Seen und ein kleiner Pool.

Es wird zusammen gekocht, eingekauft und es werden Ausstellungen besucht. Im Workshop werden kleine Präsentationen vorbereitet und natürlich viel Dänisch gelernt: das Wichtige aber: hygger os sammen: Es wird einfach gemütlich. Hier gibt es Informationen zum Workshop, der vom 11. bis zum 16. Juni zum ersten Mal stattfindet, gibt es hier.

 

 

Die Wehleider

von 12. März 2017 0 No tags Permalink 12
Fotos: Matthias Horn

„Ich begrüße Sie in der privaten Spezialklinik für Angst, Depressionen und psychosomatische Störungen. Wir befinden uns hier in einer unser Ausweichstationen, die wir aufgrund der großen Nachfragen für sie eingerichtet haben. Es sind ja jetzt wieder so viele Turnhallen frei geworden aufgrund der Nachhaltigkeit der Maßnahmen…“ so begrüßt  die Leiterin Dr. Amelung (Irm Hermann) 15 Behandlungsbedürftige, die verunsichert in eine Turnhalle herein stolpern. Es handelt sich um privilegierte Europäer, die jetzt in einer Halle interniert sind, in der früher Flüchtlinge untergebracht  waren. Sie werden überwacht, müssen ihre Mobiltelefone abgeben und sie müssen Leibesübungen unter Aufsicht des Personals machen. So will man die sich selbst bemitleidenden Wohlstandsbürger von ihren Ängsten vor der sich verändernden Welt kurieren und ihre die Probleme mit den neu hinzugekommenen Migranten und Flüchtlingen therapieren.

„Ich halte mein Leben nicht mehr aus“ stöhnt eine von ihnen und auch die anderen plappern unaufhaltsam über ihre eigene Befindlichkeit  und ihre eignen Luxusprobleme. Die Angstpatienten fürchten, vom Fremden überrollt zu werden und haben sich in eine „abendländische“ Panik hineingesteigert. „Wir waren alle schöner, als die Welt noch gestimmt hat“, klagt Josef Ostendorf, der Donald Trump bedrohlich ähnelt.

Drei lässige, muskulöse, arabisch aussehende Betreuer werden von der Klinikleitung zur „Konfrontationstherapie“ eingesetzt: Die drei Fremden fassen die ungelenkigen und versteiften Patienten an, die ihre Turnübungen nicht schaffen. Statt sich selbst zu bewegen, werden sie schwungvoll von den Betreuern bewegt: Der eine wird über das Turnpferd gehoben, als ob er fliegen könnte, eine andere Teilnehmerin an die Ringe gehoben und umher geschwungen.

In Anlehnung an Maxim Gorkis  „Sommergäste“ entwirft Marthaler in der zweistündigen Aufführung das Bild einer erstarrten und angesichts der Flüchtlingskrise überforderten Gruppe von Europäern.  Sie bemitleiden sich selbst statt zu helfen oder Konstruktives zu leisten.

Die Turnhalle als provisorische Klinik für die psychosomatisch Erkrankten hat seine geniale Bühnenbildnerin Anna Viebrock geschaffen, die auch die Kostüme entworfen hat. Viele der Schauspieler sind Mitglieder der bekannten Marthaler-Familie, die mit großartigen Auftritten und Parodien glänzen. Unbedingt sehenswert!!!!

Die Wehleider – Deutsches Schauspielhaus, Hamburg
Regie: Christoph MarthalerBühne und Kostüme: Anna ViebrockDramaturgie: Stefanie Carp 
Nächste Aufführungen: Do. 6. April 2017 und Sa. 6. Mai 2017

Eine eindrucksvolle  LULU

Fotos: Monika Rittershaus

Die Oper LULU des österreichischen Komponisten Alban Berg ist ein komplettes Werk in komplexer Zwölftontechnik und fordert von einem Laien, wie mir, volle Aufmerksamkeit und Konzentration und verlangte mir am Anfang einen leichten Kampf mit der vermeintlichen Atonalität ab. Nachdem ich aber mich darauf eingelassen habe, hat mich das expressionistische, emotional mitreißende und herausfordernde Werk begeistert.

Lulu stellt aber nicht nur an die Zuhörer, sondern auch vor allen an die Sänger höchste Anforderungen und der Star des Abends, die kanadische Sopranistin Barbara Hannigan meistert die mörderische Titelpartie der Lulu mit einer unglaublichen Virtuosität und überzeugt mit ihrer Natürlichkeit und zeichnet ein vielseitiges psychologisches Portrait.

Generalmusikdirektor Kent Nagano entschied sich für eine kühne musikalische Dramaturgie, die die meisten Zuschauer hinrissen hat.

Der Schweizer Regisseur und Musiker Christoph Marthaler inszenierte die Geschichte im Kooperation mit seiner genialen Bühnenbildnerin Anna Viebrock gänzlich neu und erfand auch eine vollkommen neue Lulu, überspannt und quirlig, akrobatisch und unberechenbar, lasziv und nicht fassbar. Sie ist sprunghaft und leichtfüßig, provokativ und anziehend, nicht die angsteinflößende männermordende Femme Fatale, die man kennt. Marthaler hat die Rolle großartig auf Hannigan zugeschnitten, die darin einfach brilliert.

Die Oper erzählt vom sozialen Aufstieg der schönen jungen Frau, und ihrem darauffolgenden rasanten, tragischen Abstieg. Sie zieht wie ein Magnet sie die Aufmerksamkeit aller Männer auf sich und wer ihr begegnet, erliegt und beflügelt mit ihr seine Fantasien.

Ihr tiefer Fall in Armut, Verbrechen und Prostitution Tod weckt Empathie und Emotionen. Aber am Ende bringt Schlangenfrau Lulu allen ihren Liebhabern den Tod, bevor sie zum Schluss von Jack the Ripper selbst ermordet wird.

Lulu stirbt mit einem herzzerreißenden gellenden Schrei  und erhält in dieser Version der ursprünglich unvollendeten Oper als Requiem Bergs berühmtes halbstündiges Violinkonzert. Dieses hatte Alban Berg, der 1935 verstorben ist und seine Oper nicht vollenden konnte, als Requiem „Dem Andenken eines Engels“ für Alma Mahler-Werfels verstorbene Tochter Manon geschrieben.

Auch der Mezzosopran von Anne Sophie von Otter hat mich besonders beeindruckt und das Dirigat von Kent Nagano hatte, wie immer eine eindringliche Perfektion. BRAVO!

LULU Oper von Alban Berg – Staatsoper Hamburg
Inszenierung: Christoph Marthaler
Bühnenbild und Kostüme: Anna Viebrock
Dramaturgie: Malte Ubenauf
Nächste Aufführung: Dienstag 21. Februar 2017

Paula Modersohn-Becker

von 7. Februar 2017 0 No tags Permalink 14

Die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum zeigt die Künstlerin als Wegbereiterin der Moderne. So wie Paula Modersohn-Becker künstlerisch zwischen zwei Generationen arbeitete, lebte sie geistig in zwei ebenso grundverschiedenen Welten. Beeindruckt von den stimmungsvollen Bildern der Künstlerkolonie Worpswede, siedelte sie nach Abschluss ihres Berliner Malstudiums in das abgeschiedene Dorf.

 

Anstatt jedoch wie ihre Künstlerkollegen einen Landschaftsausschnitt möglichst naturgetreu zu malen, entwickelte Modersohn-Becker einen unkonventionellen und zukunftsweisenden Stil. Während Modersohn-Beckers eigenwillige und avantgardistische Malerei zu ihren Lebzeiten als irritierend oder befremdlich empfunden wurde, gilt er heute als revolutionär und zukunftsweisend.

Die wunderbare Ausstellung veranschaulicht die Bedeutung ihres kurzen künstlerischen Schaffens in einer Zeit zwischen zwei grundverschiedenen Künstlergenerationen: den Spätimpressionisten und den Expressionisten.

Paula Modersohn-Becker. Der Weg in die Moderne 4. Februar bis 1. Mai 2017
Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2, Hamburg

Ein fantastisches Jazzkonzert in der Elbphilharmonie

von 17. Januar 2017 0 No tags Permalink 14

Hochgenuss pur: Brad Mehldau, einer der besten Jazz-Pianisten der Welt, spielte gestern in der Elbphilharmonie und wir konnten in der ersten Reihe des fantastisches Großen Saals dabei sein.

Sabine hatte vor rund einem halben Jahr zwei Stunden dafür angestanden und es hatte sich gelohnt: In dem fast zweistündigen Konzert brillierte der Amerikaner Mehldau mit seiner hohen Kunst der Variation und Transformation, die er in Vollendung beherrscht. Den Raumklang des atemberaubend schönen Konzertsaals so zum ersten Mal live zu erleben verschlug uns fast die Sprache.

Die spektakuläre „Weiße Haut“, der matte helle Eichenboden der Bühne und die eleganten italienischen Sessel lassen den hohen futuristischen Raum unglaublich edel und einladend aussehen. Bei uns und den anderen Besuchern brach schiere Bewunderung und Freude über die Grandezza dieses Weltklasse-Konzerthauses aus.

Zu den weiteren Titeln, die Brad Mehldau spielte, gehörten „Three Pieces After Bach“ und eine wunderbare Interpretation von „Little by Little“ der britischen Band Radiohead.

Als Mehldau, der als großer Romantiker des Jazz Pianos gilt, den alten Beatles-Song „And I love her“ anstimmte, ging ein Ruck durch den Saal und das Publikum raunte vor Begeisterung. Nach seiner letzten Zugabe, einem Stück von George Gershwin, stellte Brad Mehldau, der seine Stücke vorher übrigens auf Deutsch angekündigt hatte, beeindruckt fest: „I could play here all night long“.

Es gab tosenden Applaus und Standing Ovations und wir, wie auch andere Besucher, mochten gar nicht aufstehen, sondern haben die Schönheit dieses großartigen Konzertsaals noch eine paar Minuten genossen.

Keep jazzin Elphi!!!

 

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